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Wirecard-Chef Braun über „starkes Wachstum“ und Compliance-Angelegenheiten: Spannend!

Foto: Getty Images

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) ist noch immer ein heiß diskutiertes Papier. Auch wenn die „Financial Times“ zwar noch immer versucht, mit irgendwelchen bunten Vorwürfen und wild gewachsenen Anekdoten Unruhe in den Aktienverlauf des Zahlungsdienstleisters zu bringen, steht für viele Investoren inzwischen vor allem eines auf der Tagesordnung: das rasante Wachstum, das der Zahlungsabwickler noch immer an den Tag legt.

Wirecard-Chef Braun hat erst kürzlich wieder ein Interview genutzt, um über beide Aspekte des innovativen Zahlungsdienstleisters zu sprechen. Und interessante Einblicke in die aktuelle Situation von Wirecard geliefert, die viele Investoren durchaus interessieren dürften.

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Wirecard stehe vor „sehr starkem Jahr“

Aber fangen wir zunächst mit den weiteren Aussichten an, die der Wirecard-Chef dem innovativen Zahlungsabwickler grundsätzlich beimisst. Wie Braun im Rahmen des besagten Interviews mit Bloomberg TV nun verkündete, stehe Wirecard vor einem „sehr starken Jahr“.

Das Unternehmen wachse gegenwärtig sehr stark, vor allem in Asien, wo der digitale Zahlungsmarkt inzwischen besonders hohe Wachstumsraten aufweise. Rund die Hälfte der Umsätze stamme zudem inzwischen von Regionen außerhalb Europas, was deutlich unterstreichen dürfte, dass die internationale Expansion des Zahlungsdienstleisters spannende Formen annimmt. Und gängige Kritik, wonach Wirecard möglicherweise einen zu starken regionalen Fokus habe, entkräften dürfte.

Wirecard möchte sich bei seinem weiteren Wachstumskurs zudem vermehrt auf sein organisches, das heißt auf sein inneres Wachstum konzentrieren. Wofür die vielen Partnerschaften, die das Unternehmen bereits seit Beginn des neuen Börsenjahres vorweisen konnte, natürlich ein wichtiger Schritt sind. Übernahmen, die hingegen ein anorganisches Wachstum mit sich bringen würden, scheinen bei den weiteren Wachstumsplänen keine allzu große Rolle mehr zu spielen.

Insgesamt ein sehr spannender Einblick in das aktuelle Innenleben von Wirecard, der durchaus unterstreichen könnte, wohin die Reise langfristig geht. Zudem hat Braun in diesem Jahr bereits des Öfteren von starken Prognosen gesprochen und diese bislang immer eingehalten. Möglicherweise eine interessante Richtung, die durchaus das Zeug für die eine oder andere Überraschung haben könnte.

Compliance wird ein immer wichtigeres Thema

Das bisherige Wachstum war innerhalb dieses Interviews allerdings nicht das einzige Thema, das Braun thematisiert hat. Ein weiterer Schwerpunkt lag hierbei nämlich auf Compliance-Bemühungen, die Wirecard inzwischen ernster nimmt.

So werde – vermutlich auch in Anbetracht der vergangenen turbulenten Wochen – gegenwärtig viel in Compliance investiert.  So würden beispielsweise rund 20 Mitarbeiter schwerpunktmäßig die Prozesse in diesem Bereich im Auge behalten, was ein wichtiger Schritt sein dürfte.

Wichtig vor allem, um künftig keine weiteren Angriffsflächen mehr zu bieten. Denn auch wenn hier glücklicherweise viele Vorwürfe ausgeräumt sein dürften, schien das in letzter Zeit ein Thema zu sein, das die Investoren bewegte und möglicherweise noch immer nervös werden lässt.

Allerdings scheint das Management des innovativen Zahlungsdienstleisters auch hier die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um weitere fatale Meldungen sowie Kursstürze zu vermeiden.

Ein interessanter Einblick in den weiteren Fahrplan

Das aktuelle Interview mit Bloomberg TV gibt daher insgesamt unterm Strich erneut einen spannenden Einblick in die aktuelle Verfassung von Wirecard, schürt weitere, starke Erwartungen auch an die künftigen Quartale des aktuellen Geschäftsjahre und unterstreicht, dass Wirecard seine Lehren aus den vergangenen Wochen und Monaten gezogen hat. Oder, einfach ausgedrückt: Der innovative Zahlungsdienstleister strebt weiterhin nach Verbesserungen.

Für Investoren scheint es daher für den Moment wenig Beklagenswertes zu geben. Auch wenn weitere Spitzen gegen die Aktie von Wirecard selbstverständlich nicht ausgeschlossen werden können.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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