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BASF, Zalando und Lufthansa: Was zum Wochenende die Aktien bewegte!

Foto: Getty Images

So eine mehr oder minder volle Börsenwoche ist schon eine aufregende Angelegenheit. Auch wenn wir Fools selbstverständlich immer versuchen, dich mit vielen Informationen und Einschätzungen zu interessanten, spannenden und bewegenden Aktien zu versorgen, gehen manche Informationen manchmal unter.

So möglicherweise auch bei den Aktien von Zalando (WKN: ZAL111), BASF (WKN: BASF11) und der Lufthansa (WKN: 823212), wo vor allem zum Ende der vergangenen Woche noch einmal erwähnenswerte Neuigkeiten aufgetaucht sind. Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, welche Meldungen aufgeploppt sind und was Investoren hiervon möglicherweise halten sollten.

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BASF kriselt im Autosegment

Eine erste, wesentliche Neuigkeit der vergangenen Woche betraf zunächst die Aktie der BASF. Wie ebenfalls zum Ende der Woche bekannt geworden ist, scheint hier ein weiterer Bereich ein wenig im Krisenmodus angekommen zu sein: der Bereich Coatings, der aufgrund der schwächelnden Automobilindustrie nun in den Rückwärtsgang getreten ist.

BASF reagiert mit einem Personalabbau in einer Größenordnung von rund 200 Stellen, der auf natürlicher Fluktuation und einem freiwilligen Abfindungsprogramm basieren soll, um Kosten einzusparen. Dies sei Teil eines wichtigen Programms zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, wie BASF im Kontext dieser Meldung betonte.

Coatings ist für den Chemieriesen übrigens kein kleines Segment. Im vergangenen Geschäftsjahr 2018, das ja bereits zu den schwächeren zählte und letztlich einen Ergebniseinbruch von über 20 % verkraften musste, setzte der Chemiekonzern hier gut 3,86 Mrd. Euro um, was rund 6 % des Gesamtumsatzes betraf. Investoren sollten daher gespannt sein, welche Auswirkungen diese neue Entwicklung auf die Prognose für das laufende Geschäftsjahr hat, die eigentlich eine leichte operative Verbesserung vorgesehen hat.

Zalando mit Veränderungen im Retourenmanagement

Eine weitere, wichtige Neuigkeit der vergangenen Woche betrifft Zalando. Wie der Onlinemodehändler verkündete, werde man künftig die eigene Retourenabteilung ausgliedern und an externe Dienstleister vergeben. Eine Entwicklung, die rund 570 Mitarbeiter betreffen soll, die anderen Bereichen des Internemoderiesen zugeordnet werden sollen.

Ein wegweisender Schritt, auch wenn das auf den ersten Blick möglicherweise nicht ersichtlich ist. Für Zalando sind Retouren gegenwärtig noch ein wesentlicher Kostentreiber. Auch wenn man extern lediglich von Vereinfachungen von Prozessen innerhalb der Logistik spricht, scheint innerhalb des Unternehmens der Wille hin zum Sparen ausschlaggebend für diesen Schritt gewesen zu sein.

Oder, anders formuliert: Zalando könnte möglicherweise den Rotstift an seinem größten Kostentreiber ansetzen und durch Verbesserungen vielleicht deutlich profitabler werden. Auch das ist eine Entwicklung, die man als Investor im Auge behalten sollte.

Lufthansa als erneuter Pleitenprofiteur

Wie ebenfalls zum Ende der vergangenen Woche durchgesickert ist, scheint die Luftfahrtbranche weiterhin vor Probleme zu stehen. Ein Interview mit einem Manager aus dieser Branche offenbarte, dass einige vor allem kleinere Akteure vor ernsthaften, existenziellen Schwierigkeiten stehen könnte, wovon die Lufthansa als derzeitiger Platzhirsch zunächst nicht betroffen ist.

Stattdessen könnte die Kranich-Airline sogar erneut zum Profiteur einer solchen Entwicklung werden. Sofern einzelne Vertreter wirklich von der Bildfläche des hart umkämpften Marktes verschwinden würden, hätte das direkten Einfluss auf die Konkurrenzsituation innerhalb des Marktes.

Das Überangebot könnte weiter abnehmen, der Preisdruck auf die Tickets reduziert werden. Die Lufthansa möglicherweise nicht bloß über höhere Auslastungszahlen profitieren, sondern auch über wieder steigende Preise und ein besseres, operatives Zahlenwerk.

Eine Entwicklung, die angesichts der noch immer niedrigen, fundamentalen Bewertung der Lufthansa-Aktie nicht eingepreist sein könnte. Entsprechend sollten Investoren auch hier darauf achten, wie der weitere Verlauf innerhalb der Luftfahrtbranche sein wird. Und welche Akteure dem derzeitigen Druck nicht standhalten können.

Spannende Neuigkeiten, auch abseits der Topnews!

Wie wir daher insgesamt sehen können, gab es zum Ende der vergangenen Woche viele interessante Meldungen, die man möglicherweise so nicht auf den Schirm hatte. Teilweise mit potenziell weitreichenden Folgen, wenn man tiefer darüber nachdenkt, wie vor allem das heutige Beispiel der Lufthansa unterstreichen dürfte. Aber sei sicher: Wir Fools werden auch weiterhin versuchen, dich bestmöglich zu informieren.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool empfiehlt Zalando.

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