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3 Unternehmen, die die Bedeutung einer guten Unternehmenskultur hervorheben

Dieser Artikel wurde erstmals von MyWallSt veröffentlicht.

Wenn es um Investitionen geht, ist eine der am meisten übersehenen Komponenten die Kultur. Dazu gehört, wie das Management mit den Mitarbeitern umgeht, wie die Mitarbeiter miteinander umgehen, wie ein Unternehmen mit seinem Umfeld umgeht und wie es mit seinen Kunden umgeht.

Ein zentraler Aspekt der Kultur ist, wie die Mitarbeiter über ihre Arbeit denken. Kommen sie jeden Tag motiviert  ins Büro? Bewundern sie das Managementteam oder haben sie ein gutes Verhältnis zu ihm?

Im Gegensatz zu den jährlichen Umsatzzahlen sind diese Überlegungen schwer zu quantifizieren, aber sie können ebenso wichtig sein, wenn es darum geht, festzustellen, ob ein Unternehmen eine gute Perspektive hat.

Die Mitarbeiterbewertungsseite Glassdoor bietet direktes Feedback von Mitarbeitern zu einem Unternehmen und ermöglicht Investoren einen Einblick in deren Funktionsweise. Du wirst hier feststellen, dass einige der beständigsten Aktien in Bezug auf die Mitarbeiterzufriedenheit am höchsten eingestuft werden.

Selten führt ein toxisches Arbeitsumfeld zum langfristigen Erfolg eines Aktienkurses.

Wenn Verbraucher feststellen, dass ein geliebtes Unternehmen ein schlechtes Umfeld für seine Mitarbeiter bietet, reagieren sie entsprechend. Uber (WKN:A2PHHG) zum Beispiel wurde 2013 von seinen eigenen Fahrern wegen der unfairen Löhne, die sie erhielten, verklagt und in den folgenden Jahren von einer Reihe von Skandalen heimgesucht, die sexuelle Belästigung und Rassismus im oberen Management betrafen. Die Vielzahl von Kontroversen hat bis zu 10 Mrd. US-Dollar Unternehmenswert gekostet.

Nach einem CEO-Wechsel und einer Reform der Unternehmenskultur verfügt Uber nun jedoch über 4,3 von 5 Sternen auf Glassdoor sowie eine insgesamt verbesserte Reputation.

Hier sind drei Unternehmen, die die Bedeutung einer guten Unternehmenskultur vom ersten Tag an in den Mittelpunkt gestellt haben.

1. Netflix

Es gibt nur wenige Unternehmen, die enger mit Kultur verbunden sind – im wahrsten Sinne des Wortes – als Netflix (WKN:552484).

Im Jahr 2009 veröffentlichte der Streaming-Dienst sein berühmtes „Kulturdeck“, in dem er die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigte, wie er das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter sichert. Das lange Dokument beeindruckte Unternehmen im Silicon Valley und darüber hinaus durch seine ausgefeilte, tiefgehende Herangehensweise an die Unternehmenskultur und veranlasste Facebooks Sheryl Sandberg sogar, es als „das wichtigste Dokument, das je aus dem Valley kam“, zu bezeichnen.

Was hat Netflix richtig gemacht? Aufbauend auf seiner internen Mission, „Menschen über den Prozess zu stellen“, vermied es das Unternehmen, „Superstars“ mit schlechter Einstellung – oder „brillante Idioten“, wie CEO Reed Hastings sie nennt – einzustellen, zugunsten einer flacheren Hierarchie und einer Betonung von Teamarbeit, Kommunikation und ehrlichem Feedback. Darüber hinaus bietet Netflix weiterhin beneidenswerte Vergünstigungen wie unbegrenzten Urlaub.

Das Ergebnis ist, dass das Unternehmen regelmäßig die Spitzenplätze bei Umfragen über die besten Unternehmen, für die man arbeiten kann, belegt und sich erfolgreich an Millennials als fortschrittliches Technologiezentrum der Westküste vermarktet hat, ohne die lästigen Klischees.

2. Shopify

Shopify (WKN:shopi) ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine gesunde Unternehmenskultur zu hohen Aktienrenditen führt. Die Mitarbeiter des E-Commerce-Giganten sprechen begeistert davon, wie das Unternehmen sie dabei unterstützt, neues zu lernen.

CEO Tobias Lutke hat gesagt, er „möchte, dass Shopify ein Unternehmen ist, das das nächste Jahrhundert schon jetzt sieht. Um uns dorthin zu bringen, müssen wir nicht nur zukünftige Handelstrends und Technologien richtig vorhersagen, sondern auch die gesamte Branche vorantreiben.“

Unter dem Hashtag #LifeatShopify sendet das Unternehmen Informationen zu Urlaubspartys, zu seinem Onboarding-Prozess und zu Geschenken für seine Mitarbeiter und vermittelt so einen Eindruck von Offenheit am Arbeitsplatz, der sich leicht in Kundenvertrauen umwandeln lässt.

Seit MyWallSt 2016 dieses innovative Technologieunternehmen ausgewählt hat, ist sein Aktienkurs um fast 600 % gestiegen; es bekam eine Gesamtbewertung von 4 Sternen von 5 für die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

3. Alphabet

„Don’t be evil“ war das inoffizielle Motto von Google und ist in der gesamten Unternehmenskultur deutlich vertreten. Obwohl Alphabet (WKN:A14Y6H) (WKN:A14Y6F) es vor Kurzem geändert hat in „das Richtige tun“, ist die Bedeutung von beiden eindeutig – Google sucht nach dem Richtigen, und der erste Ort, an dem sie das tun, ist auf dem Google Campus.

Google erhält stets hervorragende Mitarbeiterbewertungen für die Atmosphäre und Kultur in seinen Büros. Neben den Vorteilen wie kostenlosen Mahlzeiten und Spendenabgleich stellt Google den Mitarbeitern 20 Stunden Arbeitszeit pro Jahr für Freiwilligendienste zur Verfügung.

Glassdoor Reviews zitieren konsequent das Engagement für die Förderung der Work-Life-Balance der Mitarbeiter. Googler können vom Koch- bis zum Programmierunterricht auf dem Campus alles machen und erhalten eine Studiengebührenerstattung, wenn sie an die Universität gehen. Die Gesamtbewertung auf Glassdoor liegt bei 4,3 von 5 Sternen.

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Dieser Artikel wurde von MyWallSt auf Englisch verfasst und am 01.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien) und Apple. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

MyWallSt betreibt eine vollständige Offenlegungsrichtlinie. MyWallSt Mitarbeiter halten derzeit Long-Positionen in Alphabet (Google), Netflix und Shopify. Lies hier unsere Richtlinien zur vollständigen Offenlegung.

Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Randi Zuckerberg, ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester von dessen CEO Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Facebook, Netflix und Shopify und empfiehlt sie. The Motley Fool empfiehlt Uber Technologies.