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BASF, Covestro und BMW: 3 Profiteure einer glimpflichen Handelsstreit-Einigung!

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping haben es also doch getan: In einem rund 80 Minuten andauernden Gespräch im Rahmen des G20-Gipfels sind beide mehr oder minder stark über ihren eigenen Schatten gesprungen: Sie haben einige Konfliktfelder nun ein wenig entschärft und eine neue Basis für weitere Gespräche geschaffen.

Ob dieser Frieden von Dauer ist, mag natürlich durchaus noch zweifelhaft erscheinen. Nichtsdestoweniger konnten gleich zu Wochenbeginn einige – unter anderem deutsche – Akteure im Kontext dieser Annäherung wieder deutlicher zulegen.

Werfen wir im Folgenden daher einen Blick auf die Aktien von BASF (WKN: BASF11), Covestro (WKN: 606214) und BMW (WKN: 519000), die zu den Profiteuren einer nun wieder wahrscheinlicher gewordenen Einigung zählen könnten.

BASF und Covestro als starke Zykliker

Zwei erste Aktien, die von einem Ende des Handelskonfliktes profitieren könnten, sind zunächst die von BASF und Covestro. Beide DAX-Konzerne zählen hierbei zu den eher stark zyklischen Vertretern, denn immerhin ist die Chemiebranche stark exportabhängig. Beide hatten zudem in letzter Zeit mit ihren individuellen Problemchen zu kämpfen, die auch teilweise deutliche Spuren in den Zahlenwerken, den Prognosen sowie dem Aktienkurs hinterlassen haben.

Eine diplomatische Annäherung zwischen den beiden bedeutenden Volkswirtschaften USA und China hätte möglicherweise vielerlei Auswirkungen auf die jeweiligen Geschäftsmodelle der Chemieriesen. Zum einen könnte sich so beispielsweise die globale konjunkturelle Gesamtsituation wieder deutlich aufhellen, was unterm Strich zu positiveren Zukunftsperspektiven für die gesamte Chemiebranche führen könnte. Allerdings könnte auch operativ hierdurch wieder so einiges in bessere Bahnen gelenkt werden.

Speziell die Aussicht, dass Trump doch nicht so isolatorisch unterwegs sein könnte, wie derzeit angenommen wird, dürfte den stark exportabhängigen Geschäftsmodellen der beiden Konzerne in die Karten spielen. Zumal beide Konzerne auch in China stark vertreten sind.

Eine sich aufhellende konjunkturelle Gesamtsituation könnte daher bei diesen beiden Chemiekonzernen durchaus so einige Wunder bewirken.

BMW mit weniger belastenden Handelsbarrieren

Auch BMW könnte in diesem Sinne ein Profiteur einer solchen Annäherung sein. Das gilt im Grunde aber auch für jeden anderen deutschen Autobauer, der innerhalb der vergangenen Monate und Quartale den Gegenwind innerhalb dieser Branche zu spüren bekommen hat.

Speziell auf BMW gemünzt, könnten jedoch insbesondere die teuren und negativen Effekte wegfallen, die aus dem Zollstreit herrühren. Der Münchener Autobauer rechnete so beispielsweise für dieses Jahr damit, mit Blick auf die Ergebnisse bis zu 500 Millionen Euro zu verlieren. Und zwar einfach bloß, weil der Autobauer gegenwärtig größtenteils versucht, die neuerdings für US-Ausfuhren nach China anfallenden hohen Zölle selbst für die Kunden zu kompensieren, um die Nachfrage nach den eigenen Produkten weiterhin konstant halten zu können.

Sollten diese Handelsbarrieren daher künftig wegfallen, könnte auch BMW zumindest ein kleiner Schritt in eine bessere operative Zukunft glücken. Zumindest das derzeitige Zahlenwerk könnte sich hierdurch spürbar aufhellen, was möglicherweise auch einen Effekt auf die derzeitige Aktienkursentwicklung haben dürfte.

Noch viel hätte, wäre, wenn und aber

Nichtsdestoweniger sind die derzeitigen Schritte zwischen China und den USA allerdings erst einmal kleinere Zugeständnisse. Eine weitreichende Einigung ist hierbei noch immer nicht erzielt. Zudem existieren noch so einige größere Baustellen, die im Kontext des aktuellen Handelskonfliktes nachhaltig gelöst werden müssen. An Herausforderungen scheint es hier definitiv nicht zu mangeln.

Wenn man sich als Investor möglichst frühzeitig mit den Auswirkungen einer solchen Einigung für einzelne, zuletzt kriselnde Aktien und Unternehmen beschäftigt, könnte man jedoch durchaus die ein oder andere spannende Chance entdecken. Daher könnten sich zwar kritische, aber erneut an der Basis ansetzende Überlegungen im Kontext solcher Aktien wieder anbieten.

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Vincent besitzt Aktien von BASF und BMW. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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