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Warren Buffetts Berkshire Hathaway bekam gerade 300 Mio. US-Dollar extra

Die Ergebnisse der zweiten Runde der jährlichen Comprehensive Capital Analysis and Review (CCAR) der Federal Reserve wurden gerade veröffentlicht und die Ergebnisse dieses Stresstests zeigten, dass die meisten Banken gut dastehen. Das heißt, selbst beim Eintritt eines stark negativen Konjunkturszenarios, das unter anderem aus einem Anstieg der Arbeitslosenquote um 6 Prozentpunkte, einem Rückgang der Aktien um 50 %, einem Rückgang der Inlandswerte um 25 % und Rezessionen in mehreren internationalen Volkswirtschaften bestehen würde, würden die größten US-Banken angemessen kapitalisiert bleiben.

Das ist eine ausgezeichnete Nachricht für Berkshire Hathaway (WKN:854075) (WKN:A0YJQ2), da ein großer Teil des Aktienportfolios von 205 Mrd. US-Dollar aus Bankaktien besteht, die dem Stresstest unterzogen wurden.

Insbesondere gab es bei keiner der Großbanken, die Berkshire Hathaway im Portfolio besitzt, von der Fed Einwände gegen ihre Kapitalpläne. Damit ist der Weg frei für Dividendenerhöhungen und Aktienrückkäufe und die Banken haben hier sicherlich nicht enttäuscht. Erfahre hier, wie sich die neuesten Stresstestergebnisse auf die Bankaktien von Berkshire ausgewirkt haben und was sie für das Unternehmen bedeuten.

Wie sich der Stresstest auf Berkshire Hathaway auswirkt

Von den 18 Banken, die in diesem Jahr dem Stresstest unterzogen wurden, befinden sich sieben im Portfolio von Berkshire. Hier ist eine Übersicht darüber, um wie viel jede ihre Dividende erhöht hat und was das für die Dividendeneinnahmen von Berkshire bedeutet.

Unternehmen Zahl der Aktien Dividendenerhöhung pro Aktie (vierteljährlich) Extrageld für Berkshire
Bank of America (WKN:858388) 896.167.600 0,03 USD 26.89  Mio. USD
Wells Fargo (WKN:857949) 409.803.773 0,06 USD 24.59  Mio. USD
Goldman Sachs (WKN:920332) 18.353.635 0,40 USD 7.34  Mio. USD
U.S. Bancorp (WKN:917523) 129.308.831 0,05 USD 6.47  Mio. USD
JPMorgan Chase (WKN:850628) 59.514.932 0,10 USD 5.95  Mio. USD
PNC Financial (WKN:867679) 8.671.054 0,20 USD 1.73  Mio. USD
Bank of New York Mellon (WKN:A0MVKA) 80.937.250 0,03 USD 2.43  Mio. USD

DATENQUELLE: UNTERNEHMENSPRESSEMITTEILUNGEN, BERKSHIRE HATHAWAY SEC-MELDUNGEN (BETEILIGUNGEN ZUM 31. MÄRZ 2019) UND EIGENE BERECHNUNGEN DES AUTORS. ZAHLEN KÖNNEN AUFGRUND VON RUNDUNGEN NICHT PERFEKT ADDIERT WERDEN.

Daher wird Berkshire aufgrund der positiven Stresstestergebnisse mehr als 300 Mio. US-Dollar an zusätzlichen Dividendeneinnahmen pro Jahr erhalten.

Warren Buffett ist wahrscheinlich noch begeisterter vom folgendem Aspekt sein

Zusätzlich zu den Dividenden kündigten die meisten an den Stresstests beteiligten Banken auch Erhöhungen der Aktienrückkaufpläne an. Einige von Berkshires Bankaktien enthüllten ziemlich beeindruckende Zahlen:

  • Die Bank of America genehmigte Rückkäufe in Höhe von 30 Mrd. US-Dollar im Zeitraum von Juli 2019 bis Juni 2020, eine Steigerung von 10 Mrd. US-Dollar gegenüber dem Vorjahr.
  • JPMorgan Chase genehmigte einen Rückkaufplan in Höhe von 29,4 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 8,7 Mrd. US-Dollar entspricht.
  • Wells Fargo kündigte Rückkäufe in Höhe von bis zu 23,1 Mrd. US-Dollar an. Das ist eigentlich ein leichter Rückgang gegenüber den im vergangenen Jahr genehmigten 24,5 Mrd. US-Dollar.
  • Goldman Sachs erhöhte seine Rückkaufgenehmigung in diesem Jahr auf 7 Mrd. US-Dollar, gegenüber 5 Mrd. US-Dollar vor einem Jahr.
  • PNC Financial genehmigte Rückkäufe in Höhe von 4,3 Mrd. US-Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.
  • U.S. Bancorp wird im kommenden Jahr Aktien für bis zu 3,0 Mrd. US-Dollar zurückkaufen, genauso wie im Vorjahr.
  • Die Bank of New York Mellon erhöht ihre Rückkaufgenehmigung um 20 % auf 3,94 Mrd. US-Dollar.

Buffett hat in den letzten Quartalen in aggressiver Weise Bankwerte in das Portfolio von Berkshire aufgenommen, was darauf hindeutet, dass er viel Wert in der Branche sieht. Da Buffett Rückkäufe liebt, wenn eine Aktie unter ihrem inneren Wert gehandelt wird, ist es möglich, dass das Orakel von Omaha noch mehr von den Rückkäufen seiner Bankaktien begeistert sein könnte als von deren Dividendenerhöhungen.

Das Entscheidende ist, dass Berkshire eine doppelte Dosis an guten Nachrichten erhält. Die jährlichen Dividendeneinnahmen steigen um rund 300 Mio. US-Dollar, die dann für weitere Aktienkäufe oder Übernahmen verwendet werden können. Diese Unternehmen, die Buffett im Allgemeinen für unterbewertet hält, planen, Aktien in einem aggressiven Tempo zurückzukaufen. Kurz gesagt, es ist ein guter Tag, um Bankinvestor zu sein.

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Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 29.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien und empfiehlt Berkshire Hathaway.