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Ist First Solar ein Kauf?

Foto: Getty Images

Die Aktien von First Solar (WKN: A0LEKM) stiegen seit Jahresbeginn um mehr als 50 %. Bei dieser Outperformance kann man sich durchaus fragen, ob der Hersteller von Solarmodulen es schafft, diesen Trend auch fortzusetzen. Werfen wir doch einmal einen genauen Blick auf die Vor- und Nachteile dieser Aktie im Dunstkreis der erneuerbaren Energien.

Was für First Solar spricht

Die Hersteller von Solarmodulen haben in den letzten Jahren Schwierigkeiten gehabt. Auch wenn die Branche die Anzahl der Installationen rasant ausgebaut hat, steht der Preis für Solarmodule aufgrund des intensiven Wettbewerbs unter Druck. Das hat die Margen verkleinert.

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First Solar arbeitet jedoch daran, seine Rentabilität zu steigern, indem es auf ein neues, margenstärkeres Solarmodul, die Serie 6, umsteigt. Das soll die zukünftigen Ergebnisse verbessern. Während das Unternehmen im ersten Quartal einen Verlust von 0,64 US-Dollar pro Aktie verzeichnete, steht der Jahresgewinn zwischen 2,25 und 2,75 US-Dollar pro Aktie, was mehr als 80 % über dem Niveau von 2018 liegen würde. Das Ergebnis sollte in den kommenden Jahren weiter steigen, da das Unternehmen seine Produktionskapazitäten ausbaut, um die robuste Nachfrage nach der Serie 6 zu unterstützen.

First Solar hat das Potenzial, in den kommenden Jahren schnell zu wachsen, wenn man das atemberaubende Investitionspotenzial der erneuerbaren Energiewirtschaft bedenkt. Einer Schätzung zufolge muss die Weltwirtschaft 10 Billionen US-Dollar investieren, um komplett von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzusteigen. Da First Solar einige der kostengünstigsten Module der Branche herstellt, sollte das Unternehmen einen bedeutenden Teil dieser Investitionskosten einstreichen können.

Neben dem starken Ergebniswachstum verfügt First Solar auch über die beste Bilanz der Solarbranche. Das Unternehmen erwartet derzeit, dass es dieses Jahr mit einem Netto-Cash-Bestand zwischen 1,7 und 1,9 Milliarden US-Dollar abschließen wird, der noch einmal steigen dürfte, sollte die Serie 6 ein Erfolg werden. Damit verfügt das Unternehmen über die nötigen Mittel, um die Renditen der Aktionäre in Zukunft möglicherweise zu steigern. Dies könnte durch Investitionen in zusätzliche Expansionsinitiativen oder auch über ein Dividenden- oder Aktienrückkaufprogramm geschehen.

Was gegen First Solar spricht

Die diesjährige Rallye der First-Solar-Aktie macht sie natürlich erst einmal eines: teuer. Da die Aktie derzeit bei über 65 US-Dollar steht und das Unternehmen auf Kurs ist, laut Prognose rund 2,50 US-Dollar pro Aktie zu verdienen, bedeutet dies, dass First Solar zum 26-Fachen des Gewinns gehandelt wird. Das ist deutlich mehr als der S&P 500, wo der Wert bei 21,7 liegt. Während das Unternehmen in den kommenden Jahren mit einem hohen Wachstumstempo rechnet, könnten die Aktien bei verfehlten Zielen wieder fallen.

Eine weitere Sorge bei First Solar ist, dass das Unternehmen weiter in neue Produkte investieren muss, um nicht hinter dem Wettbewerb zurückzubleiben. Auch wenn das Unternehmen nicht das effizienteste Panel herstellt, baut es eines der kostengünstigsten. Sollten die zukünftigen Produkte jedoch weit hinter denen der Konkurrenz bleiben, könnte das Unternehmen Marktanteile verlieren, was sich auf die Rentabilität auswirken würde.

Ein drittes potenzielles Problem, das das Unternehmen betreffen könnte, sind Eingriffe seitens der Regierung. Etwa durch Steuern auf Solarmodule oder Änderungen bei den finanziellen Anreizen. Da First Solar in den USA über mehr Produktionskapazitäten verfügt als alle anderen Unternehmen, wird es nicht durch die Zölle, die die USA China auferlegt haben, in Mitleidenschaft gezogen. Wenn diese beiden Länder jedoch ein Handelsabkommen zur Abschaffung dieser Zölle ausarbeiten, könnte dies den Wettbewerb in den USA wieder ankurbeln, was die Margen von First Solar beeinträchtigen würde. Zudem haben die Regierungen in den letzten Jahren ihre finanzielle Unterstützung für erneuerbare Energien reduziert, da die Kosten gesunken sind. Das alles könnte sich negativ auf die Nachfrage nach Modulen auswirken, was wiederum die Margen von First Solar beeinträchtigen würde.

Entscheidung: First Solar ist ein Kauf

Auch wenn die Aktie von First Solar nach dem Kursanstieg von 50 % jetzt nicht mehr billig ist, könnte sie noch viel Platz nach oben haben. Das liegt daran, dass das Unternehmen gerade erst mit dem Übergang zu seinem neuen Panel der Serie 6 beginnt, das in den nächsten Jahren groß zum Wachstum beitragen soll. Hinzu kommt, dass First Solar einerseits eine der Topbilanzen der Branche hat, andererseits die gesamte Branche für erneuerbare Energien über ein riesiges Wachstumspotenzial verfügt.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von FirstSolar. MatthewDiLallo besitzt Aktien von FirstSolar.

Dieser Artikel erschien am 30.6.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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