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3 Schweizer Dividendenaktien, die interessant werden könnten … doch halt!

Es gibt viele hervorragende Gründe, weshalb man die Schweiz schätzt. Ob es die mit ihr oftmals verbundene politische Neutralität ist, die den Eidgenossen einen gewissen ruhigen Ruf einbringt, oder aber die vielen leiblichen Dinge wie Schokolade oder Käse. Unsere Nachbarn haben so einiges zu bieten.

Auch in der Welt von Aktien und Börse haben unsere Nachbarn durchaus spannende Vertreter. Speziell im Kreise der Dividendenaktien existiert hier einiges, was Einkommensinvestoren schwach werden lassen könnte.

Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf drei grundsätzlich spannende Schweizer Dividendenaktien, die jeder Investor kennen sollte. Und auf ein aktuelles Aber, das es zumindest kurzfristig in sich haben könnte.

Nestlé greift nach dem Adel

Eine erste insbesondere zuverlässige Schweizer Dividendenaktie in diesem Sinne ist zunächst die von Nestlé (WKN: A0Q4DC). Der Lebensmittelkonzern kommt derzeit bereits auf einen Lauf an beachtlichen 23 Jahren in Folge mit jährlichen Dividendenerhöhungen. Eine Konstanz, die viele Einkommensinvestoren grundsätzlich schätzen dürften.

Zudem besitzt Nestlé ein defensives Lebensmittelportfolio, das selbst innerhalb der stark konzentrierten Lebensmittelbranche seinesgleichen sucht. Mit bis zu 6.000 verschiedenen Marken (zumindest zeitweise) und einer ganzen Reihe an qualitativen Marken, die weder aus einem Discounter noch einem Supermarkt wegzudenken sind, ist Nestlé durchaus eine Macht. Eine Macht in einem Segment, das unterm Strich zu den defensiveren gehört, denn bestimmt hast auch du bereits gehört, dass immer gegessen wird – egal, wie es gerade um die Konjunktur steht.

Zuletzt zahlte Nestlé übrigens eine Dividende in Höhe von 2,45 Schweizer Franken aus, was bei einem Kursniveau von 101,39 Schweizer Franken einer Dividendenrendite in Höhe von 2,41 % entsprechen würde. Für eine derart defensive, beständig wachsende Dividendenaktie und einen angehenden Dividendenaristokraten definitiv nicht schlecht.

Roche hat bereits nach dem Adel gegriffen

Eine zweite besonders zuverlässige Schweizer Dividendenaktie ist Roche (WKN: 855167). Der Pharmakonzern hat letztlich jedoch bereits einen Schritt getan, den Nestlé noch erreichen möchte. Denn mit bislang 32 jährlichen Dividendenerhöhungen in Folge sind die Schweizer bereits seit sieben Jahren ein Mitglied im Kreise der Dividendenaristokraten.

Roche hat zudem seine Dividende innerhalb der vergangenen Jahre recht zügig erhöht. Alleine in den vergangenen Jahren stieg die Ausschüttung von 2,00 Schweizer Franken auf das aktuelle Niveau von 8,70 Schweizer Franken, was unterm Strich mehr als einer Vervierfachung innerhalb dieses Zeitraumes entspricht.

Bei einem derzeitigen Kursniveau von 279,05 Schweizer Franken entspräche diese aktuelle Ausschüttung übrigens einer Dividendenrendite in Höhe von 3,11 %. Auch in Anbetracht dieses Wertes könnte das einige Begehrlichkeiten bei Dividendenjägern wecken.

Novartis, ebenfalls auf dem Weg zum Adel

Zu guter Letzt ist auch Novartis (WKN: 904278) eine recht zuverlässige Dividendenaktie. Auch dieser Schweizer Pharmakonzern erhöht nämlich bereits seit 22 Jahren konsequent Jahr für Jahr die eigene Ausschüttung. In den kommenden drei Jahren könnte auch diese Biotechperle daher bereits ein Mitglied im Kreise der Dividendenaristokraten werden.

Für das vergangene Geschäftsjahr 2018 schüttete Novartis übrigens eine Dividende in Höhe von 2,52 Schweizer Franken aus. Eine Ausschüttung, die bei einem aktuellen Aktienkurs von 90,38 Schweizer Franken ebenfalls einer durchaus interessanten, moderaten Dividendenrendite in Höhe von 2,78 % entspricht.

Novartis zählt hierbei ebenfalls zu den rasanteren Erhöhern. Allein in den vergangenen 15 Jahren wuchs hier die Ausschüttungssumme je Aktie von 0,81 Schweizer Franken auf das aktuelle Niveau. Sofern dieses Tempo aufrechterhalten werden kann, könnten hier langfristig ebenfalls bedeutend höhere Dividendenrenditen lauern.

Das große Wenn!

Nichtsdestoweniger unterliegen viele Schweizer Aktien und Dividendenaktien derzeit einer großen Einschränkung. Denn wie du vielleicht bereits mitbekommen hast, befinden sich die Eidgenossen gegenwärtig in einem Disput mit der Europäischen Union über die sogenannte Börsenäquivalenz. Was das bedeutet, kannst du mit Sicherheit in vielen anderen Artikeln genau nachlesen.

Faktisch heißt das nun jedoch, dass eine ganze Reihe Schweizer Aktien momentan für Unionsbürger nicht mehr handelbar ist. Auch wenn dieser Zustand mit Sicherheit über kurz oder lang gelöst werden dürfte, existiert daher im Kontext der Schweizer Dividendenaktien ein großes Wenn, das man als Investor gegenwärtig auf dem Schirm haben sollte.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestle.