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Ein Analyst rät zu diesen 2 Chipaktien

Der Handelskrieg zwischen den USA und China hat gleich auf mehrere Wirtschaftssektoren weitreichende Auswirkungen gehabt. Die Halbleiterindustrie hat sich in jüngster Zeit zu einem Schwerpunkt entwickelt, insbesondere bei Fragen des geistigen Eigentums. Die Trump-Regierung begann, den Export von Hightech-Waren und anderen wichtigen Technologien nach China einzuschränken, und das Reich der Mitte hat in gleicher Weise reagiert. Da China etwa 35 % der weltweiten Halbleiterkäufe tätigt, nimmt das die US-Chiphersteller hart mit.

Trotz des Handelskriegs gibt es laut Wedbush-Analyst Matthew Bryson nach wie vor überzeugende Möglichkeiten für Investoren im Chipsektor. Am Donnerstag rief er dazu auf, NVIDIA (WKN: 918422) und Advanced Micro Devices (WKN: 863186) zu kaufen.

Werfen wir mal einen Blick darauf, was den Analysten so überzeugt hat, und überlegen, ob Anleger seinem Rat folgen sollten.

NVIDIA stellt sich auf ein Comeback ein

Bryson stufte NVIDIA als „Outperform“ ein (was im Wesentlichen einen Rat zum Kauf bedeutet) und erwartet, dass der Preis in den kommenden zwölf Monaten auf 184 US-Dollar steigen wird, etwa 16 % mehr als der Stand von Ende Juni.

Diese Bewertung folgt auf eine für NVIDIA herausfordernde Zeit. Die Aktien wurden in den letzten Monaten abgestoßen, was auf weit mehr als nur Bedenken zum Thema „Handelskrieg“ zurückzuführen ist. Das Unternehmen litt unter Umsatzeinbußen in zwei zuvor stark wachsenden Märkten – Kryptowährungen und Rechenzentren.

NVIDIA hat die Welle der wachsenden Popularität von Kryptowährungen in den letzten Jahren für sich nutzen können und der Prozess der Validierung der digitalen Transaktionen wurde von NVIDIAs Grafikprozessoren (GPUs) mit Abstand am besten durchgeführt. Als die Handelsblase der Kryptowährung platzte und die Preise abstürzten, gab es ein Überangebot an GPUs. Wohin bloß damit?

Das Unternehmen verzeichnete eine ähnliche Nachfrageschwäche bei den GPUs für Cloud-Computing, Rechenzentren und künstliche Intelligenz, als der Handelskrieg und die wirtschaftliche Unsicherheit mehr und mehr im Mittelpunkt standen.

Bryson glaubt, dass diese Probleme weitgehend ausgeräumt sind. „Obwohl wir keine Erholung der Nachfrage bei Krypto sehen (auch wenn die zuletzt gestiegenen Preise sicherlich das Potenzial für eine Belebung der Minings schaffen), glauben wir, dass sich die Bestände an Gaming-GPUs weitgehend normalisiert haben.“

Darüber hinaus ist der Analyst der Ansicht, dass NVIDIA sich als Marktführer in diesen wachstumsstarken Märkten etabliert hat – nämlich Rechenzentren, Spiele sowie intelligente und selbst fahrende Fahrzeuge – und diese Technologien dazu beitragen werden, das zukünftige Wachstum voranzutreiben.

Advanced Micro Devices hat einen Vorteil

Bryson gab auch AMD ein Outperform-Rating und ein Kursziel von 35 US-Dollar, das etwa 17 % über dem Schlusskurs vom Mittwoch lag.

„Wir denken, dass AMD dank seiner neuen Technologien und Produkte in den kommenden Jahren in der Lage sein wird, Intel (WKN: 855681) einen großen Teil des Marktes abzunehmen, sowohl im PC- als auch im Servermarkt“, schrieb Bryson.

Grund soll AMDs Chiplet-Architektur sein, die eine Möglichkeit bietet, mehrere kleinere Bausteine zusammenzusetzen, um einen Prozessor zu bauen, anstatt sie als einen einzigen Chip herzustellen. So soll die Leistung gesteigert werden, da es immer schwieriger wird, immer mehr Transistoren auf immer kleinere Mikrochips zu pressen – wenn nicht sogar bald unmöglich.

Die neuesten Prozessoren von AMD könnten auch Marktanteile vom Branchenführer Intel im CPU-Markt gewinnen. Branchenbeobachter wurden darauf aufmerksam, als AMD seine neue Linie von Zen-2-Desktopprozessoren auf den Markt brachte, die im Juli in den Handel geht. Die Ryzen-Prozessoren übertrafen in Benchmark-Tests Intel-Chips, was zu einer höheren Nachfrage führen könnte.

Die Aktie von AMD hat in diesem Jahr bereits mehr als 65 % zugelegt, aber dank der hochmodernen Chipdesigns und der schnellen neuen Prozessoren könnte da noch einiges gehen.

Die Flut hebt alle Boote

Der gesamte Chipsektor bekam Anfang dieser Woche einen weiteren Auftrieb, als der Flash-Speicherhersteller Micron Technology (WKN: A1K030) zweistellig zulegte. Grund waren unerwartet gute Ergebnisse, die zu signalisieren schienen, dass das globale Überangebot an Prozessoren beseitigt ist und Kunden neue Prozessoren brauchen.

Man weiß nie, ob das Schlimmste für die Halbleiterindustrie vorüber ist, aber diese Unternehmen bieten trotz der anhaltenden Unsicherheiten auf dem Markt überzeugende Möglichkeiten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von NVIDIA. Danny Vena besitzt Aktien von NVIDIA.

Dieser Artikel erschien am 27.6.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.