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Tilray vs. Green Thumb Industries – welche ist die bessere Cannabis-Aktie?

Foto: Getty Images

Wer direkt nach dem Börsengang (IPO) im vergangenen Jahr Aktien von Tilray (WKN:A2JQSC) gekauft und gehalten hätte, hätte einen schönen Gewinn von mehr als 120 % gemacht. Wer allerdings im Monat davor noch in Green Thumb Industries (WKN:A2JN3P) investiert hätte, hätte jetzt eine Rendite von fast 50 %. Gar nicht so schlecht – aber eben auch viel weniger beeindruckend als Tilrays Performance.

Im Jahr 2019 war Green Thumb Industries (GTI) jedoch bisher der größere Gewinner. Die Aktie ist um 34 % gestiegen, während der Aktienkurs von Tilray im bisherigen Jahresverlauf um 29 % gefallen ist. Frage: Welche dieser beiden Marihuana-Aktien ist jetzt die bessere Wahl? Vergleichen wir doch mal die beiden Aktien miteinander.

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Was für Tilray spricht

Tilray steht hinter vielen der besten kanadischen Cannabisproduzenten in Bezug auf die Produktionskapazität. In Bezug auf die Absätze spielt man jedoch nicht ganz weit oben mit. Es gibt jedoch mehrere Gründe, warum Anleger sich mal genauer damit beschäftigen sollten.

Ein wichtiges Plus für Tilray ist seine starke Präsenz auf dem internationalen medizinischen Cannabismarkt. Das Unternehmen vertreibt seine medizinischen Cannabisprodukte in 12 Ländern und war das erste Unternehmen, das medizinisches Cannabis auf vier Kontinenten verkauft hat. Im letzten Quartal stieg bei Tilray der internationale Umsatz mit medizinischem Cannabis im Vergleich zum Vorjahr um 321 % und trug fast 8 % zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei.

Tilray behauptet auch einen Spitzenplatz auf dem nordamerikanischen Hanfmarkt, und zwar dank einer kürzlich erfolgten Übernahme. Im Februar gab Tilray bekannt, dass man Manitoba Harvest erworben hat, das weltweit größte Hanfunternehmen für Lebensmittel. Die Transaktion konnte unmittelbar den Umsatz von Tilray verbessern und dem Unternehmen den ersten Zugang in die USA verschaffen.

Aber das wahrscheinlich stärkste Argument für den Kauf von Tilray-Aktien sind die Partnerschaften des Unternehmens. Tilray arbeitet mit dem großen Pharmaunternehmen Novartis zusammen, um medizinische Cannabisprodukte in Kanada zu vermarkten, wobei sich die Beziehung später zu einer weltweiten Zusammenarbeit entwickelte. Besonders die Bekanntheit von Novartis sollte Tilray dabei helfen, Zugang zu Ärzten und Apotheken in Europa zu erhalten.

Zudem arbeiten Tilray und der riesige Bierhersteller Anheuser-Busch InBev gemeinsam an der Entwicklung von alkoholfreien Cannabis-Getränken für den kanadischen Markt, der voraussichtlich noch in diesem Jahr starten wird. Es ist möglich, dass die beiden Unternehmen schließlich auch in anderen Segmenten zusammenarbeiten.

Anfang des Jahres unterzeichnete Tilray einen weiteren Partnerschaftsvertrag mit einem großen Unternehmen, der Authentic Brands Group (ABG). Tilray und ABG planen die Vermarktung und den Vertrieb von Cannabis-Produkten für Verbraucher. ABG verfügt über ein breites Sortiment an Verbrauchermarken. Etwa Nine West Fußcremes und Spyder Muskelcremes, die mit CBD von Tilray angereichert sind. Die stehen vielleicht schon Ende 2019 in den Regalen.

Tilrays CEO Brendan Kennedy denkt, dass in Zukunft drei oder vielleicht vier Unternehmen 80 % des weltweiten Cannabismarktes untereinander aufteilen werden. Und natürlich glaubt er, dass Tilray eines dieser Unternehmen sein wird.

Was für Green Thumb Industries spricht

Green Thumb Industries geht davon aus, dass der US-Hanfmarkt in den nächsten 10 Jahren um eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 20 % steigen wird. Das entspricht einem Marktvolumen von 80 Milliarden USD. Und GTI will einer der großen Gewinner dieses rasanten Wachstums sein.

Das Unternehmen ist derzeit in 12 US-Bundesstaaten tätig. GTI besitzt sechs Cannabis-Marken und betreibt 23 Einzelhandelsgeschäfte und 13 Produktionsstätten. Diese Zahlen dürften in naher Zukunft zunehmen.

GTI plant in diesem Jahr die Eröffnung von 15 bis 20 neuen Filialen und hält insgesamt 89 Einzelhandelslizenzen. Und mit 33 US-Bundesstaaten mit legalen medizinischen Cannabismärkten und 11 mit legalem Cannabisverkauf hat GTI viel Platz nach oben zum wachsen.

Tatsächlich muss GTI zum wachsen jedoch gar nicht in weitere Staaten expandieren. Man ist im größten Markt von allen tätig, nämlich Kalifornien, aber der legale Cannabismarkt befindet sich noch in einem frühen Stadium. Der Heimatstaat von GTI, Illinois, war kürzlich der 11. US-Staat, der den Verkauf von Marihuana legalisierte: 2020 geht es dort los.

Natürlich dürfte GTI auch in neue Staaten expandieren. Und natürlich werden auch weitere US-Bundesstaaten Cannabis legalisieren, ganz gleich ob für die Medizin oder für den freien Verkauf.

GTI kann auch noch auf andere Weise wachsen. Dank der Verabschiedung des Farm Bill 2018 ist Hanf in den USA legal. Die Beboe Beauty-Care-Produkte von GTI sind mit hanfbasiertem CBD angereichert und werden von großen Einzelhändlern wie Barneys New York und Neiman Marcus vertrieben.

Die bessere Cannabis-Aktie

Sowohl Tilray als auch Green Thumb Industries dürften enorme Wachstumsaussichten haben. Aber wenn ich nur eine dieser Aktien auswählen dürfte, wäre es GTI.

Tilrays Marktkapitalisierung ist mehr als doppelt so groß wie die von GTI. Allerdings hat die GTI im letzten Quartal einen deutlich höheren Umsatz erzielt. Und während Tilray hofft, eines Tages auf dem größten Marihuana-Markt der Welt konkurrieren zu können, ist GTI bereits führend in den USA.

Die Bewertung von GTI wird derzeit dadurch behindert, dass Marihuana auf Bundesebene in den USA illegal bleibt. Früher oder später werden sich jedoch die Bundesgesetze ändern, und GTI wird richtig glänzen können. Die Aktie könnte auf lange Sicht ein großer Gewinner sein.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Anheuser Busch InBev. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 22.6.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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