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Wirecard-Aktie: Shortseller zischt ab – Rallye voraus?

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Die Wirecard (WKN:747206), die Financial Times und viele, viele Shortseller. Vor allem innerhalb der ersten Monate des aktuellen Börsenjahres war das gewiss ein explosives Trio, das viele Investoren des innovativen Zahlungsdienstleisters in Atem hielt.

Natürlich, Wirecard war von Anfang an um Schadensbegrenzung bemüht. Letztlich halfen allerdings erst solide und belastbare Ergebnisse, sowohl von einer beauftragten externen Compliance-Prüfgesellschaft als auch durch das Testat der Wirtschaftsprüfer, die den Jahresabschluss für das vergangene Geschäftsjahr 2018 geprüft haben.

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In der Folge der sich inzwischen wieder vermehrt einschleichenden Ruhe scheinen auch die Kritiker etwas kleinlauter geworden zu sein. Zumindest ein Kritiker, der zwischenzeitlich mal vom Abverkauf von Wirecard profitiert hat, zieht sich nun zurück. Schauen wir daher mal, was Investoren diesbezüglich wissen sollten.

Odey halbiert Short-Position an Wirecard

Wie der Hedgefonds Odey Asset Management, der in der Causa Wirecard wohl ebenfalls an Bekanntheit gewonnen hat, nun mitteilte, habe man seine Short-Position an Wirecard inzwischen deutlich reduziert. Wie mehrere Medien derzeit berichten, sei diese besagte Leerverkaufsposition inzwischen halbiert worden, was natürlich einem bemerkenswerten Rückzug gleicht sowie einem weiteren eher finalen Kapitel der Causa Wirecard.

Als Begründung für diesen Schritt weist Odey nun wohl auf die Ermittlungen der BaFin hin. Zur Erinnerung: Die hiesige Börsenaufsicht ist zum Höhepunkt der Causa Wirecard aktiv eingetreten und hat zwischenzeitlich sogar mal das Verbot weiterer Nettoleerverkaufspositionen verhängt. Eine Maßnahme, die vielen Leerverkäufern natürlich missfiel, sowie ein Eingriff, der generell bereits seit Längerem bekannt ist. Auch die Ermittlungen der BaFin sind alles andere als neu, weshalb diese Begründung nun doch recht überraschend ist.

Die Turbulenzen rund um den innovativen Zahlungsdienstleister könnten sich für Odey jedoch unterm Strich dennoch gelohnt haben. Wie mehrere Medien nämlich ebenfalls erneut berichten, soll der Hedgefonds zwischenzeitlich mal bis zu 16 Mio. Euro an lediglich einem Tag mithilfe der Short-Position bei Wirecard verdient haben.

Bleibt für die jeweiligen Hedgefonds-Manager nur zu hoffen, dass sie diese Positionen noch vor der derzeitigen Erholungsphase wieder glattgestellt haben. Denn ansonsten dürften diese Buchgewinne inzwischen deutlich geringer geworden sein.

Ein weiterer Endpunkt der Causa Wirecard

Wenn du mich fragst, handelt es sich daher auch bei diesen Meldungen um einen weiteren Endpunkt der Causa Wirecard. Immer mehr Shortseller dürften in Anbetracht der aktuellen Kursentwicklung der Aktie des innovativen Zahlungsdienstleisters inzwischen das Weite von ihren ehemaligen Short-Engagements suchen. Sowie vielleicht sogar um weitere Schadensbegrenzung bemüht sein.

Das Glattstellen der Leerverkaufsposition eines derart bekannten Shortsellers, der zum Höhepunkt der negativen Berichterstattungen zudem mit derart brisanten Tagesgewinnen von bis zu 16 Mio. Euro auf sich aufmerksam machen konnte, könnte zudem auch eine gewisse Signalwirkung für andere Shortseller besitzen. Die sich in der Folge ebenfalls veranlasst sehen, ihre jeweilige Leerverkäufe glattzustellen, was durchaus einen gewissen Einfluss auf den Aktienkurs haben könnte.

Investoren sollten allerdings nicht mehr bloß auf solche kurz anhaltenden Aspekte blicken, sondern nach wie vor das aktuelle Tagesgeschäft des innovativen Zahlungsdienstleisters in den Vordergrund rücken. Denn in Anbetracht der immer weiter auslaufenden Causa Wirecard dürfte das künftig einen größeren Einfluss auf die Aktienkursentwicklung haben als kurzfristige Wasserstandsmeldungen rund um Investoren oder Leerverkäufer.

Die Resignation dürfte vielen trotzdem gefallen

Dennoch darf die Resignation der Leerverkäufer den Investoren eine gewisse Genugtuung bieten. Letztlich zeigen auch solche Meldungen nämlich, dass die Causa Wirecard ziemlich viel heiße Luft um Nichts gewesen sein könnte, was für die langfristigen Aussichten ebenfalls entscheidend sein könnte.

Im Fokus sollte jedoch nun vermehrt der operative Geschäftsverlauf bleiben, bei dem Wirecard noch immer mit vielen Partnerschaften, soliden Zahlen und ambitionierten Prognosen aufwarten kann.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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