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3 günstige Medikamentenaktien, die du jetzt kaufen kannst

Sicher, der Bullenmarkt dauert seit mittlerweile schon zehn Jahren. Die Aktienbewertungen sind im Allgemeinen auf ein sehr hohes Niveau gestiegen. Der eine oder andere Anleger könnte versucht sein, so lange zu warten, bis die echten Schnäppchen kommen.

Die Realität ist jedoch, dass es derzeit eine ganze Reihe von Aktien gibt, die nach echten Schnäppchen aussehen. Viele Pharmaaktien haben im Jahr 2019 mit dem breiten Markt bisher nicht Schritt halten können. Und einige von ihnen sind preislich durchaus attraktiv.

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Drei günstige Medikamentenaktien, die man im Moment kaufen kann, sind AbbVie (WKN: A1J84E), Alexion Pharmaceuticals (WKN: 899527) und Vertex Pharmaceuticals (WKN: 882807). Aber warum genau?

1. AbbVie

Die AbbVie-Aktie wird lediglich zum 8,3-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Das Verhältnis von Kurs zu Gewinn zu Wachstum (PEG) der Aktie ist mit 1,27 relativ niedrig. AbbVie hat mit Humira die Nummer 1 der meistverkauften Medikamente der Welt. Es hat auch mehrere andere heiß erwartete Produkte im Köcher. Warum ist die Aktie also so billig, bitte schön?

Die Investoren sind besorgt, weil die Umsätze für Humira sinken: Das Medikament ist in Europa mit einem Biosimilar-Wettbewerb konfrontiert. 2023 kommen die Biosimilars zu Humira dann auch auf den US-Markt. Da Humira 57 % des Gesamtumsatzes von AbbVie erwirtschaftet, gibt es Bedenken, ob das Unternehmen in der Lage sein wird, die rückläufigen Umsätze seines Spitzenmedikaments zu ersetzen.

Aber AbbVie ist besser in Form, als die meisten denken. Die Umsätze mit den Krebsmedikamenten Imbruvica und Venclexta steigen rasant. AbbVie geht davon aus, dass Orilissa bei der Behandlung von Endometriose weiter zulegen kann und eine zusätzliche Indikation bei der Behandlung von Gebärmutterfibroiden aufgreifen wird. Der jährliche Spitzenumsatz wird voraussichtlich bei rund 2 Milliarden US-Dollar liegen. Das kürzlich zugelassene Immunologie-Medikament Skyrizi wird voraussichtlich auch Spitzenumsätze von mindestens 2 Milliarden US-Dollar schaffen.

Auch AbbVies Pipeline umfasst gleich mehrere starke Kandidaten, wobei Upadacitinib besonders hervorzuheben ist. Das Medikament schlug in seiner Wirksamkeit in späten klinischen Studien zur Behandlung von rheumatoider Arthritis sogar Humira. Die Zulassung der Food and Drug Administration für Upadacitinib wird in den kommenden Monaten erwartet. AbbVie glaubt, dass das Medikament letztlich rund 6,5 Milliarden US-Dollar jährlich einbringen könnte.

2. Alexion Pharmaceuticals

Alexion Pharmaceuticals scheint ebenfalls attraktiv bewertet zu werden: Die Aktie wird mit einem Faktor von 11,3 der erwarteten Einnahmen bewertet. Bei einem PEG-Wert von 0,84 ist das Biotech noch attraktiver.

Das Medikament Soliris hat das Wachstum des Unternehmens schon seit Langem vorangetrieben und trägt immer noch über 80 % zum Gesamtumsatz bei. Bei dieser Abhängigkeit von einem einzigen Medikament, das auch nicht mehr das frischeste ist, kann man sich fragen, ob es denn überhaupt so erfreulich weitergehen kann. Kurze Antwort: Das wird es.

Denn erstens hat Alexion 2017 zusätzliche Patente für Soliris erhalten, die den Schutz des Medikaments bis 2027 verlängern. Außerdem hofft das Unternehmen, eine weitere Indikation für Soliris bei der Behandlung von Neuromyelitis optica spectrum disorder (NMOSD) mit einer FDA-Entscheidung zu erhalten, die für Ende dieses Monats erwartet wird.

Zweitens hat Alexion kürzlich einen Nachfolger für Soliris vorgestellt. Das Marktforschungsunternehmen EvaluatePharma zeichnete Ultomiris als die beste Markteinführung im Jahr 2019 aus. Ultomiris ist derzeit zur Behandlung der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH) zugelassen. Alexion hofft auch, die Zulassung für sein neues Medikament zur Behandlung des atypischen hämolytischen urämischen Syndroms (aHUS) zu erhalten. Sowohl PNH als auch aHUS sind nun wichtige Indikationen für Soliris. Ultomiris wird bis 2024 voraussichtlich einen Jahresumsatz von fast 3,5 Milliarden US-Dollar erzielen.

3. Vertex Pharmaceuticals

Echt, Vertex schafft es auf die Liste günstiger Aktien? Immerhin wird die Biotech-Aktie zum 28-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Aber die enormen Wachstumsaussichten von Vertex geben der Aktie ein niedriges PEG-Verhältnis von 0,85. Wenn sich die Wachstumsprognosen der Analysten bestätigen, sollte der aktuelle Preis von Vertex in einigen Jahren wie ein Schnäppchen aussehen.

Die gute Nachricht ist, dass Vertex für die kommenden Jahre wirklich ein beeindruckendes Wachstum liefern sollte. Die drei zugelassenen Medikamente Kalydeco, Orkambi und Symdeko haben derzeit ein Monopol bei der Behandlung der zugrunde liegenden Ursache der Mukoviszidose (CF). Diese Medikamente werden inzwischen von rund 18.000 Patienten genutzt, aber die gesamte Patientenpopulation beträgt rund 39.000 Menschen. Darüber hinaus will Vertex auch die Behandlung jüngerer Patienten vorantreiben, was die gesamte Patientenpopulation auf 44.000 erweitern könnte.

Allein die Maximierung des Potenzials für seine aktuellen drei Medikamente gibt Vertex eine große Wachstumschance. Aber Vertex hat auch eine Triple-Drug-CF-Kombination, die in Kürze zur Zulassung eingereicht wird. EvaluatePharma betrachtet diese Kombination als das wertvollste Pipelineprojekt der Branche und geht davon aus, dass es bis 2024 rund 4,3 Milliarden US-Dollar einbringen wird – mehr als alle drei aktuellen Medikamente von Vertex derzeit zusammen. Diese Triple-Drug-Kombination soll es Vertex auch ermöglichen, weitere 24.000 CF-Patienten zu behandeln.

Vertex will auch über CF hinaus in weitere Indikationen vordringen. Das Biotech hat ein vielversprechendes Schmerzmittel, VX-150, das in einer Phase-2-Studie eine gute Figur machte. Die Pipeline beinhaltet einen Kandidaten in Phase 1 der Prüfung zur Behandlung von seltenen genetischen Erkrankungen Alpha-1 Antitrypsinmangel (AATD). Vertex hat kürzlich auch die Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) und der Myotonen Dystrophie Typ 1 (DM1) durch den Erwerb von Exonics Therapeutics übernommen und zudem seine Partnerschaft mit CRISPR Therapeutics erweitert.

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The Motley Fool besitzt Aktien von CRISPR Therapeutics und empfiehlt Aktien von Vertex Pharmaceuticals. Keith Speights besitzt Aktien von AbbVie und Vertex Pharmaceuticals. Dieser Artikel erschien am 16.6.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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