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Hier könnte Alibaba Konkurrent Amazon jetzt ausstechen!

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Alibaba (WKN: A117ME) und Amazon (WKN: 906866) sind zwei spannende und große E-Commerce-Akteure. Während Alibaba eher den chinesischen und asiatischen Bereich dominiert, konnte sich Amazon bislang eher in der westlichen Welt etablieren. Bislang, so schien es zumindest, konnten sich die beiden Schwergewichte weitgehend aus dem Weg gehen.

Für zwei Konzerne mit internationalen Ambitionen schien ein Zusammenprall früher oder später jedoch mehr als wahrscheinlich. Und zumindest in einer Region könnten die beiden Internetriesen nun aufeinanderprallen, was weitreichende Folgen haben könnte.

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Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, was Investoren diesbezüglich wissen sollten.

Brasilien als erster Kriegsschauplatz?

Wie unter anderem das Börsenmedium „Der Aktionär“ berichtet, scheinen beide E-Commerce-Akteure nun in Brasilien aneinanderzugeraten. Der lateinamerikanische Staat, der, gemessen an der Fläche, zu den fünf größten Ländern zählt, sei demnach auch der viertgrößte Internetmarkt weltweit. Ein potenzieller Konflikt in diesem Bereich könnte daher weitreichende Konsequenzen haben.

Im Rahmen ihrer derzeitigen Expansion würden sowohl Alibaba als auch Amazon nun zunehmend aneinandergeraten, wobei Amazon bereits seit 2012 in diesem Land vertreten ist, Alibaba jedoch erst seit 2015 mit seiner Plattform AliExpress.

Speziell die Tatsache, dass nun die brasilianische Regierung die hiesige Post privatisieren möchte, scheint der berühmt-berüchtigte Funke zu sein, der das Pulverfass zum Explodieren bringen könnte. Denn sowohl Alibaba als auch Amazon hätten mit einer möglichen Kontrolle über die Post einen Standort- und Logistikvorteil.

Der jeweils andere natürlich den entsprechenden Nachteil und könnte sich womöglich in die Abhängigkeit des anderen begeben müssen. Vielleicht könnte dieser Auslöser dazu führen, dass die bisherige, weitgehend konfliktfreie Koexistenz nun beendet wird.

Früher oder später wäre es eh passiert, aber …

Viele Investoren dürften in Anbetracht einer solchen Meldung dazu tendieren, das als längst überfällig abzuhaken. Sowohl Amazon als auch Alibaba sind schließlich bestrebt, ihre jeweiligen Angebote auch regional auszudehnen. Dass es hierbei irgendwann zum Knall kommt, schien, wie gesagt, einfach in der Natur der Sache zu liegen.

Dennoch finde ich es brisant, dass es ausgerechnet im lateinamerikanischen Markt, genauer gesagt in Brasilien passieren könnte. In einem Markt, der trotz seiner Größe als Nebenkriegsschauplatz empfunden werden könnte. Viele hatten womöglich eher auf Europa spekuliert. Oder aber auf China. Oder vielleicht auch auf die USA, denn zumindest hat Alibaba ja inzwischen auch dorthin seine Fühler ausgestreckt.

Brasilien könnte in meinen Augen jedoch noch eine weitere Überraschung beinhalten. Möglicherweise sogar der etwas anderen Art. Denn mit Mercadolibre (WKN: A0MYNP) steht hier ein weiterer Akteur in den Startlöchern, der sich zu einer regionalen Größe entwickelt, die ebenfalls bereits in Brasilien vertreten ist. Sowie aufgrund der Heimatverbundenheit über kulturelle Vorteile verfügt, die für den langfristigen Erfolg dieser Wachstumsgeschichte wichtig werden könnten.

Schauen am Ende beide in die Röhre?

Speziell in Brasilien als erstem Hauptkriegsschauplatz könnte es daher in meinen Augen durchaus passieren, dass sowohl Amazon als auch Alibaba langfristig in die Röhre schauen könnten und sich Mercadolibre als feste erste Adresse etabliert. Ein Szenario, über das man als Investor zumindest einmal nachgedacht haben sollte.

Denn trotz der Größe der beiden Konzerne könnte Lateinamerika für beide ein schwieriger Markt sein, um sich zu etablieren. Der lateinamerikanische E-Commerce-Akteur kennt die dortigen Bedürfnisse jedoch und kann sich vielleicht besser auf sie einstellen.

Vielleicht sollten wir an dieser Stelle daher aufhören, binär in Richtung Amazon oder Alibaba zu blicken. Und in Erwägung ziehen, dass es hier eine lokale Größe geben könnte, die auch ein Wörtchen mitzureden hat.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba und Mercadolibre. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und MercadoLibre.

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