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Gute Nachrichten für Uber und Grubhub

Der Markt für Lebensmittellieferungen boomt dank der zunehmenden Akzeptanz mobiler Apps. Das war ein Segen für Unternehmen wie Grubhub (WKN:A1XE9Z), Uber (WKN:A2PHHG) und das im Privatbesitz befindliche Unternehmen DoorDash. Uber Eats, das Lebensmittellieferungssegment des Fahrgemeinschaftsunternehmens, hat sein Engagement auf Ubers Plattform schnell ausgebaut und verstärkt.

Glücklicherweise für die Lebensmittellieferunternehmen, gibt es in den kommenden Jahren viele Wachstumschancen.

Der Bereich der Lebensmittellieferungen wird von drei Spielern dominiert

eMarketer hat gerade Schätzungen über die US-Lebensmittellieferungs-Apps veröffentlicht, wobei das Marktforschungsunternehmen prognostiziert, dass die Zahl der Menschen, die diese Apps verwenden, in diesem Jahr um 21 % auf 38 Millionen ansteigen wird. Laut dem Bericht soll diese Zahl bis 2020 auf 44,1 Millionen steigen und bis 2023 dann 59,5 Millionen erreichen. Das bedeutet, dass bis 2023 fast 24 % der Smartphone-Nutzer voraussichtlich ihre Handys benutzen, um etwas zu essen zu bestellen.

eMarketer definiert einen Nutzer einer Lebensmittelzustell-App als eine Person jeden Alters, die mindestens einmal im Monat eine Bestellung über eine App auf dem Handy aufgibt. Die Lebensmittellieferungs-Apps müssen Drittanbieter-Apps sein, sodass die Unternehmen, die ihre eigene First-Party-Apps anbieten, nicht dazu gehören.

“Unternehmen im Bereich der Lebensmittellieferungs-Apps expandieren weiter und entwickeln neue Partnerschaften mit den Lebensmittelhändlern”, sagte der eMarketer-Analyst Nazmul Islam in einer Erklärung. “Infolgedessen können die Kunden mehr Optionen erwarten, was das Nutzerwachstum vorantreiben wird.”

Im Februar eroberte DoorDash einen Anteil von 27,6 % der Verbraucherausgaben für die Lebensmittellieferungs-Apps, laut den Schätzungen von Edison Trends, die eMarketer zitiert. Damit lag diese Zahl leicht über dem Anteil von Grubhub von 26,7 % (einschließlich der anderen Tochtergesellschaften wie Seamless). Uber Eats kam in diesem Monat mit einem Anteil von 25,2 % auf Platz 3. Diese drei Unternehmen haben vergleichbare Positionen, wobei der viertgrößte Wettbewerber Postmates mit 12,1 % etwas im Rückstand ist.

DoorDash hat mehr und mehr vom Markt aufgegriffen und im vergangenen Jahr erhebliche Anteile gewonnen, vor allem auf Kosten von Grubhub, wie die Daten von Edison Trends zeigen. Vor kurzem schätzte das Analyseunternehmen Second Measure, dass DoorDash im Mai einen Anteil von 32 % am Umsatz mit Mahlzeitenlieferungen hatte und damit die 31,7 % von Grubhub kaum übertraf, doch deutlich über den 19,7 % von Uber Eats lag.

Die Investoren sind sehr gespannt

Das Wachstum von DoorDash weckt den Appetit der Investoren, die hungrig nach Renditen sind. Das in San Francisco ansässige Start-up-Unternehmen sammelte 400 Mio. US-Dollar bei einer Bewertung von 7,1 Mrd. US-Dollar in einer Finanzierungsrunde der Serie F im Februar und weitere 600 Mio. US-Dollar bei einer erstaunlichen Bewertung von 12,6 Mrd. US-Dollar in einer Serie G-Runde im Mai. Das ist ein Plus von 77 % in nur drei Monaten.

Der gesamte Bereich scheint weiter zu wachsen, und es ist unklar, ob die jüngsten Kontroversen dieses Wachstum gefährden werden. DoorDash erhielt Anfang dieses Jahres eine Gegenreaktion über die Trinkgeldpolitik, die es dem Unternehmen ermöglicht, das Grundgehalt mit Trinkgeld zu subventionieren. Grubhub hat Schwierigkeiten mit den  Mikrosites für die Restaurantpartner, womit die Provisionen erhöht werden. Die Verbraucher interessieren sich möglicherweise nicht für diese Probleme, selbst wenn sie es sollten.

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Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und am 03.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Grubhub und Uber Technologies.