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Tencent-Aktie: Lehren aus dem Krisenjahr 2018 gezogen, Anpassungen laufen!

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Die Tencent (WKN: A1138D)-Aktie hat definitiv ein schwieriges Börsenjahr 2018 hinter sich. Bedingt durch regulatorische Eingriffe seitens der chinesischen Regierung, kam quasi das ganze Spielesegment des Internetriesen weitgehend zum Erliegen. Eine Entwicklung, die sich auch beim Aktienkurs sehr deutlich bemerkbar machte.

In der zweiten Jahreshälfte ging es mit der Tencent-Aktie doch recht deutlich bergab. Notierte das Papier im Sommer des vergangenen Jahres in der Spitze noch bei über 45 Euro je Anteilsschein, korrigierte die Aktie bis zum Herbst im Tiefpunkt um rund 40 % auf zwischenzeitlich noch knapp über 28 Euro.

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Eine Entwicklung, die vielen Investoren natürlich nicht geschmeckt haben dürfte. Allerdings scheint Tencent hier gewillt, einer solchen Bedrohung künftig eher proaktiv begegnen zu wollen, indem man sich selbst einige kleinere Daumenschrauben anlegt, die die Behörden zufriedenstellen sollen.

Das plant Tencent jetzt

Wie Tencent nämlich erklärte, plane man, auch unter Berücksichtigung anderer chinesischer Spielehersteller, den Einschränkungen der Behörden entgegenzuwirken, indem man diesen Kritikern künftig einigen Wind aus den Segeln nimmt. So tüftele man derzeit bereits an eigenen Alterskontrollen bei vielen Spielen, um ein weiteres Eingreifen der Behörden künftig zu verhindern.

Bei diesem Kontrollsystem des jeweiligen Alters der Konsumenten soll es sich um ein System handeln, das ähnlich wie USK oder auch PEGI funktionieren könnte. Zwei Kontrollmechanismen, die vielen Spielern aus den heimischen Gefilden durchaus bekannt sein dürften.

Ob diese Maßnahmen letztlich erfolgreich sein werden und auf Akzeptanz stoßen, sei noch nicht abzusehen. Allerdings könnte ein Plan B ebenfalls eine technische Lösung sein, bei der Spieler mithilfe eines Logins einen Abgleich mit staatlichen Meldedaten durchlaufen müssen.

Fest steht jedenfalls, dass die hiesige Spieleindustrie verstanden hat, dass die behördlichen Restriktionen nach wie vor ein großes Risiko darstellen. Und dass hier eine gewisse Vorbeugung unerlässlich ist, um diesem Risiko entgegenzuwirken.

Der Spielebereich ist bedeutend für Tencent

Speziell für Tencent ist der Spielebereich nämlich noch immer ein starker Umsatzbringer. Und im Grunde genommen das größte Segment, das der Internetriese gegenwärtig in seiner Konzernstruktur vorzuweisen hat.

Bereits im vergangenen Jahr habe ich darauf hingewiesen, dass dieses Segment für rund 40 % der Umsätze der Chinesen steht, definitiv nicht unerheblich. Hier gewissermaßen schützende Maßnahmen zu ergreifen, die die chinesischen Behörden nicht zu einem weiteren Einschreiten bewegen, dürfte daher sowohl im Sinne der Investoren als auch von Tencent sein.

Denn ein Großteil der bisherigen Erfolgs- und Wachstumsgeschichte von Tencent hängt definitiv mit diesem wichtigen und operativ großen Bereich zusammen.

Das Risiko schwebt noch immer über Tencent

Letztlich zeigen jedoch auch diese aktuellen Meldungen, dass stets ein gewisses politisches oder auch behördliches Risiko über der Aktie von Tencent schwebt. Generell wird der Regierung des Reichs der Mitte nachgesagt, kritisch zu sein, was die bisherigen Internetgrößen anbelangt. Speziell der Spielebereich könnte jedoch unter besonderer Beobachtung stehen, wie die Maßnahmen der vergangenen Jahre eindrucksvoll gezeigt haben. Und auch die aktuellen Nachrichten sehr deutlich offenbaren.

Ein Risiko, das Tencent allerdings zu einem gewissen Teil selbst in der Hand halten könnte. Mithilfe der nun eingeleiteten Maßnahmen könnte der Internetkonzern allerdings seinen Kritikern einigen Wind aus den Segeln nehmen. Und hoffentlich künftig etwas mehr Ruhe für den Ausbau seines operativen Geschäfts bekommen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tencent Holdings.

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