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GoPro oder Fitbit – welche Aktie ist besser für antizyklisch denkende Anleger?

GoPro (WKN:A1XE7G) und Fitbit (WKN:A14S7U) haben die Anleger vergrault. GoPro, das Action-Kameras groß auf den Markt brachte, ging 2014 zu 24 US-Dollar in den öffentlichen Handel und stieg in den Monaten darauf auf knapp über 90 US-Dollar, aber mittlerweile wird die Aktie zu etwa 6 US-Dollar pro Stück gehandelt. Fitbit, der First Mover bei Fitnesstrackern, ging 2015 zu 20 US-Dollar pro Aktie an die Börse und stieg einige Monate später auf fast 50 US-Dollar. Stand heute: traurige 4 US-Dollar pro Aktie.

GoPro und Fitbit haben komplett neue Märkte erschaffen, aber billigere Wettbewerber konnten die Kernprodukte recht leicht nachbauen. Die Einführung neuer Produkte ging nur langsam voran und neue Technologien stellten weitere Herausforderungen dar – etwa verbesserte Smartphonekameras und voll ausgestattete Smartwatches.

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GoPro und Fitbit haben beide ihr Geschäft in neue Märkte ausgedehnt, um diese Rückgänge zu kompensieren. GoPro brachte Virtual-Reality- und 360-Grad-Kameras auf den Markt, während Fitbit Tracker und Smartwatches mit neuen und verbesserten Funktionen verkaufte. Beide Unternehmen haben auch ihre digitalen Ökosysteme um Abonnementdienste erweitert, um Kunden zu binden.

Viele Investoren haben GoPro und Fitbit bereits für tot erklärt, aber beide Aktien werden nun unter ihren Umsatzschätzungen für das laufende Jahr gehandelt. Ist also wenigstens eine der beiden Aktien eine interessante Wette für Value-Anleger?

GoPros unerwartete Erholung

GoPros Umsatz sank 2018 im Jahresverglecih um 3 %, 2017 stagnierte das Wachstum, 2016 ging es um 27 % zurück. Das sieht düster aus, aber der Umsatz stieg im ersten Quartal um 20 % pro Jahr.

GoPro führte dieses Wachstum hauptsächlich auf die steigende Nachfrage nach der HERO7 Black-Kamera (die 90 % des Umsatzes erzielte), höhere durchschnittliche Verkaufspreise, jährliche Marktanteilszulagen auf dem US-Action-Kameramarkt und ein robustes Wachstum in Asien zurück. Die Zahl der GoPro-Plus-Abonnenten stieg ebenfalls um 50 % im Jahr auf 220.000.

Auch die bereinigte Bruttomarge von GoPro stieg im Jahresvergleich um fast 10 Prozentpunkte auf 34,2 %, da man die Betriebskosten um 16 % senkte. Diese Verbesserungen reduzierten den bereinigten Nettoverlust von 47,4 auf nur noch 10,2 Millionen US-Dollar.

Für das Gesamtjahr erwartet GoPro ein Umsatzwachstum von 7 bis 10 % bei einem bereinigten Gewinn von 0,25 bis 0,45 US-Dollar pro Aktie – verglichen mit einem Verlust von 0,23 US-Dollar pro Aktie im Jahr 2018. Man erwartet, dass die Erholung durch höhere Margen von GoPro Plus, höhere Kameraversandkosten und stabile Preise gehalten wird – was darauf hindeutet, dass der Kamerahersteller sich keine Sorgen um den Wettbewerb macht.

Einfach ausgedrückt, GoPro hat sein Geschäft richtig eingeschätzt und sich darauf konzentriert, in der Nische dominant zu sein, anstatt weiterhin halb gar in andere Märkte wie etwa Drohnen zu expandieren – was ja im Jahr 2016 mit der Einführung der Karma-Drohne spektakulär in die Hose ging. Außerdem ist es nicht verkehrt, Kunden über GoPro Plus zu binden, damit sie am Ball bleiben, selbst wenn neue Produkte auf sich warten lassen.

Für Fitbit wird es härter

Der Umsatz von Fitbit sank 2018 um 6 %, verglichen mit einem Rückgang von 26 % im Jahr 2017 und 17 % im Jahr 2016. Der Umsatz von Fitbit stieg im ersten Quartal im Jahresvergleich um 10 %, weil die neuen Geräte Charge 3, Inspire, Inspire HR und Versa Lite, die mehr als zwei Drittel des Umsatzes ausmachten, sich besser verkauften als zuvor.

Der durchschnittliche Verkaufspreis sank jedoch weiter und die bereinigte Bruttomarge sank von 47,1 auf 34,2 % – was darauf hindeutet, dass man immer noch Schwierigkeiten hatte, sich im bereits vollen Wearables-Markt hervorzuheben. Fitbit reduzierte seine Betriebskosten auf Jahresbasis um 13 %, aber der bereinigte Nettoverlust verringerte sich nur leicht von 41 auf 38,1 Millionen US-Dollar.

Fitbit erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatzanstieg von 1 bis 4 %, geht aber weiterhin von einem Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise aus, da das Unternehmen versucht, seine „Community der aktiven Nutzer“ zu vergrößern. Mit anderen Worten, man ist bereit, billigere Geräte zu verkaufen, um Konkurrenten wie Apple und Xiaomi zu trotzen, die beide im vergangenen Jahr laut IDC Fitbit bei Verkäufen hinter sich gelassen haben.

Fitbit erwartet für das Gesamtjahr eine bereinigte Bruttomarge von 40 %, verglichen mit 40,9 % im Jahr 2018. Es wird jedoch erwartet, dass das Wachstum der Softwaredienstleistungen von Fitbit Health Solutions die Bruttomarge leicht ansteigen lässt.

Fitbit gab keine Gewinnprognose für das Gesamtjahr ab, aber Analysten erwarten einen bereinigten Verlust von 0,15 US-Dollar pro Aktie, verglichen mit einem Verlust von 0,76 US-Dollar pro Aktie im Jahr 2018. Dieser Ausblick zeigt, dass Fitbit nicht zum Scheitern verurteilt ist, aber man dürfte es deutlich schwerer haben als GoPro.

Der Gewinner: GoPro

Ich bin weder von der einen noch der anderen Aktie so richtig überzeugt. Ich bevorzuge generell langfristige Investitionen und es ist schwer zu sagen, wo GoPro und Fitbit in fünf Jahren stehen werden.

Wenn ich heute einen der Kandidaten wählen müsste, würde ich bei GoPro bleiben. Der Wettbewerb ist geringer, da viele seiner Konkurrenten sich aus dem Markt zurückgezogen haben, und der Weg in die Rentabilität scheint klarer zu sein. Die Aussichten von Fitbit sind recht düster und es könnte noch einmal schwieriger werden, wenn Apple, Xiaomi und andere Unternehmen neue tragbare Geräte auf den Markt bringen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Fitbit. Leo Sun besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel erschien am 24.6.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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