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Ist iRobot ein Kauf?

Foto: Getty Images.

iRobot (WKN: A0F5CC) ist 2019 zum jetzigen Zeitpunkt seit Jahresbeginn um mehr als 15 % gestiegen, aber diese Momentaufnahme zeigt sicherlich nicht die Achterbahnfahrt, die die Anleger des Heimroboterspezialisten durchgemacht haben. Zudem stehen die Aktien 31 % tiefer als beim Allzeithoch im April – kurz danach hat iRobot enttäuschende Ergebnisse fürs erste Quartal vorgelegt.

Das wirft die Frage auf: Ist iRobot im Moment ein Kauf? Schauen wir doch mal nach.

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Potenzielle Wachstumstreiber

Die jüngsten Quartalsergebnisse von iRobot haben die Erwartungen der Analysten eigentlich verfehlt. Das Umsatzwachstum lag bei 9,5 %, die Erwartungen lagen bei 16 %. Der bereinigte Gewinn von 0,78 US-Dollar hingegen übertraf die Schätzungen von 0,59 US-Dollar leicht – iRobot war trotzdem mit seinem Jahresauftakt mehr als zufrieden.

Und das Management hat bei der anschließenden Telefonkonferenz rasch darauf hingewiesen und festgestellt, dass der Durchverkauf im ersten Quartal „gut“ war und – wie bereits in früheren Konferenzen besprochen – das Unternehmen ab dem zweiten Quartal auf höhere Wachstumsraten vorbereitet ist. Daher bekräftigte man die Prognose für 2019, den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 17 bis 20 % zu steigern.

Für das beschleunigte Wachstum im Laufe dieses Jahres sollen drei neue Roboter sorgen. Zuerst kommt die Einführung der neuen High-End-Roboter Roomba s9+ und Braava jet m6.

Wie der Vorgänger Roomba i7+, der Ende letzten Jahres auf den Markt kam, entleert der s9+ seinen Behälter automatisch und verfügt über eine enorm erhöhte Reinigungsleistung – mit bis zu 40-facher Saugleistung gegenüber den beliebten Roombas der iRobot 600er-Serie –, verbesserte 3D-Sensorfähigkeiten für eine bessere Navigation, 30 % breitere Gummibürsten und eine neue quadratische Vorderform für eine bessere Reinigung der Ecken. Mittlerweile kann der Braava jet m6 mehrere Räume und größere Flächen reinigen, jedenfalls größere als die Vorgänger. Und beide Roboter verfügen über ein neues „Linked Clean“-Konzept, das es ihnen ermöglicht, sich zusammenzuschließen, indem sie zunächst Staub saugen und dann den Boden wischen.

Ende des Jahres wird iRobot dann seinen Rasenmäher Terra vorstellen. Los geht es in Deutschland, in den USA kommt eine Beta-Phase. So soll ein Multimilliarden-Dollar-Markt erschlossen werden.

Bis dahin gilt es aber für den Terra, noch einige Herausforderungen zu meistern. Der Rasenmähermarkt ist bereits von etablierten, autonom gesteuerten Wettbewerbern großer Marken wie Husqvarna und Honda gesättigt. Und auch diese Marken haben es noch nicht geschafft, so richtig den Markt zu besetzen.

Aber iRobot startet nicht völlig unvorbereitet. Man hat jahrzehntelange Erfahrung im Bau von Outdoor-Robotern für das Militär, zudem mit seinen älteren Robotern zur Reinigung von Pools wie Mirra und Looj. Und iRobot hofft, dass sich Terra dank seiner relativ einfachen Bedienung positiv abheben kann. iRobot hat ein einzigartiges drahtloses System geschaffen, das Terra hilft, auf den Rasenflächen autonom unterwegs zu sein. Berichten zufolge hat iRobot auch eine Reihe eigener Sicherheitsmechanismen entwickelt, um Hindernisse auf dem Rasen zu umgehen – auch schwierig zu erkennende Objekte wie etwa die Beine eines Trampolins – und die Klingen zu deaktivieren, wenn der Roboter gekippt oder angehoben wird.

Risiken – und was man beachten sollte

Natürlich ist das wohl größte Risiko für iRobot die Möglichkeit, dass Verbraucher diese teuren neuen Produkte schlicht nicht kaufen. Der Braava Jet m6 kostet etwa 500 US-Dollar, der Roomba s9+ sogar 1.300 US-Dollar, und der Terra könnte möglicherweise noch teurer sein. Und selbst wenn die Verbraucher die Produkte mögen, warnte Alison Dean, CFO von iRobot, dass die neuen Roboter zunächst mit niedrigeren Margen „als die kostenoptimierten Produkte, die sie ersetzen“, verkauft werden. Das könnte zu einem Gewinnrückgang führen, bis iRobot die Produktionseffizienz verbessert.

Die Anleger müssen auch die Spannungen im Welthandel genau im Auge behalten, insbesondere in Bezug auf die Zölle, die auf in China hergestellte und in die USA eingeführte Produkte erhoben werden. Bisher konnte iRobot die Auswirkungen dieser Zölle durch gezielte Preiserhöhungen erfolgreich ausgleichen – und hat versprochen, die Preise zu senken, falls die Zölle insgesamt angehoben werden sollten.

Die Märkte dürften sich also freuen, dass US-Präsident Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping sich neulich auf dem G20-Gipfel entschossen haben, die Gespräche wieder aufzunehmen. Aber es gibt keine Garantie, dass diese Verhandlungen letztendlich fruchtbar sein werden, wenn man bedenkt, dass die beiden Staatslenker sich nicht ganz grün sind.

Was den für den 23. Juli 2019 geplanten Bericht von iRobot für das zweite Quartal anbelangt, so gehen die meisten Analysten davon aus, dass der Gewinn pro Aktie bei einem deutlich beschleunigten Umsatzwachstum von 18,4 % bei 267,9 Millionen US-Dollar liegt. iRobot seinerseits lieferte keine spezifischen vierteljährlichen Finanzprognosen, aber das Management sagte, dass es ein Umsatzwachstum „bei unter 20 %“ erwarte. Die Bruttomargen standen angesichts einer Kombination aus der Einführung neuer Produkte, Initiativen zur Diversifizierung der Lieferkette und  hohen Werbekosten rund um den Muttertag und den Vatertag unter erheblichem Druck.

Derzeit sollten sich Investoren keine großen Sorgen machen, dass iRobot auf die Rentabilität verzichtet und stattdessen Marktanteile gewinnt sowie das Umsatzwachstum vorantreibt.

Wenn das Unternehmen dabei Erfolg hat, könnte dies zu einem massiven Anstieg des Aktienwerts führen, der vielleicht sogar auf neue Höchststände führt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von iRobot. Steve Symington besitzt Aktien von iRobot.

Dieser Artikel erschien am 30.6.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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