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Facebook wurde aus dem sozial verantwortlichen Index wegen der Datenschutzpraktiken herausgeworfen

Foto: The Motley Fool.

Der S&P 500 ESG Index (WKN:A2PEZ8) bildet Unternehmen ab, die bestimmte Auflagen bei Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards (ESG) erreichen. Der Gedanke dahinter ist, dass Unternehmen mit soliden ESG-Werten langfristig hohe Renditen für die Investoren erzielen und gleichzeitig der Welt insgesamt zugute kommen können. The Motley Fool verfügt über einen ESG-Investitionsrahmen, den interessierte Investoren auch ausprobieren können.

Facebook (WKN:A1JWVX) wurde gerade nach einem Rebalancing aus dem S&P 500 ESG Index geworfen. Die Aktie hatte zuvor ein Gewicht von 2,5 % im Index.

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Warum Facebook rausgeschmissen wurde

Das Hauptproblem ist, wenig überraschend, der Umgang mit den Nutzerdaten und die endlose Reihe von Datenschutzskandalen. Erst diese Woche meldete The Wall Street Journal, dass interne E-Mails darauf hindeuten, dass CEO Mark Zuckerberg sich der unzureichenden Datenschutzpraktiken voll bewusst war – und nichts tat, um sie anzusprechen. Die Federal Trade Commission untersucht derzeit die Datenschutzpraktiken von Facebook, und das Unternehmen steht kurz einer Rekordstrafe von 3 Mrd. bis 5 Mrd. US-Dollar.

Reid Steadman, der globale ESG-Chef von S&P Dow Jones, erläuterte die Entscheidung in einem Blogbeitrag, der die Methodik des Index umreißt. Der S&P 500 ESG Index ist ziemlich breit gefächert; alle Bestandteile des S&P 500 werden für die Aufnahme berücksichtigt, mit Ausnahme einiger spezifischer Branchen wie Tabakproduzenten und Unternehmen, die umstrittene Waffen herstellen. Es gibt derzeit 292 Bestandteile, wobei Microsoft, Apple und Amazon die drei größten nach Indexgewicht sind, in dieser Reihenfolge.

S&P Dow Jones berechnet ESG-Scores für Unternehmen, und dann können die bestbewerteten Unternehmen in den Index aufgenommen werden „mit dem Ziel, einer Marktkapitalisierungsschwelle von 75 % innerhalb jeder Branchengruppe so nahe wie möglich zu kommen“, so Steadman.

Bei S und G durchgefallen

Der ESG-Wert von Facebook, der auf einer Skala von 0 bis 100 gemessen wird, lag bei nur 21. Der ESG-Score ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen, nachdem er 2015 noch 71 erreicht hatte.

BILDQUELLE: S&P DOW JONES.

Der ESG-Score kann auch in Teilscores für jeden Bereich aufgeteilt werden, die jeweils eine unterschiedliche Gewichtung haben. Facebook punktet im Umweltbereich sehr gut, aber in den Bereichen Soziales und Governance erreicht das Unternehmen aber miese Werte.

BILDQUELLE: S&P DOW JONES.

„Die spezifischen Probleme, die zu diesen Ergebnissen führten, hatten mit verschiedenen Datenschutzbedenken zu tun, darunter ein Mangel an Transparenz darüber, warum Facebook bestimmte Nutzerinformationen sammelt und weitergibt“, schreibt Steadman. Steadman verweist auf einige der bekanntesten Skandale, darunter „die Gewährung von Zugang zu mehr personenbezogenen Daten als angegeben bei mehr als 150 Unternehmen, Missbrauch personenbezogener Daten (z. B. Cambridge Analytica) und Hacking von fast 50 Mio. Konten“.

„Diese Ereignisse haben Unsicherheit über die Sorgfalt von Facebook in Bezug auf den Datenschutz und die Effektivität der Risikomanagementprozesse sowie deren Durchsetzung geschaffen“, schreibt der ESG-Chef. „Diese Probleme führten dazu, dass das Unternehmen in Bezug auf die ESG-Performance hinter seinen Konkurrenten zurückblieb.“

Es ist erwähnenswert, dass sich der ESG-Score, die Teilscores und die historischen Trends von S&P Dow Jones deutlich von anderen Rankings wie Sustainalytics unterscheiden, die zeigen, dass Facebook seinen ESG-Gesamtwert sowie seine ökologischen und sozialen Teilscores im Laufe der Zeit verbessert, so Yahoo! Finance.

Ist Facebook gut für die Welt?

Was die Governance betrifft, so ist es nicht verwunderlich, dass Facebook dort durchgefallen ist. Facebook hat eine grausame Corporate Governance Struktur, da seine Hoheit Mark Zuckerberg die absolute Autorität über jeden Aspekt besitzt. Zuckerberg verfügt alleine über die Mehrheit der Stimmrechte, so dass er jedes Aufbegehren unter den Aktionären, die überwältigend wollen, dass Facebook die Klasse-B-Aktien beseitigt, leicht im Keim ersticken kann.

Facebook hat Probleme mit der existentiellen Frage, ob es gut für die Welt ist oder nicht, und geht sogar so weit, die Nutzer Anfang 2018 zu diesem genauen Gefühl zu befragen. Es scheint, dass S&P Dow Jones glaubt, dass die Antwort auf diese Frage „nein“ lautet.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten, eine Mitarbeiterin von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Randi Zuckerberg, ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester von dessen CEO Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 13.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Amazon, Apple, Facebook und Microsoft und empfiehlt sie. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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