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3 enttäuschende IPOs, die sich in der zweiten Jahreshälfte wieder erholen sollten

Mehr als 50 der 80 Unternehmen, die in diesem Jahr in den USA bereits an die Börse gegangen sind, liegen im Plus gegenüber ihren IPO-Preisen und haben sich 2019 teilweise sogar mehr als verdreifacht. Jeder spricht gerne über die Gewinner, aber lass uns nicht die mehr als zwei Dutzend Aktien ignorieren, die derzeit unter ihren Emissionspreisen gehandelt werden.

Lyft (WKN: A2PE38), Linx S.A. (WKN: A2PMJY) und SciPlay (WKN:  A2PH5W) sind alle in den ersten sechs Monaten dieses Jahres an die Börse gegangen und es handelt sich bei allen um enttäuschende IPOs. Lasst uns herausfinden, wo bei den drei ungeliebten Investitionen etwas schiefgelaufen ist.

1. Lyft: Rückgang um 9 %

Es mag den Anschein haben, dass der zweitgrößte Ride-Hailing-Service des Landes seit seinem Markteintritt im März im Rückwärtsgang stecken geblieben ist, aber er hat inzwischen den Schalter umgelegt. Seit dem Durchschreiten der Talsohle Mitte Mai sind die Aktien um mehr als 30 % gestiegen. Es ist natürlich immer noch ein schadhafter Börsengang, aber der Kurs ist von einem viel ungemütlicheren Ort zurückgekehrt.

Lyft wächst schneller als der Branchenführer und die Trends sind ermutigend. Andy Hargreaves von KeyBanc gab vor einigen Tagen einen optimistischen Kommentar heraus und argumentierte, dass das Kundenwachstum und die indexierten Ausgaben in den ersten zwei Monaten des zweiten Quartals die Analystenschätzungen übertrafen. Er schätzt die Aktie neutral ein und hält die kurzfristigen Erwartungen des Marktes an Lyft für angemessen.

2. Linx S. A.: Rückgang um 3 %

Eine der heißesten Aktien dieses Jahres ist eine lateinamerikanische Tech-Aktie, aber der Markt hat sich nicht von einem weiteren lateinamerikanischen Technologieunternehmen betören lassen, als es im Juni an die Börse ging. Linx bietet Cloud-basierte Unternehmenssoftware für lateinamerikanische Einzelhändler an. Auf seiner sich entwickelnden Plattform bietet es Einzelhändlern alles, von betriebswirtschaftlichen Modulen bis hin zu Zahlungslösungen. Laut den Marktforschern von IDC hatte sie 2017 einen hohen Anteil von 41,3 % am Softwaremarkt für den Einzelhandel.

Linx erwirtschaftet den Löwenanteil seiner Einnahmen aus Aboverträgen rund um sein Lösungsspektrum mit Einzelhändlern. Das machte bereits 2018 beachtliche 87 % seines Bruttoumsatzes aus – im ersten Quartal dieses Jahres stieg dieser Anteil sogar auf 89 %. Die gute Nachricht ist, dass das Wachstum hier gesund und stabil ist. Die wiederkehrenden Umsätze stiegen im gesamten vergangenen Jahr um 16 %, im ersten Quartal um 18 %. Die Kunden sind zufrieden und die Kundenerneuerungsrate lag im letzten Quartal bei 99,2 %. Der Kurs von Linx S. A. ist seit dem Börsengang bei 9,40 US-Dollar letzte Woche leicht gesunken, aber Investoren sollten aufhorchen, wenn es gelingt, noch ein paar weitere Perioden mit stetigem zweistelligem Wachstum abzuschließen.

3. SciPlay: Rückgang um 14 %

Es ist mehr als zwei Monate her, seit Scientific Games, der Spezialist für Spiele und Lottotechnologie, SciPlay ausgründete. Dabei handelt es sich um einen Anbieter von Onlinegames für Gelegenheitsspieler, der schneller wächst als Scientific Games selbst. Das neue Angebot startete am ersten Handelstag 13 % höher, aber das war dann auch schon der Höhepunkt.

Das Umsatzwachstum verlangsamte sich im vergangenen Jahr auf 15 %, nachdem es 2017 noch um 31 % gestiegen war, beschleunigte sich aber in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf 21 %. SciPlay begann 2019 mit 2,6 Millionen täglich aktiven Nutzern und 8,3 Millionen monatlich aktiven Nutzern für seine Social-Casino-Apps. Glücksspiel-Apps werden immer riskant sein, aber es ist schwer zu verstehen, warum der Markt SciPlay nicht etwas weniger kritisch beurteilt, wo sich doch das Wachstum sogar wieder beschleunigt.

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Rick Munarriz besitzt keine der genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rick Munarriz auf Englisch verfasst und am 02.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.