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Google ignoriert eine Aktionärsrevolte wegen der Pläne in China 

Foto: Google

Letztes Jahr sah sich Alphabets (WKN:A14Y6F) (WKN:A14Y6H) Google mit einem heftigen Gegenschlag konfrontiert, nachdem Details über seine zensierte Suchmaschine für China mit dem Codenamen Dragonfly bekannt wurden. Im Dezember behauptete The Intercept, dass Google die Entwicklung von Dragonfly „effektiv beendet“ habe, aber CEO Sundar Pichai weigerte sich, zukünftige Pläne zur Entwicklung einer weiteren zensierten Suchmaschine für China auszuschließen.

Diese Weigerung löste eine Revolte bei einigen Aktionären aus, die versuchten, Google davon zu überzeugen, eine Menschenrechtsfolgenabschätzung einer zensierten Google-Suchmaschine in China durchzuführen und zu veröffentlichen. Google hat diesen Vorschlag kürzlich auf einer Hauptversammlung abgelehnt und das Unternehmen bekräftigte seinen „Wunsch, seine Fähigkeit zu verbessern, die Nutzer in China und anderen Ländern zu bedienen“.

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Dieses Ergebnis sollte die Anleger nicht überraschen. Google sieht China immer noch als einen großen Wachstumsmarkt und seine Investoren haben keine wirkliche Macht über seine Entscheidungen – da das Unternehmen eine umstrittene Multiklassen-Aktienstruktur verwendet, die regelmäßig die Investoren zum Schweigen bringt.

Wie Google seine Investoren zum Schweigen bringt

Bereits 2014 teilte Google seine Aktien in drei Klassen ein – Class A, Class B und Class C. Die Class-A-Aktien, die derzeit unter dem GOOGL-Ticker gehandelt werden, geben den Investoren eine Stimme pro Aktie.

Die nicht börsennotierten Aktien der Klasse B, die Gründern und Insidern vorbehalten sind, sind satte zehn Stimmen pro Aktie wert und machen die Mehrheit der Stimmrechte von Google aus. Die Aktien der Klasse C (GOOG), die im Verhältnis 1:2 von den Aktien der Klasse A gesplittet wurden, beinhalten kein Stimmrecht. Googles Transformation in Alphabet hatte keinen Einfluss auf die Abstimmungsstruktur – der Konzern hat lediglich jeden Anteil des alten Unternehmens gegen einen des neuen getauscht.

Mit anderen Worten, jede Aktionärsrevolte gegen Google ist zum Scheitern verurteilt, es sei denn, sie wird von einem großen Class-B-Aktionär wie den Mitbegründern Sergey Brin und Larry Page unterstützt, der weiterhin CEO von Alphabet bleibt, obwohl er jahrelang nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit gestanden hat.

Brin und Page seien beide dafür verantwortlich gewesen, den damaligen CEO Eric Schmidt dazu zu drängen, Google bereits 2010 aus China zurückzuziehen. Es scheint jedoch unwahrscheinlich, dass Brin oder Page sich auf die Seite der Aktionäre stellen und Pichai unter Druck setzen werden.

Warum Google sich weigert, China aufzugeben

Als Google China wegen angeblicher Zensur und E-Mail-Hacking verließ, die mit der chinesischen Regierung in Zusammenhang gestanden haben sollen, kontrollierte das Unternehmen über 40 % des Suchmarktes des Landes. Sein abrupter Ausstieg ebnete Baidu (WKN:A0F5DE), das über die Hälfte des Marktes kontrollierte, den Weg, um Chinas unangefochten führende Suchmaschine zu werden.

Laut StatCounter kontrolliert Baidu heute 65 % des Marktes, gefolgt von Sogous 18-%-Anteil und Alibabas Shenma, das 8 % kontrolliert. Dieser Markt sieht gesättigt aus, aber es gibt immer noch eine starke Nachfrage nach einer Rückkehr von Google nach China.

Letztes Jahr ergab eine Umfrage auf Weibo, dass 72,8 % der Befragten Google nutzen würden, wenn die Plattform nach China zurückkehren würde, verglichen mit 21,7 %, die Baidu bevorzugten, und 5,5 %, die bereit waren, beide zu nutzen. Wenn Google nach China zurückkehrt und wieder einen bedeutenden Marktanteil beansprucht, könnte das Wachstum seines Kerngeschäfts – das mit Marktsättigung und hartem Wettbewerb in vielen Märkten konfrontiert ist – stark ansteigen.

Was ist der nächste Schritt von Google in China?

Google plant wahrscheinlich noch immer, eine zensierte Suchmaschine in China zu starten. Doch vorerst schmiedet das Unternehmen durch Allianzen mit Tencent (WKN:A1138D) und seinem E-Commerce-Partner JD.com (WKN:A112ST) weitere Schritte zurück in den Markt.

Google kooperierte mit Tencent bei einem Patentkreuzlizenzierungsvertrag, startete Social Games für Tencents WeChat, die führende Mobile-Messaging-App in China, und führte neue mobile Apps, einschließlich Files Go und Google Translate, für chinesische Nutzer ein. Google investierte auch 550 Mio. US-Dollar in JD.com und begann mit dem Verkauf der Produkte von JD auf seinen Google-Shopping-Marktplätzen im Ausland.

Diese Schachzüge, zusammen mit dem Stimmgewicht von Googles Führungsriege, zeigen an, dass der Tech-Riese immer noch große Pläne für China hat – und es ist nicht zu befürchten, dass dem Aktionärsrevolten im Weg stehen werden.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 23.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Baidu, JD.com, Tencent Holdings und Weibo.

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