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BMW und Daimler mit Qualitätsproblemen – was bedeutet das für die Aktien?!

Die beiden deutschen Premium-Autobauer Daimler (WKN: 710000) und BMW (WKN: 519000) scheinen gegenwärtig einfach nicht aus den negativen Schlagzeilen herauskommen zu können. Seit einigen Quartalen fallen die beiden DAX-Werte inzwischen schon mit eher stagnierenden bis nachlassenden Quartals- und Absatzzahlen auf. Und nun kommen weitere Probleme hinzu, die hier natürlich ebenfalls belasten könnten.

Lass uns daher im Folgenden einmal einen näheren Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage der beiden DAX-Aktien werfen und überlegen, was die momentane Situation für alle Investoren bedeuten könnte.

Daimler mit Gewinnwarnung und Rückruf

Ein wesentlicher Aspekt, der die Daimler-Aktie in diesen Tagen belastet, ist ein Rückruf im Kontext so mancher Dieselmodelle. Der Stuttgarter Automobilproduzent wurde erst kürzlich vom Kraftfahrt-Bundesamt zu einem Rückruf von 60.000 Modellen verdonnert, bei denen eine illegale Abschaltvorrichtung für Tests eingebaut worden sein soll. Für viele Investoren durchaus ein Déjà-vu, denn bereits im vergangenen Jahr machten ähnliche Meldungen in den Kreisen von Daimler die Runde.

Ein Rückruf, der sich zudem auch operativ auswirken dürfte. Daimler hat nach dieser neuerlichen Dieseleskapade nämlich erst kürzlich per Ad-hoc-Mitteilung seine Prognosen für das laufende Jahr einkassiert. Statt wie bislang mit einem Ergebnisplus zwischen 5 und 15 % rechne man nun lediglich mit einem Ergebnis auf Vorjahreshöhe, was einem Wert von rund 11,1 Mrd. Euro entsprechen könnte.

Für die Investoren heißt das jedoch vor allem eins: Nachdem bereits im Jahr 2018 ein schwächeres Geschäftsjahr nach dem Rekordjahr 2017 verkraftet werden musste, wird nun der operative Turnaround vermutlich erneut verschoben.

Bei einem aktuellen Kursniveau von 47,66 Euro (24.06.2019, maßgeblich für alle Kurse) sowie einem 2018er- (und vermutlich auch in etwa 2019er-)Gewinn je Aktie in Höhe von 6,78 Euro ist die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von lediglich 7 durchaus preiswert bewertet, keine Frage. Viele Investoren könnten nun jedoch weiterhin skeptisch sein, welche Kapitel im Kontext der Dieselkriese hier noch folgen könnten.

BMW mit Rückruf und Elektroautofantasie

Auch BMW musste innerhalb der vergangenen Tage einen erneuten Patzer eingestehen, der nun zu weiteren Rückrufen führen wird. Bedingt durch Langzeitwirkungen wie Vibration, Temperaturschwankungen sowie die Zugabe von Streusalz im Winter und Feuchtigkeit könne es bei einigen BMWs der 5er- und 6er-Reihen über kurz oder lang zu Korrosion an einer Verschraubung der Batterieplusleitung kommen.

Aus diesem Grund wurden nun mehrere Hunderttausend Fahrzeuge zurück in die Werkstatt beordert, um hier die notwendigen Verbesserungen vorzunehmen. Ein Aspekt, der zwar ärgerlich ist, allerdings wohl eher keine so bedeutende Tragweite besitzen dürfte wie die neuerlichen Daimler-Abgasermittlungen.

Innerhalb der vergangenen Tage wurde die BMW-Aktie angesichts dieser Meldung sowie möglicherweise auch in Anbetracht der weiteren Eskalation beim Konkurrenten Daimler in Sippenhaft genommen. Allerdings konnte BMW unterm Strich auch mit einer definitiv positiven Meldung aufwarten.

Im Kontext der Elektroautomobile wolle man so nun nämlich deutlich zügiger werden. Bereits zum Jahre 2023 – und somit knapp zwei Jahre früher als bislang geplant – wolle der Münchener Automobilhersteller bereits 25 elektrisierte Fahrzeuge anbieten sowie gleichzeitig den Absatz der Elektroautos jährlich um 30 % pro Jahr steigern. Eigentlich durchaus eine Meldung, die die Investoren des zuletzt eher leidgeplagten Autobauers erfreuen dürfte.

Qualitätsprobleme? Ja, aber …!

Wie wir daher unterm Strich sehen können, hatten in den letzten Tagen beide Autobauer durchaus mit ihren Qualitätsproblemen zu kämpfen. Beide mussten nun wieder Automobile zurückrufen und entsprechend nachrüsten, was natürlich bis zu einem gewissen Grad zu Verärgerung bei einigen Investoren geführt haben könnte.

Es könnte sich jedoch anbieten, die jeweiligen Problemchen ein wenig individueller zu betrachten. Denn die Tragweite der Probleme könnte bei dem einen DAX-Premiumproduzenten möglicherweise anders aussehen als bei dem anderen. Zumal es durchaus auch positive Neuigkeiten gab, die man natürlich ebenfalls nicht aus den Augen verlieren sollte.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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