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Uber Copter: Der moderne Luftangriff

Quelle: Uber

Nun, so kommt man auf jeden Fall angenehm durch den Großstadtverkehr.

Um den Bedürfnissen jener ungeduldigen Pendler in den Metropolen gerecht zu werden, die etwas mehr auf dem Konto haben, ist Uber (WKN: A2PHHG) gerade dabei, Uber Copter zu starten. Das wird natürlich keine Option für jedermann sein, aber es ist Teil einer großen Strategie, mit der das Unternehmen sogar im Himmel marktführend sein will.

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Himmelhohe Ambitionen

Uber Copter wird am 9. Juli als Helikopter-Shuttle-Dienst zwischen Lower Manhattan und dem JFK-Airport starten. Das Unternehmen ließ verlauten, dass man durchschnittlich 200 bis 225 US-Dollar pro Passagier für eine einfache Reise verlangen wird, es sollen bis zu fünf Personen in einem Copter Platz finden. Dieser Preis beinhaltet Transfers per Auto, um Passagiere zum Landeplatz zu bringen und von dort auch abzuholen.

Der Dienst wird in Zusammenarbeit mit Ubers Partner HeliFlite betrieben, der die Copter dann auch tatsächlich besitzen und die Piloten bezahlen wird. Nur Uber-Rewards-Mitglieder der Stufen Platin und Diamond werden berechtigt sein, den Service zu nutzen.

Uber Copter ist Teil von Uber Elevate, ein Programm, das Lufttaxis und Drohnenlieferungen plant (ja, man wird sich eine Pizza damit liefern lassen können). Das Fluggastsegment wird Uber Air genannt und Ziel ist es, eine praktikable Transportoption anzubieten, die im Gegensatz zu Uber Copter für den durchschnittlichen Menschen erschwinglich ist.

Die geplante Uber-Air-Flotte wird aus elektrischen Vertikalstart- und Landepropellerflugzeugen bestehen, die die Fähigkeiten von Hubschraubern haben, aber wie Flugzeuge fliegen. Diese werden zu und von einer Reihe von kleinen Skyports fliegen.

Wie bei Uber Copter arbeitet das Unternehmen auch bei den Flugmaschinen mit anderen zusammen – es heißt, dass das „Elevate Network“ fünf moderne Flugzeughersteller umfasst.

Es soll auch schon bald losgehen. Man plant, Uber Air im nächsten Jahr in Los Angeles, Dallas und Melbourne (Australien) zu testen, und will den Dienst bereits 2023 kommerziell anbieten.

Nur heiße Luft?

Für ein Mitfahrunternehmen ist der Himmel natürlich nur eine weitere Dimension, um zahlende Kundschaft zu befördern. Wir sollten Uber auf jeden Fall Respekt zollen, dass man dieses hehre Ziel derart verfolgt hat. Soweit bekannt, verfolgen weder der Erzrivale Lyft noch ein anderes großes Unternehmen dies auf diese konzentrierte Weise, wenn überhaupt.

Wenn Ubers Träume wahr werden, könnte das Unternehmen dieses Segment als First Mover beanspruchen und tatsächlich der Anbieter von Mitfahrgelegenheiten aus der Luft sein. Dann wird es für Konkurrenten weder schnell, einfach noch günstig sein, eigene Flugzeugflotten und Netze von Landeplätzen aufzubauen. Wenn Uber das Ziel der erschwinglichen Preisgestaltung erreichen und gleichzeitig den Service profitabel machen kann, könnte sich das erheblich auf die Finanzen auswirken – positiv, versteht sich.

Da Uber Air, so wie Uber Copter, weitgehend über Partnerschaften funktionieren wird, investiert das Unternehmen wahrscheinlich nicht allzu viel in diesen Service. (Bislang hat man keine Finanz- oder Backoffice-Details über den Service angegeben.) Wäre ich Aktionär, würde mich das Projekt seitens der Investitionen nicht allzu sehr jucken.

Gleichzeitig lässt mich das aber bezogen auf die Zukunft von Uber seltsam kalt. Es gibt hier noch viele Unbekannte, nicht zuletzt, ob Uber Air skalierbar ist oder wie viel der Betrieb dann am Ende kosten wird. Klar, in Metropolen ist das potenziell schon nützlich, aber was ist mit Orten mit wenig Bevölkerung und kürzeren Pendelzeiten auf den Straßen? Wenn der Service nur in Metropolen verfügbar sein wird, könnte das nicht genügend Umsatz bringen, um sich groß auf die Bilanzen auszuwirken.

Auch ist Uber nach wie vor dran, die Mitfahrten überhaupt profitabel zu machen. Und in der Luft dürfte das noch einmal schwieriger werden. Möglicherweise ist der Flugverkehr überhaupt nicht rentabel – und das könnte auch der Grund sein, warum die Wettbewerber erst gar nicht in den Sektor vordringen.

Uber Air ändert nichts an meiner eher negativen Sicht auf Uber. (Ich denke, Uber wird so lange weiter Geld verlieren, wie der Service Menschen als Fahrer braucht und der Wettbewerb hart bleibt.) Mir gefällt, dass das Unternehmen groß denkt und tatsächlich den Himmel als Wette ausgemacht hat, um nach potenziellem Wachstum zu streben. Ob sich daraus aber auch ausreichende Einnahmen und eine gewisse Rentabilität ziehen lassen, ist jedoch sehr fraglich.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Uber Technologies. Eric Volkman besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 20.6.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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