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Diese 3 Kennzahlen sollten Nordex-Aktionäre jetzt kennen

(c) Foto: Jan Oelker / Nordex, 2012, [email protected]

Seit Jahresbeginn hat sich die Nordex (WKN: A0D655)-Aktie aus ihrem Kurstief des letzten Jahres herausgekämpft. Zeitweise ging es von den 7,86 Euro zu Jahresbeginn um fast 100 % bergauf, bevor die Aktie einen Teil der Gewinne wieder eingebüßt hat. Schauen wir uns daher drei der wichtigsten Kennzahlen an, um beurteilen zu können, wie es in den nächsten Monaten weitergehen könnte.

Gewinne sind immer noch nicht in Sicht

Im vergangenen Jahr ist der Gesamtkonzern tief in die roten Zahlen gerutscht, nachdem im Jahr 2017 zumindest ein kleiner Gewinn von 0,3 Mio. Euro nach Steuern übrig geblieben ist. 2018 stand unterm Strich ein Verlust von 83,9 Mio. Euro in der Bilanz, und auch in diesem Jahr sieht es bisher nicht besser aus.

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Im ersten Quartal hat sich der Verlust gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 19,4 auf 35 Mio. Euro fast verdoppelt. Für das Gesamtjahr gibt es keine konkrete Prognose, lediglich eine Zielspanne für die EBITDA-Marge, also den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 3 bis 5 % wird genannt, was jedoch aus meiner Sicht nicht sehr hilfreich ist, da hohe Zinszahlungen und Abschreibungen garantiert sind, was mit der kapitalintensiven Natur des Geschäftes zu tun hat. Denn da Nordex viel Geld in Produktionsanlagen investieren muss, stehen dem auch hohe Abschreibungen auf diese Anlagen gegenüber. Das EBITDA ist also eine Kennzahl, auf die man sich nicht verlassen sollte.

Positiver Cashflow verringert den finanziellen Druck

Trotz der bereits erwähnten hohen Investitionskosten ist der Cashflow sehr erfreulich. Im Geschäftsjahr 2018 sind trotz der hohen Verluste 44 Mio. Euro in die Kassen geflossen. Das hat dazu geführt, dass ein Teil der Schulden gegenüber Banken zurückgezahlt werden konnte, doch im ersten Quartal hat der deutlich negative Cashflow von -78,8 Mio. Euro dazu geführt, dass die Nettoverschuldung auf 110 Mio. Euro angestiegen ist. Hier gibt es also noch einiges zu tun, um die Bilanz zu stärken.

Aufträge in Milliardenhöhe warten in den Büchern

Der für langfristig orientierte Anleger interessanteste Punkt dürfte das prall gefüllte Auftragsbuch sein. In dieser Hinsicht sah es bei Nordex wohl selten besser aus.

Am Ende des ersten Quartals standen Aufträge im Volumen von 4,4 Mrd. Euro für Turbinen und weitere 2,2 Mrd. Euro für damit verbundene Serviceleistungen, wie Wartungsarbeiten, in den Büchern. Würde man den Umsatz des ersten Quartals zugrunde legen, würde allein der momentane Auftragsbestand ausreichen, um den Konzern vier Jahre zu beschäftigen!

Und es kommt noch besser! Wie es aussieht, kann man sich momentan vor Aufträgen kaum retten, denn vor einem Jahr standen „nur“ 2,7 Mrd. Euro an Turbinenbestellungen in den Büchern. Innerhalb eines Jahres hat sich das Volumen also um mehr als 60 % erhöht. Auch das lukrative Servicegeschäft kann steigende Aufträge verbuchen. Hier ist der Bestand im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15 % gestiegen und dürfte mit steigenden Auslieferungen weiter ansteigen.

Foolishes Fazit

Insgesamt scheinen bei Nordex also alle Zeichen auf Wachstum zu stehen. Die Voraussetzungen dafür sind eindeutig gegeben. Das größte Problem wird es sein, das enorme Auftragsvolumen profitabel abzuarbeiten. Dass das Management das Problem erkannt hat, wurde bereits bewiesen, als ein konkretes Sparprogramm aufgesetzt wurde. Es wird also in den nächsten Quartalen spannend sein zu beobachten, wie sich die Kosten entwickeln und der Konzern damit wieder in die Gewinnzone zurückkehren kann, denn in dem Fall dürfte noch deutliches Kurspotenzial vorhanden sein.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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