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Prime ist gesättigt, jetzt muss Amazon die Ausgaben pro Kunde erhöhen

Es wird immer deutlicher, dass die Prime-Mitgliedschaft von Amazon (WKN:906866) in den Vereinigten Staaten kurz vor dem Sättigungspunkt steht. Das Wachstum der Prime-Mitglieder war für Amazon eine stetige Quelle für das Wachstum der Einzelhandelsumsätze, da die Prime-Mitglieder im Durchschnitt mehr ausgeben als die Nicht-Mitglieder.

Da sich jedoch das Mitgliederwachstum verlangsamt, konzentriert sich Amazon auf die Erhöhung der Ausgaben pro Prime-Mitglied. Dies hat einige Erfolge gezeigt. Laut Consumer Intelligence Research Partners geben Prime-Mitglieder 1.400 US-Dollar pro Jahr aus. Das ist ein Anstieg von 1.200 US-Dollar pro Jahr Ende 2016. Die Analysten von Evercore schätzen, dass Prime-Haushalte durchschnittlich 2.500 US-Dollar pro Jahr ausgeben. Das Unternehmen sieht das Potenzial für Amazon, diese Zahl in Zukunft auf 4.000 US-Dollar zu erhöhen. (Beachte, dass die Schätzung von CIRP auf Einzelpersonen basiert, während die Zahlen von Evercore auf Haushalten basieren.)

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Hier erfährst du, wie Amazon daran arbeitet, um die Ausgaben pro Kunde zu steigern.

Eintägiger Versand

CFO Brian Olsavsky sagte den Analysten, dass das Unternehmen investiert, um den Prime-Zwei-Tages-Versand zu einem eintägigen Versand im April zu verbessern. Etwa einen Monat später gab das Unternehmen bekannt, dass es bereits 10 Millionen Artikel für den eintägigen Versand in den USA zur Verfügung hatte. Das Unternehmen baut auch seinen Prime Now-Service weiter aus, der Lebensmittel und Haushaltsartikel noch am selben Tag der Bestellung liefert.

Eintägiger Versand wird Amazon helfen, die Verkäufe zu gewinnen, die das Unternehmen an die Konkurrenten wie Wal Mart (WKN:860853) oder Target (WKN:856243) für Gebrauchsartikel verliert. Beide Unternehmen haben gegen Amazon Prime gekämpft und die eigenen Prime Now-ähnlichen Dienste geschaffen. Target hat Shipt vor einigen Jahren übernommen und kürzlich den taggleichen Lieferservice in den Online-Shop integriert. Wal-Mart hat kürzlich einen eigenen Abo-Service für die Lieferung am selben Tag eingeführt, um die Popularität der Online-Lebensmittelplattform zu nutzen.

Prime ist zwar teurer als Target oder der Service von Wal-Mart, bietet jedoch auch eine breitere Palette an Dienstleistungen und Produktauswahl. Solange Amazon die bequemste Option für Prime-Mitglieder bleiben kann, sollte es zusätzliche Verkäufe sichern und die Abonnenten davon abhalten, bei Wal-Mart oder über die Abonnementoption von Target einzukaufen.

Abonnements

Amazon hat sich in den letzten Jahren bemüht, den Prime-Mitgliedern mehr zu bieten. Dazu gehören sowohl digitale als auch physische Güter. Auf der digitalen Ebene bietet Amazon Music Unlimited und Kindle Unlimited für Musik bzw. Bücher an. Das Unternehmen bietet auch Prime Book Box für Kinder und mehrere Spielzeug-Abonnements. Außerdem ermöglicht das Unternehmen den Kunden, Abonnementboxen von Drittanbietern zu abonnieren.

Amazon bietet auch Prime Wardrobe an, das einem Mode-Abonnementdienst wie Stitch Fix (WKN:A2H52J) ähnlich ist. Amazon ermöglicht es Kunden, eine Kiste mit ausgewählten Modeartikeln zu kaufen und gibt ihnen sieben Tage Zeit, diese zu Hause anzuprobieren. Sie können die Kleidungsstücke behalten, die ihnen gefallen, und die, die sie nicht haben wollen, kostenlos zurückgeben.

Es ist leicht zu sehen, wie Amazon Prime Wardrobe zu einem Abonnement-Service macht, bei dem es wie Stitch Fix individuelle Kleidungsstücke an Kunden ausliefert. Zum Vergleich: Die Hochrechnung von Stitch Fix im letzten Quartal lag bei etwa 527 US-Dollar pro Kunde und Jahr. Das ist eine große Chance für Amazon.

Amazon hat auch mit Menüsets experimentiert, und das Unternehmen könnte in Zukunft Abonnements für Menüsets ausprobieren.

Kontinuierliche Investitionen in Abonnementprodukte für die Prime-Mitglieder werden nicht nur die durchschnittlichen Kundenausgaben erhöhen, sondern die Kunden noch mehr an die Prime-Mitgliedschaft binden.

Bei den Abonnements geht es ebenso um den Komfort wie um den eintägigen Versand. Der Komfort eines Abonnements, das Produkte für dich auswählt und automatisch liefert, oder eines, das dir uneingeschränkten Zugriff auf alles gibt, ist einzigartig. Die Produkte, die Amazon nicht am selben Tag liefern kann, können von den Prime-Mitgliedern bestellt werden, und diese werden oft am nächsten Tag geliefert. Die kontinuierlichen Investitionen in den Komfort dürften den Umsatz pro Mitglied auf absehbare Zeit steigern.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 26.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon und Stitch Fix.

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