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Shopify möchte Händlern eine Alternative zu Fulfillment by Amazon bieten

Foto: Getty Images

Shopify (WKN:A14TJP) ist bestrebt, seinen Händlern zu helfen, mehr Umsätze zu erzielen und die Artikel schneller und einfacher an die Kunden zu liefern. Das Unternehmen investiert 1 Mrd. US-Dollar, um in den Vereinigten Staaten ein Netzwerk von Fulfillment-Centern für die Händler aufzubauen. Durch das Netzwerk will man den Händlern helfen, ihre Lieferkosten zu senken und durch das Geschäft mit Merchant Solutions eine neue Einnahmequelle erschließen.

Aber eine Milliarde US-Dollar mag verglichen mit den großen Investitionen von Amazon.com (WKN:906866) in sein Liefernetzwerk nichtig erscheinen. Der Online-Einzelhandelsriese investierte allein im zweiten Quartal rund 800 Mio. US-Dollar mehr als ursprünglich geplant, um den Übergang vom garantierten Zweitagesversand für Prime-Mitglieder zum Eintagesversand zu beschleunigen. Der Service Fulfillment by Amazon dominiert bei der Auftragsabwicklung kleiner Händler, die unter anderem die Plattform von Shopify nutzen.

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Das Budget von Shopify mag im Vergleich zu Amazon winzig sein, doch es stellt einen bedeutenden Konkurrenten in einem Bereich dar, in dem Amazon bisher an der Spitze war.

Raum für Wettbewerb

Wenn man hinsichtlich kleiner Online-Händler an die Abwicklung durch Dritte denkt, denken die meisten zuallererst an Amazon. Dazu zählen auch Händler, die nicht einmal Artikel auf dem Marktplatz von Amazon verkaufen.

Das Unternehmen ist in letzter Zeit jedoch wegen seiner Preispolitik unter die Lupe genommen worden. Es berechnet den Händlern einen Betrag für die Aufträge, die über den eigenen Online-Marktplatz eingehen, und einen höheren Betrag für Aufträge von konkurrierenden Plattformen. Der gleiche Artikel kann laut der Tech-News-Website Re/Code 126 % mehr kosten, wenn er über einen konkurrierenden Marktplatz verkauft wird und durch Amazon abgewickelt wird, verglichen mit den Versandkosten, wenn er auf dem Marktplatz von Amazon verkauft wird.

Diese Art von wettbewerbswidrigen Preisen ist nur möglich, weil Händler nicht viele Optionen haben — die sicherlich weder so zuverlässig und so schnell wie Amazon sind. Shopifys Fulfillment Network wird sich bemühen, das zu ändern. Der relativ hohe Preis von Amazon ermöglicht es Shopify, den etablierten Betreiber zu unterbieten, obwohl das Unternehmen nicht annähernd die gleiche Größenordnung hat.

Wenn ein Unternehmen jedoch mit Amazon konkurrieren kann, dann ist es Shopify. Es hat über 800.000 Unternehmen auf seiner Plattform, die Waren im Wert von über 40 Mrd. US-Dollar verkaufen. Zum Vergleich: Amazon ist immer noch viel größer und hat im vergangenen Jahr fast 300 Mrd. US-Dollar an Waren verkauft.

Aber Shopify ist in der Branche sehr gefragt und wächst schnell. Es gibt auch keine eigenen Einzelhandelsgeschäfte wie Amazon, die direkt mit Drittanbietern konkurrieren. Einige Händler werfen Amazon sogar vor, Produkte zu kopieren, wenn sie sich auf dem Marktplatz gut verkaufen.

Shopify hat genügend Spielraum, sein Liefernetzwerk, in dem die Nachfrage praktisch eingebaut ist, zu erweitern. Auf die gleiche Art und Weise begann Amazon den Markt zu dominieren.

Aufbau eines Ökosystems

Das Shopify Fulfillment Network sollte seine anderen Produkte für Händler attraktiver machen, die Kundengewinnung verbessern und die Abwanderung reduzieren. Das gesamte Leistungsversprechen besteht darin, das Einrichten und den Betrieb eines Online-Schaufensters einfach zu machen. Ein Liefernetzwerk, das sich um die Bestandsführung und den Versand an die Kunden kümmert, macht den Betrieb eines Ladens noch einfacher.

Das Liefernetzwerk könnte auch das Brutto-Warenvolumen ankurbeln. Händler sollten in der Lage sein, einen schnelleren Versand zu gewährleisten, indem sie den Service von Shopify nutzen, der im heutigen Online-Handelsbereich immer wichtiger wird. Das könnte dazu beitragen, mehr Umsatz zu erzielen als konkurrierende Marktplätze oder Einzelhändler, die einen schnelleren Versand anbieten, einschließlich Amazon.

So wird nicht nur der Aufbau eines Fulfillment-Dienstes Shopify helfen, mehr Händler anzuziehen, sondern auch diesen Händlern helfen, mehr Kunden zu gewinnen. Dieser Netzwerkeffekt sollte dem Unternehmen beim Wachsen helfen.

Obwohl Shopifys Potenzial großartig ist, muss es wachsam sein. Es wird aufholen, aber Amazon ist ein rücksichtsloser Konkurrent. Obwohl Shopify Druck auf die Preise von Amazon ausüben könnte, hat sich der Online-Riese nie gescheut, seine Margen zu reduzieren, um Wettbewerber auszuschließen. Die Abwicklung durch Amazon birgt großen Profit, aber die Größe des Marktplatzes für Drittanbieter und die Anzahl der Verkäufer verleiht Amazon eine große Flexibilität bei der Preisgestaltung, die es nutzen kann, um Shopify auszustechen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 24.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Shopify und Amazon.

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