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BASF-Aktie nach Gewinnwarnung: Das müssen Investoren jetzt wissen!

Foto: Public Domain

Es hatte sich bereits ein wenig abgezeichnet. Seit einigen Tagen ist es nun jedoch bekannt: Auch der DAX-Chemieriese BASF (WKN: BASF11) zollt den aktuellen handelspolitischen und konjunkturellen Entwicklungen seinen Tribut und musste eine Gewinnwarnung aussprechen.

Die Aktie knickte natürlich im Nachgang dieser Meldung ein wenig ein. Obwohl sich diese Entwicklung abgezeichnet hatte, dürfte diese Meldung viele Investoren auf dem falschen Fuß erwischt haben.

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Doch ist diese Gewinnwarnung wirklich so übel? Schauen wir diesbezüglich mal auf ein paar spannende Aspekte rund um die BASF-Aktie.

So stark wurden die Prognosen jetzt revidiert

Um eine kleine, voreilige Einschätzung vorweg zu nehmen: Ja, die Einschnitte innerhalb der eigenen Prognosen sind definitiv nicht zu unterschätzen. Denn, zur Erinnerung, im Vorfeld dieser Anpassung ist das Management noch von einer leichten Verbesserung der Umsätze ausgegangen, bei einem gleichzeitigen leichten Anstieg der Ergebnisse. Diese Aussicht musste BASF nun erheblich zusammenkürzen.

Das Management geht derzeit nämlich eher davon aus, dass die Umsätze im Jahresvergleich erneut leicht zurückgehen werden. Das Ergebnis soll hingegen stärker zurückgehen. Das EBIT könnte demnach möglicherweise um bis zu 30 % unter dem Vorjahresniveau liegen, das – wie viele Investoren wohl wissen dürften – ebenfalls bereits deutlich schlechter als noch im Jahr 2017 gewesen ist.

Bereits im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres soll sich diese Entwicklung abgezeichnet haben. So läge dieses Zahlenwerk nach vorläufigen Zahlen deutlich unter den vorherigen Erwartungen. Die Umsätze sanken demnach um 4 % auf 15,2 Milliarden Euro, das EBIT vor Sondereinflüssen brach hingegen um fast die Hälfte auf lediglich noch 1,0 Milliarden Euro ein. Diese Prognose müssen viele Investoren womöglich erst einmal verdauen.

Gründe klar, Blick auf die Zahlen je Aktie

Die Gründe für diesen pessimistischen Ausblick sollten eigentlich relativ klar sein. Der Handelskrieg belastet gegenwärtig. Zudem ist das BASF-Management möglicherweise zu optimistisch in das aktuelle Börsenjahr gestartet, was hier insbesondere innerhalb der zyklischen Bereiche wie der Automobilindustrie nun zu weiteren Einbrüchen und Anpassungen führen musste.

Interessant für alle Investoren dürfte jedoch noch sein, wie sich dieser erneute Einbruch auf die Zahlen je Aktie auswirken dürfte. Bei einem 2018er Gewinn je Aktie in Höhe von 5,12 Euro würde ein 30 %iger Einbruch nun möglicherweise zu einem Wert in Höhe von ca. 3,60 Euro führen. Das wäre definitiv ein starker Dämpfer, allerdings könnte die zuletzt gezahlte und hoffentlich gemäß der eigenen Dividendenpolitik weiterhin konstante Dividende in Höhe von 3,20 Euro selbst nach der Senkung dieser Prognose im kommenden Jahr noch sicher sein.

Investoren sollten daher trotz dieser heftigen Anpassung der Prognosen vielleicht lieber die Füße stillhalten, das aktuelle Geschäftsjahr 2019 abhaken und sich darauf fokussieren, wo die Reise hier über das derzeitige und wohl eher weitere Krisenjahr hinaus hingehen wird.

Es ist ein schwieriges Marktumfeld, aber …

Wie wir daher letztlich sehen können, bleibt das derzeitige Umfeld für zyklische Aktien weiterhin schwierig. Viele zyklische Aktien, insbesondere auch aus dem Chemiebereich, haben inzwischen ihre eigenen Erwartungen angepasst. Konjunkturelle und handelspolitische Sorgen hinterlassen hier derzeit eine größere operative Schneise der Zerstörung.

Nichtsdestoweniger dürften auch die Marktteilnehmer zunehmend pessimistisch auf derartige Aktien blicken, was die Aktien aus langfristiger Perspektive vielleicht interessant werden lassen könnte. Zumindest könnten hier eine glimpflichere Handelskriegseinigung oder eine weitere Annäherung für etwas Entspannung sorgen – wer weiß.

Auch wenn es gegenwärtig schwierig erscheint, könnte Geduld bei der BASF-Aktie daher nun die Tugend der Stunde sein.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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