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Wirecard-Aktie und Co.: Konsumenten fürchten sich vor digitalem Bezahlen – Bad News für Erfolgsstories?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) gehörte in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Hot Stock. Allein in den vergangenen fünf Jahren stieg das Papier des innovativen Zahlungsdienstleisters von knapp 32 Euro auf das derzeitige Kurslevel von rund 150 Euro. Immerhin ein Plus von fast 400 %. Auch bei anderen innovativen Zahlungsdienstleistern können wir ähnliche Performances erkennen.

Der Grund für diese Erfolgsgeschichten ist relativ einfach erklärt: Bargeldloses Bezahlen und innovative Bezahlmöglichkeiten spielen eine größer werdende Rolle, weshalb Wirecard und Co. in den vergangenen Jahren ihre operativen Zahlenwerke erheblich steigern konnten. Und auch weiterhin mit ambitionierten Prognosen aufwarten.

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Nichtsdestoweniger werden aktuell Meldungen laut, wonach sich Kunden vor dem digitalen Bezahlen fürchten. Lass uns daher im Folgenden einmal schauen, was an diesen Nachrichten dran ist und ob Wirecard-Investoren sich hier sorgen sollten.

So sieht die Furcht in Zahlen aus

Wie eine aktuelle Umfrage des Sicherheitsdienstleisters Eset besagt, stehe ein Großteil der Kunden in Europa den neuen digitalen Bezahlmöglichkeiten, beispielsweise via Handy, eher kritisch gegenüber. Rund 65 % aller befragten Teilnehmer gaben an, dass sie solche Bezahlvarianten für unsicher halten, was kein kleiner Anteil ist.

Innerhalb der Altersstruktur habe es jedoch große und teilweise richtungsweisende Unterschiede gegeben. So seien insbesondere jüngere Konsumenten in der Altersgruppe zwischen 18 und 29 aufgeschlossener gegenüber derartigen neuen Bezahlwegen. Allerdings glauben auch hier noch immer rund 53 %, dass das Bezahlen via digitaler Wege unsicher sei, ebenfalls keine unerhebliche Zahl.

Eine Angst, die für einige durchaus begründet sei. Immer wieder würden demnach Berichte auftauchen, wonach falsche Beträge abgebucht worden seien. Oder wonach viele solcher Anbieter ein blindes Vertrauen verlangen würden, so gängige Berichte rund um diese Studie. Prinzipiell daher durchaus gemischte Nachrichten für alle innovativen Zahlungsdienstleister, zu denen nun mal auch Wirecard gehört.

Ein klar formulierter Auftrag

Nichtsdestoweniger können wir solche Wasserstandsmeldungen durchaus auch positiv werten. Gerade innerhalb der jungen Zielgruppe ist inzwischen bereits jeder zweite offen für derartige Bezahlwege, wie diese neue Studie nach einer etwas anderen Lesart ebenfalls offenbart. Eine Entwicklung, die man durchaus als Erfolg der jungen, innovativen Zahlungsdienstleister werten kann. Auch wenn von dieser Gruppe noch immer mehr als jeder zweite in Europa skeptisch auf derartige Bezahlvarianten blickt.

Zudem können wir angesichts solcher Sorgenfelder auch gewisse strategische Imperative ableiten. Sofern Sicherheitsbedenken ein wesentliches Hindernis bei innovativen Bezahldienstleistern zu sein scheinen, sollten Unternehmen wie Wirecard künftig viel daransetzen, solche Bedenken aus dem Weg zu räumen.

Das könnte durchaus ein weiterer Katalysator für die spannenden Wachstumsgeschichten in diesem Segment werden. Entsprechend sollte man als Investor darauf achten, welche Strategien die jeweiligen Unternehmen und Konzerne verfolgen, um künftig noch sicherer zu werden. Und das Vertrauen der Kunden zu bekommen.

Außerdem sollten wir diese aktuelle Studie lediglich als Wasserstandsmeldung in unseren heimischen Gefilden werten. Vor allem im US-Markt und in Asien sind digitale Bezahlmöglichkeiten inzwischen viel geläufiger. Ein Aspekt, den man bei seinen eigenen Analysen und beim Lesen derartiger Neuigkeiten ebenfalls nicht außer Acht lassen sollte.

Botschaft angekommen? Handelt, liebe Zahlungsabwickler!

Wie wir daher letztlich sehen können, scheinen viele Konsumenten den digitaleren Zahlungsabwicklern hierzulande noch nicht sonderlich offen gegenüberzustehen, was von einer gewissen Skepsis sowie Sicherheitsbedenken herrührt. Das impliziert noch eine Menge potenzielles Wachstum, zumindest sofern diese Bedenken ausgeräumt werden können.

Für Zahlungsabwickler, die auf diesen Sicherheitsaspekt einen Fokus legen, könnte sich das langfristig auszahlen. Entsprechend wünschenswerte dürfte es im Sinne der Investoren sein, dass hier künftig neue Maßnahmen getroffen werden.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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