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5 Gewohnheiten, die verhindern, dass man eine sorgenfreie Pensionierung hat

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Ruhestand – er mag jetzt noch weit weg erscheinen, aber die Qualität deines Ruhestandes wird an jedem Tag in deinem Leben bestimmt, egal wie jung du bist. Je früher du anfängst, über den Ruhestand nachzudenken, desto besser, dank der magischen Wirkung des Zinseszinses. Doch leider können mehrere sehr weit verbreitete Gewohnheiten verhindern, dass Menschen ihre Rentenziele erreichen.

Es ist keine Schande zuzugeben, dass du einige schlechte finanzielle Angewohnheiten hast. Die meisten Menschen haben eine der folgenden fünf Sünden bereits einmal begangen. Je früher du jedoch ein Problemverhalten erkennst und behebst, desto besser wird deine Situation im Ruhestand aussehen.

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Hier sind fünf zusammenhängende Verhaltensweisen, die deine zukünftige Altersvorsorge beeinträchtigen können.

1. Nicht sparen

Das Wichtigste zuerst – Altersversorgung entsteht aus Investitionen, die aus deinen Ersparnissen stammen, und es ist unmöglich zu sparen, wenn du nicht weniger als deine Einnahmen ausgibst. Wenn du feststellst, dass du im Verhältnis zu deinem Gehalt zu viel ausgibst, schaue dir deine Ausgaben genau an. Dazu gehört die Erstellung eines Haushaltsbuchs und der Überblick über deine Ausgaben. Die größten Posten dabei sind oft Unterkunft, Transport und Essen.

Wenn du in einer Wohnung oder einem Haus lebst, das zu teuer ist, solltest du dir über einen Umzug Gedanken machen. Der Umzug kann natürlich dein Leben stören und erfordert einen hohen einmaligen Aufwand, aber laufende monatliche Ersparnisse in Höhe von Hunderten oder sogar Tausenden können einen großen Unterschied bei deinen Ausgaben verursachen und deinem Altersvorsorgekapital eine Starthilfe geben.

Ein weiterer großer Aufwand kann dein Auto sein. Mit Autokreditzahlungen, Kraftstoff, Wartung und Versicherung ist das ein massiver monatlicher Aufwand. Wenn du in einer dicht besiedelten Stadt lebst oder in einem Zwei-Auto-Haushalt, erwäge, ein Auto zu verkaufen und öffentliche Verkehrsmittel oder einen Mitfahrdienst zu benutzen. Du wirst vielleicht überrascht sein, wie viel du sparen kannst, wenn du auf diese Bequemlichkeit verzichtest.

Eine letzte Ausgabe ist das Essen. Auswärts zu essen kostet offensichtlich mehr und je nachdem, wo man wohnt, könnte es auch viel mehr sein. Um Geld zu sparen, solltest du es dir zur Gewohnheit machen, zu Hause zu kochen. Darüber hinaus verfügen die meisten großen Lebensmittelketten heute über hochwertige Fertiggerichte und Menüsets. Du wirst überrascht sein, wie viel du damit sparen kannst.

Wenn du jung bist, hast du umso mehr Grund zum Sparen, auch wenn es sich um einen moderaten Betrag handelt. Dank des Wunders des Zinseszinses kann es zu größeren Gewinnen kommen, je länger du investierst. Diejenigen, die später damit beginnen, haben es exponentiell schwerer, aufzuholen.

2. Das Anhäufen von Kreditkartenschulden

Noch schlimmer als keine Ersparnisse zu haben ist es, sich mit einer erheblichen Menge an Kreditkartenschulden zu belasten. Während viele Menschen Kreditkarten verwenden, um große Einkäufe abzudecken, ist es nie eine gute Idee, hier zu große Summen anzuhäufen.

Das liegt daran, dass die Kreditkartenzinsen außerordentlich hoch sind; der durchschnittliche Jahreszins für neue Kreditkartenbewerber liegt derzeit bei mehr als 19 %. Zum Vergleich: Die durchschnittliche jährliche Rendite des S&P 500 seit 1957 (als der 500er-Aktienindex ins Leben gerufen wurde) beträgt nur etwa 8 %.

Denkst du, dass du ein Superstar-Investor bist und die fast 20 % Kreditkartenzinsen übertreffen kannst? Vielleicht … wenn du Warren Buffett bist. Der größte Investor aller Zeiten hat bei seinem Unternehmen Berkshire Hathaway zwischen 1965 und 2018 ein Wachstum von 20,5 % hingelegt. Selbst wenn du es geschafft hast, die besten langfristigen Aktien der Welt zu finden, kannst du damit vielleicht nur den durchschnittlichen effektiven Jahreszins der Kreditkarte um ein oder zwei Punkte schlagen. Viel Glück dabei!

Das Fazit: Bezahle deine Kreditkartenschulden so schnell wie möglich.

3. Zu viel Risiko eingehen

Sobald du einige Ersparnisse übrig hast, ist eine weitere schlechte Angewohnheit, zu viel Risiko einzugehen. Obwohl viele sagen, dass du riskantere Investitionen tätigen kannst, wenn du jünger bist (da du ein Leben lang das Geld zurückverdienen kannst), erinnere dich an den obigen Rat bezüglich der Zinseszinsen. Je früher du investierst, desto besser. Wenn du aber alle deine investierbaren Mittel frühzeitig verlierst, wird sich deine Zinseszinsmaschine bis zum Ruhestand nicht genug auszahlen. Und wenn man nicht mehr ganz jung ist, kann das Risiko eines dauerhaften Verlustes ein noch größerer und schwerwiegenderer Rückschlag sein.

Übermäßige Risikobereitschaft in der Hoffnung, das große Los zu ziehen, kann in verschiedenen Formen auftreten, einschließlich der Verwendung von zu viel Schulden über Margin-Darlehen, der Investition in Dinge, von denen du nichts verstehst, der Investition in illiquide oder volatile Wertpapiere und der Spekulation über Kursbewegungen, anstatt Vermögenswerte zu bewerten.

Die jüngste Kryptowährungsmanie ist ein Beispiel für einige dieser Risiken, die hier alle in einer Anlage zusammenfallen. Obwohl einige frühe Käufer mit Bitcoin (BTC-USD) viel Geld verdienten, sahen diejenigen, die sich später, als es zu einem „heißen“ Anlagethema wurde, in Bitcoin und andere Kryptowährungen einkauften, schnell, wie ihr Geld verflog, als Bitcoin von etwa 20.000 US-Dollar im Jahr 2017 auf unter 3.200 US-Dollar zu Beginn dieses Jahres fiel. Obwohl der Bitcoin inzwischen wieder auf über 9.000 US-Dollar gestiegen ist, fragt man sich, wie viele – besonders die, die diesen Vermögenswert nicht wirklich verstehen, oder die, die eine unverhältnismäßig hohe Menge investiert haben – den beinahe 90-prozentigen Verlust durchgestanden haben.

Ich bin nicht gegen Bitcoin per se – das Gleiche könnte man über Tech-Aktien in den späten 90er-Jahren oder den niederländischen Tulpenwahn Mitte des 16. Jahrhunderts sagen – und besitze sogar eine kleine Position in Bitcoin-Token. Allerdings sollten Sparer verstehen, was eine sinnvolle Investition bedeutet – das heißt, in hochwertige Aktien oder Anleihen zu investieren – und was Spekulationen sind. Meine Bitcoin-Position ist ein extrem kleiner Teil meines Gesamtportfolios und ich bin bereit, der Tatsache ins Auge zu sehen, dass dieses kleine Stück seinen vollen Wert verlieren könnte. Im Gegensatz dazu sind diejenigen, die zu viel von ihrem Vermögen in volatile und spekulative Anlagen investieren, einem sehr hohen Risiko ausgesetzt, einen großen Teil ihrer Altersvorsorge zu verlieren, ein unnötiges Risiko für geduldige, langfristig orientierte Menschen.

4. Nicht genügend Risiko eingehen

Obwohl viele Investoren auf Vermögenswerte setzen, die für sie zu riskant sind, begehen viele auch die umgekehrte Sünde – nämlich nicht genügend Risiko einzugehen. Das könnte beinhalten, dass du nicht früh genug in Aktien investiert hast, oder, noch schlimmer, dass du überhaupt nicht investierst und deine Ersparnisse in bar hältst, aus Angst vor einem Marktabschwung.

Der Wert deines Geldes nimmt mit der Zeit aufgrund der Inflation ab. Obwohl wir uns derzeit in einer sehr langen Phase niedriger Inflation befinden, wird dein Geld im Durchschnitt jedes Jahr etwa 1 bis 2 % seines Wertes verlieren, und noch mehr, wenn die Inflation auf einen Wert ansteigt, der beim langjährigen historischen Durchschnitt liegt. Deshalb musst du, nur um den Wert deiner Ersparnisse zu erhalten, eine Rendite nach Steuern von über 2 % erzielen.

Wenn du investieren willst, aber Angst vor gewaltsamen Einbrüchen wie dem im Jahr 2008 oder gar der Volatilität vom Dezember 2018 hast, denk daran: Es ist nie eine schlechte Idee, in einen diversifizierten Korb von Qualitätsaktien oder einen Indexfonds zu investieren, wenn dein Zeithorizont lang genug ist. Sorge dich daher nicht um das Timing des Marktes. Konstante Investitionen in regelmäßigen monatlichen oder vierteljährlichen Abständen sind wahrscheinlich die beste Wahl.

Der Schlüssel ist, einen Plan zu haben und die Angst vor einer Korrektur oder Gier eines heißen Marktes nicht auf sich wirken zu lassen; das kann zur nächsten schlechten Gewohnheit führen.

5. Zu viel handeln

Eine letzte schlechte Angewohnheit ist der übermäßige Handel. Die Gefahren eines übermäßigen Handels sind vielfältig. Das erste und offensichtlichste sind die Kosten für Handelsprovisionen bei deinem Broker. Obwohl es eine Reihe von sehr preiswerten Onlinebrokern gibt, kann der Handel mit viel Geld deine langfristigen Erträge beeinträchtigen.

Der zweite und wohl unheilvollere Effekt des übermäßigen Handels ist der uralte emotionale Cocktail aus Gier und Angst, der dich dazu bringen kann, zur falschen Zeit zu kaufen oder zu verkaufen, was die langfristige Performance beeinträchtigt. J.P. Morgan Asset Management fand heraus, dass, wenn du nur zehn der besten Handelstage des Marktes in den 20 Jahren zwischen 1995 und 2014 verpasst hättest, du deine Gesamtrendite mehr als halbiert hättest. Eine weitere erstaunliche Tatsache? Der durchschnittliche Investmentfonds-Anleger schneidet schlechter ab als der durchschnittliche Investmentfonds. Wieso? Die Investoren neigen dazu, nach großen Runs zu Top-Winnern zu strömen, und verlassen nach einer Zeit mit verzögerten Renditen die Underperformer.

Wenn du dafür sorgst, dass du jeden Monat Geld sparst, Kreditkartenschulden vermeidest, regelmäßig in hochwertige Aktien und/oder Anleihen investierst und übermäßiges Handeln vermeidest, wirst du überrascht sein, wie viel gesünder dein Ruhestandskonto sich entwickeln wird.

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Dieser Artikel wurde von Billy Duberstein auf Englisch verfasst und am 18.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien und empfiehlt Berkshire Hathaway.

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