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Bitcoin: 3 Kritikpunkte, die ich nicht mehr hören kann

Bitcoin-Investoren haben nach einem Jahr Frust wieder Grund zur Freude. Um knapp 150 % verteuerte sich das Stück Kryptowährung seit Februar dieses Jahres (Stand: 14.06.2019).

Ich könnte mir jetzt abermals für meinen einigermaßen gut kalibrierten Krypto-Riecher auf die Schulter klopfen. Trotzdem kommt mir der Bitcoin nicht ganz ungeschoren davon. Bis zum nächsten großen Schub bleiben aus meiner Sicht noch einige Details zu klären.

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Doch auch wenn ich nicht zu 100 % auf der Seite der Bitcoin-Enthusiasten stehe, bekomme ich bei einigen Kritikpunkten so langsam, aber sicher Schnappatmung ob der Unsinnnigkeit der Kritik. Hier meine Top 3 der widersinnigsten Kritikpunkte.

1. Bitcoin ist unsicher

Was genau meinen die Kritiker eigentlich damit, wenn sie sagen, dass der Bitcoin „viel zu unsicher“ sei? Ist damit etwa die Volatilität gemeint, die den Bitcoin-Preis gemessen in Euro oder US-Dollar mitunter kräftig schwanken lässt?

Oder wollen die Kritiker ihre Furcht vor Hackern zum Ausdruck bringen, die in der Vergangenheit gerne mal diverse Bitcoin-Börsen um ihren Bitcoin-Bestand erleichtert haben? (Stichwort: Mt. Gox)

Ich hoffe, es ist nicht die Kryptografie gemeint, die beim Bitcoin zum Einsatz kommt. Wem 256-Bit-Schlüssel „zu unsicher“ sind, der kann sich gerne mal daran versuchen, von 0 bis 2 hoch 256 zu zählen, um eine „Brute-Force-Attacke“ (Attacke durch Ausprobieren aller möglichen Fälle) im Ansatz zu simulieren.

Völlig unmöglich ist das nicht. Wenn man die meisten natürlichen Ressourcen unseres Sonnensystems für den Bau eines Supercomputers verwenden würde, könnte man diese Aufgabe eventuell lösen. Sofern man dann noch einen geeigneten Stern findet, mit dessen Energie man diese Maschine betreiben und gleichzeitig die Betriebstemperatur nahe 0 Grad Kelvin halten kann.

Na gut. Ich schätze, die Kritiker meinen wohl doch die Hacker. Aber dann dürfte auch die Frage erlaubt sein, warum man seine privaten Schlüssel einer Bitcoin-Börse irgendwo auf der Welt anvertraut? Ob Menschen, die so etwas machen, auch ihre Goldbarren im Kofferraum ihres Autos lagern? Ich hoffe nicht!

2. Bitcoin hat keinen inneren Wert

Mit Gold und Silber kann man nicht nur schöne Münzen und Barren prägen, sondern auch Schmuck, medizinische Geräte und Elektronik herstellen. Demnach haben Edelmetalle neben der reinen Knappheit auch noch einen Gebrauchswert – einen dem Rohstoff zugehörigen „inneren Wert“.

Bitcoin-Skeptiker sind sich einig, dass der Bitcoin keinen inneren Wert hat. Ich kann dem zustimmen. Bitcoin ist nur Code – und das ist auch gut so! Endlich gibt es einen Wertspeicher, der – vom Energiebedarf abgesehen – keine Auswirkungen auf den realen Wirtschaftskreislauf hat.

Wie viele Häuser und Wohnungen stehen weltweit leer, nur weil die Eigentümer ihr Kapital nicht anderweitig zu parken wissen? Wie viele Marsraketen wurden nicht gebaut, weil die meisten lieber ihr Gold horten, als es praktischen Anwendungen günstig zur Verfügung zu stellen? Der nicht vorhandene innere Wert ist aus meiner Sicht „kein Fehler, sondern ein Markenzeichen“, wie wir Softwareentwickler gerne witzeln.

3. Bitcoin ist ungeeignet für die Zombie-Apokalypse

Bei diesem Spruch klingeln mir immer die Ohren: „Wenn das Internet abgestellt wird, nützen dir deine Bitcoin auch nichts mehr!“ Aha! Das ist jetzt also das ultimative Investmentziel? Eine Vermögensklasse zu haben für den Fall, dass das Internet ausfällt? Gar für den Fall einer Zombie-Apokalypse?

Wenn dieser Fall eintritt, würde ich mich mit einem Goldbarren im Gepäck ehrlich gesagt nicht wohler fühlen. Auch wenn ich zugeben muss, dass Gold als Zahlungsmittel seit Jahrtausenden Tradition hat. Diese Bewährungsprobe fehlt den Kryptowährungen natürlich noch.

Entgegen allen Unkenrufen wird das Internet zur Teilnahme am Bitcoin-Netzwerk nicht zwingend benötigt. Denn seit einiger Zeit strahlt das Satellitennetzwerk Blockstream die Bitcoin-Blockchain über weite Teile des Planeten aus. Tja, was soll ich sagen: An deinen Goldkoffer kommen die Zombies sicher leichter ran als an den Bitcoin-Satelliten.

Ich lasse mich nicht verwirren

Ja, ich gebe es zu: Der Bitcoin ist ein technisches Ungetüm, das mit nichts vergleichbar und demnach schwer zu beurteilen ist. Jedenfalls für mich.

Bitcoin-Gründer Satoshi Nakamoto hat offenbar nichts dem Zufall überlassen. Denn der Bitcoin ist nach beinahe zehn Jahren schlechter Presse, beißender Kritik und brutaler Konkurrenz immer noch da. Respekt!

Das bedeutet allerdings nicht, dass das auch so bleibt. Es gibt noch immer viel zu kritisieren. Auch wenn ich immer wieder Kritikpunkte entdecke, die für mich längst abgehakt sind. Experten brauche ich dafür nicht. Nur ein wenig eigenverantwortliche Denkarbeit.

Das ist anstrengender, als es aussieht. Sich in eine derart exotische Vermögensklasse hineinzudenken, hat meine grauen Zellen ganz schön zum Kochen gebracht. Aber es ist auch ein Riesenspaß! Allein dafür hat sich der Bitcoin schon gelohnt.

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Stefan hat Bitcoin in seiner Wallet. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen.

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