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Das ewige Duell: Airbus oder Boeing? Der Kampf der Titanen bleibt spannend

Foto: Getty Images

Es war nicht immer so, aber seit einiger Zeit gibt es eigentlich nur noch zwei große Flugzeughersteller, die den Markt unter sich aufteilen. Die Rede ist natürlich von Airbus (WKN: 938914) und Boeing (WKN: 850471), die sich in einem ständigen Duell um den Titel „größten Flugzeugbauer der Welt“ befinden.

In diesem Jahr könnten sich erstmals seit langer Zeit die Kräfteverhältnisse wieder einmal verschieben. Und zwar zugunsten unseres europäischen Großunternehmens Airbus. Schauen wir doch genauer hin und beleuchten die Hintergründe der eventuell bevorstehenden Wachablösung.

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Zwei Unglücke mit Folgen

Es gab zwei Abstürze innerhalb kurzer Zeit und von Flugzeugen des exakt selben Typs. Das ist schon ungewöhnlich, doch im Oktober 2018 stürzte eine Boeing 737 MAX von Lion Air ab und im März 2019 eine Maschine desselben Typs von Ethiopian Airlines. Dabei starben insgesamt 346 Menschen.

Bei den Abstürzen steht das Stabilisierungssystem MCAS in Verdacht, eine verheerende Rolle gespielt zu haben. Es wurde speziell für die Boeing 737 MAX entwickelt und drückt bei einem drohenden Strömungsabriss, auch wenn die Piloten gegensteuern, die Nase des Flugzeugs nach unten. Die Software wurde von Boeing inzwischen aktualisiert, das Unternehmen muss aber noch auf die Zulassung warten.

Doch bereits im März wurde ein weltweites Startverbot für die 737 MAX verhängt und alle Maschinen des Typs bleiben seitdem am Boden. Der enorme Vertrauensverlust in Bezug auf die 737 MAX sorgt bei Boeing seitdem für Probleme. Man vermutet hier eine zu schnelle Entwicklung und Pfusch bei der Zulassung des neuen Modells.

Aber diese ganze Angelegenheit wirkt sich insgesamt negativ auf den Konzern aus. Im ersten Halbjahr 2019 konnte Boeing nur 239 Flugzeuge ausliefern. Und davon waren nur 113 Stück aus der 737-Familie. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten 2018 waren es noch 378 Maschinen, davon 269 Stück vom Typ 737.

Insgesamt hat Boeing damit einen Rückgang von gut 37 % zu verkraften. Und ein Minus von 58 % ergibt sich, wenn man dabei nur die Auslieferungen der 737-Maschinen betrachtet.

Doch es gibt einen Profiteur

Gegenüber Boeing konnte Konkurrent Airbus seine Auslieferungen im ersten Halbjahr 2019 um fast 29 % steigern. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 389 Flugzeuge von dem Konzern an seine Kunden ausgeliefert. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 315 Maschinen gewesen.

Besondere Hoffnungen setzt man bei Airbus auf die Produktion der Neo-Reihe. Vom Typ A330-900 Neo wurden in den ersten sechs Monaten 2019 insgesamt 13 Flugzeuge ausgeliefert. Beim A320 Neo und A321 Neo waren es mit 163 bzw. 71 Maschinen noch einmal deutlich mehr.

Airbus zeigt sich also stark, kann aber natürlich auch von der derzeitigen Schwäche von Boeing profitieren. So hat zum Beispiel mit dem saudi-arabischen Billigflieger Flyadeal der erste Kunde von Boeing mitgeteilt, dass man zukünftig mit einer reinen Airbus-Flotte unterwegs sein will und seinen Vorvertrag über bis zu 50 Jets der 737 MAX-Reihe nicht festzurrt.

Ein ähnliches Bild wie bei den Auslieferungen bietet sich auch bei den Bestellungen. Auch hier liegt Airbus deutlich vor Boeing. Die Europäer konnten Netto-Neuaufträge für 88 Flugzeuge ergattern, während Boeing nur auf insgesamt 21 Netto-Neuaufträge kommt.

Sollte das zweite Halbjahr 2019 in ähnlicher Weise verlaufen, dann könnte Airbus seinen größten Konkurrenten bei Auslieferungen und Bestellungen überholen und sich dann nach langer Zeit wieder weltgrößter Flugzeugbauer nennen.

Und was machen die beiden Aktien?

Es ist nicht verwunderlich, dass sich beide Aktien seit Anfang 2019 recht unterschiedlich entwickelt haben. Während Airbus in diesem Zeitraum um satte 50,84 % zulegen konnte, waren es bei Boeing nur 13,92 %.

Beide Unternehmen sind Schwergewichte, die eigentlich nichts so leicht aus der Bahn wirft. Doch die Probleme mit der 737 MAX lassen die Boeing-Aktie derzeit aufgrund von Unsicherheiten nicht attraktiv erscheinen.

Und die Aktie von Airbus? Sie notiert im Moment, getrieben von guten Aussichten, fast auf Allzeithoch und profitiert zusätzlich noch von einer positiven Einschätzung von Goldman Sachs (WKN: 920332). Die US-Investmentbank behält Airbus mit einem Kursziel von 149,00 Euro auf ihrer „Conviction Buy List“.

Für beide Werte spricht, dass sie als sehr gute Dividendenzahler gelten und so für Einkommensinvestoren durchaus interessant sein können. Auch wenn Airbus derzeit im Hinblick auf die Kursentwicklung die Nase vorn hat, könnte aber auch die Boeing-Aktie nach einem Ende des Flugverbotes für die 737 MAX wieder ordentlich durchstarten.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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