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Nestlé, Fresenius, Fielmann: 3 Dividendenaktien, die besser performen könnten als die BASF-Aktie

Die BASF (WKN: BASF11)-Aktie hatte es in den vergangenen Wochen, Monaten und auch Quartalen definitiv nicht leicht. Allein innerhalb der vergangenen zwölf Monate sank hier der Aktienkurs von 86,25 Euro auf inzwischen lediglich noch 60,48 Euro, was immerhin einem Einbruch von fast 30 % entsprochen hat.

Die Gründe für diesen regelrechten Kurssturz sind eigentlich recht einfach erklärt: Handelskonflikte und die sich weiterhin eintrübenden konjunkturellen Aussichten haben das eher zyklische Geschäftsmodell der BASF stark getroffen. Entsprechend musste der Chemiekonzern inzwischen sogar bereits im vergangenen Jahr seine Prognosen anpassen.

Wem dieser zyklische Mix daher zu heiß ist, sollte gut aufpassen! Denn im Folgenden habe ich mit Nestlé, Fresenius und Fielmann drei spannende Aktien parat, die möglicherweise besser performen könnten als die BASF-Aktie. Schauen wir mal, wieso.

1) Nestlé

Eine erste Aktie in diesem Sinne könnte die von Nestlé (WKN: A0Q4DC) sein. Der Schweizer Lebensmittelriese gehört gegenwärtig zu den eher defensiven Aktien. Ein Aspekt, der einerseits auf dem defensiveren Geschäftsmodell als Lebensmittelkonzern basiert. Andererseits jedoch auch andere Gründe hat.

So gehört Nestlé zu den besonders breit diversifizierten Nahrungsmittelkonzernen. Mit seinen zwischenzeitlich über 6.000 verschiedenen Marken und qualitativ ansprechenden Produkten aus Reihen wie Maggi, Nesquik, Nescafé, Thomy und dergleichen dürfen die Produkte der Schweizer quasi in keinem Supermarkt oder Discounter, der etwas auf sich hält, fehlen.

Allerdings plant Nestlé auch, durch Umbrüche in den eigenen Reihen deutlich profitabler zu werden, was bei gleichbleibenden Umsätzen oder einer weiterhin moderaten Wachstumsgeschichte zu höheren Gewinnen führen dürfte. Zumindest langfristig.

Zudem erhöht Nestlé seit 23 Jahren in Folge die eigene Dividende, was ein weiterer Auswuchs dieser defensiven Investitionsgeschichte ist. Zuletzt zahlten die Schweizer eine Ausschüttung in Höhe von 2,45 Schweizer Franken aus, was bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 100,90 Schweizer Franken einer defensiven und dennoch interessanten Dividendenrendite in Höhe von 2,43 % entsprechen würde.

2) Fielmann

Eine zweite Aktie mit einem durchaus defensiven Potenzial könnte die von Fielmann (WKN: 577220) sein. Auch das Geschäft mit Brillen gehört eher zu den unzyklischen Geschäftsmodellen. Lesehilfen werden schließlich immer benötigt und nicht bloß, wenn die konjunkturelle Situation es  erlaubt.

Fielmann ist zudem innerhalb der vergangenen Jahre eine stetige Wachstumsgeschichte gewesen. Einerseits brachte hier eine zunehmende regionale Expansion im klassischen Filialgeschäft weitere Umsätze und höhere Gewinne. Andererseits jedoch auch der Trend der zunehmenden Bildschirmnutzung, der zu immer schlechteren Augen führt. Teilweise sogar bereits im Kindesalter.

Auch wenn bei Fielmann zuletzt die Wachstumsgeschichte ein wenig ins Stocken geriet, könnte sich diese Entwicklung mittelfristig bereits wieder fortsetzen. Denn einerseits plant Fielmann, durch neue, spannende und vor allem digitale Vertriebswege neue Kunden zu gewinnen. Andererseits ist die regionale Expansion möglicherweise noch immer nicht abgeschlossen.

Auch Fielmann besitzt zudem eine sehr defensive Dividendengeschichte. In diesem Jahr wird die Optikerkette voraussichtlich bereits das 14. Jahr in Folge die eigene Ausschüttung anheben. Hierbei sollen 1,90 Euro ausgeschüttet werden, was bei einem derzeitigen Kursniveau von 63,55 Euro einer Dividendenrendite in Höhe von 2,98 % entsprechen würde.

3) Fresenius

Zu guter Letzt könnte auch Fresenius (WKN: 578560) eine Aktie sein, die einiges an Aufholbedarf besitzt und entsprechend besser performt als die von BASF. Als Gesundheitskonzern ist auch das Geschäftsmodell der Bad Homburger unzyklischer und somit defensiver als das von BASF. Allerdings ist auch das hier bei Weitem noch nicht alles.

Fresenius plant nämlich ebenfalls, sein Wachstum innerhalb der kommenden Jahre vermehrt zu beschleunigen. Nach einer kurzen aktuellen Pause soll bereits im nächsten Geschäftsjahr 2020 wieder ein organisches Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielt werden. Ein Wachstum, das zudem noch durch größere Zukäufe ab diesem Zeitpunkt anorganisch ergänzt werden könnte.

Zudem handelt es sich bei Fresenius um eine sehr zuverlässige Dividendenaktie. Der Gesundheitskonzern erhöht inzwischen seit 26 Jahren die eigene Ausschüttung und darf sich somit als Deutschlands einziger Dividendenaristokrat bezeichnen. Auch das ist durchaus eine Entwicklung, die langfristig zu einer besseren Performance führen könnte.

Die Gemeinsamkeiten der drei Aktien

Wie wir daher letztlich gesehen haben, sind sowohl Fresenius als auch Fielmann und Nestlé unterm Strich eher defensive Aktien. Was jedoch nicht zwingend heißen muss, dass sie nicht innerhalb der vergangenen Monate einige Federn lassen mussten.

Nichtsdestoweniger sind derart defensive Geschäftsmodelle möglicherweise weniger anfällig für weitere Korrekturen. Weshalb die Aktien vielleicht eine bessere Chance haben, innerhalb der kommenden, weiterhin turbulenten Monate ein wenig besser zu performen als die zyklischere BASF-Aktie.

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Vincent besitzt Aktien von BASF, Fielmann und Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius und Nestle.

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