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BMWs gefährliche Ignoranz für die Mobilität von morgen könnte die Aktie hart treffen

Foto: BMW AG

Es gibt Autohersteller, die bei der Elektrifizierung des Verkehrs führend sind, wie BYD (WKN: A0M4W9) aus China oder Tesla (WKN: A1CX3T) aus den USA. Und es gibt Autohersteller wie Volkswagen (WKN: 766403), die die Notwendigkeit erkannt haben, ihren Rückstand bei dieser Technologie schnellstmöglich aufzuholen.

Man sollte erwarten, dass es keine dritte Kategorie gibt – doch Klaus Fröhlich, Entwicklungsvorstand bei BMW (WKN: 519000), hat sich zuletzt alle Mühe gegeben, sein Unternehmen genau in diese Kategorie einzuordnen: diejenigen, die die Elektrifizierung für nicht so wichtig zu halten scheinen.

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Warum ich das für extrem gefährlich halte, erfährst du, wenn du weiterliest.

Was Klaus Fröhlich gesagt hat

Forbes veröffentlichte einige Aussagen Fröhlichs, die er kürzlich in einem Interview getroffen hatte. Ihm zufolge gäbe es keine Nachfrage europäischer Kunden nach Elektroautos. Es seien einzig und allein die Regulatoren, die nach der Elektrifizierung verlangen würden.

Eine erstaunliche Weltsicht, bedenkt man, dass das vollelektrische Tesla Model 3 im März dieses Jahres in Europa das meistverkaufte Premium-Mittelklasseauto war – auch der vergleichbare 3er BMW kam da nicht heran. Die exzellenten Kundenzufriedenheitswerte Teslas zeigen zudem, dass diese starken Verkaufszahlen eben nicht von der Politik erzwungen werden.

Fröhlich erklärte auch, warum Kunden seiner Ansicht nach noch nicht bereit seien für die Elektromobilität: Es fehle an einer ausreichenden Ladeinfrastruktur. Diesen Umstand würden Regulatoren bei ihren Elektrifizierungsplänen ignorieren.

An dieser Stelle hilft es meiner Meinung nach nicht, die Schuld auf andere zu schieben: BMW war mit dem i3 als deutscher Pionier im Elektroautobereich unterwegs und hätte den Aufbau einer Ladestruktur federführend übernehmen können. Einmal mehr war es Tesla, das mit seinem Supercharger-Netz vorgemacht hat, wie es richtig geht. Die längeren „Tankzeiten” bei einem Elektroauto gegenüber einem Verbrenner lassen sich nur mit einem breiten, schnellen Ladenetz kompensieren.

Und weiter?

Mit einer weiteren Aussage ließ mich Fröhlich schließlich stark daran zweifeln, ob BMW die richtige langfristige Strategie verfolgt.

Der Entwicklungsvorstand wies auf die Regionen ohne ausgebaute Ladenetze wie Russland, den Nahen Osten und das Landesinnere Chinas hin. Verbraucher dort würden für die nächsten zehn bis 15 Jahre beim Verbrennungsmotor bleiben.

Dabei könnte es sich vielleicht sogar um eine richtige Feststellung handeln – doch ist das die Vision eines Unternehmens, das nach vorn blickt? Eine langfristig aussterbende Technologie so lange wie nur möglich auszureizen und im Gegenzug wichtige Zukunftsinvestitionen nur zaghaft anzugehen?

BMW verschläft die Zukunft

Für mich sind das alles Anzeichen, dass BMW ernsthaft Gefahr läuft, die Zukunft zu verschlafen. Wenn selbst der Entwicklungsvorstand – dessen Aufgabe es eigentlich sein sollte, neue Technologien im Unternehmen voranzubringen – den Wandel zur Elektromobilität als „überhyped“ bezeichnet, dann muss man sich fragen, ob dieses Unternehmen in der Lage ist, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Klaus Fröhlich scheint der Wille hierzu zu fehlen.

Seine Aussagen sind zudem gefährlich für BMWs vielleicht wertvollste Ressource: Talentierte, motivierte Mitarbeiter, die Lust haben, die Zukunft zu gestalten. Nicht wenige dürften sich nun überlegen, zu einem anderen Hersteller zu wechseln, wo ihr Know-how im Bereich Elektroauto stärker wertgeschätzt wird.

Zwar hat BMWs CEO Harald Krüger erst kürzlich die Roadmap für die Elektrifizierung der eigenen Flotte nach vorne verlegt, was verdeutlicht, dass die Münchner in diesem Bereich gewiss nicht stehen bleiben werden.

Dennoch haben mir Fröhlichs Äußerungen eines verdeutlicht: Für Anleger, die gezielt in die Zukunft der Mobilität investieren möchten, gibt es wahrlich bessere Möglichkeiten als die BMW-Aktie.

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Christoph besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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