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BASF und BAT: Günstige Bewertung, hohe Dividenden – Beginn eines Comebacks?

Foto: Getty Images

Wer als Einkommensinvestor erfolgreich sein möchte, sollte auch seine Dividendenperlen stets einem gründlichen, fundamentalen sowie unternehmensorientierten Check unterziehen. Denn auch wenn hohe Dividenden ein durchaus attraktives Merkmal einer Aktie – vor allem für Einkommensinvestoren – sein können, offenbaren diese oftmals lediglich die halbe Wahrheit.

Eine Comeback-Geschichte rührt daher auch bei Dividendenaktien einerseits von einer günstigen Bewertung her, andererseits jedoch auch von reichlich weiterer Wachstumsfantasie.

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Lass uns daher heute einmal einen Foolishen Blick auf die Aktien von British American Tobacco (WKN: 916018) und BASF (WKN: BASF11) werfen und überlegen, ob diese Kandidaten möglicherweise das Zeug für eine waschechte Comeback-Story haben.

1) British American Tobacco

Eine erste, prüfwillige Aktie in diesem Sinne ist die von British American Tobacco. Der Tabakriese hatte zuletzt definitiv keine einfache Zeit. Bedingt durch reichlich Gegenwind innerhalb der Tabakindustrie ist auch die Aktie signifikant eingebrochen.

Innerhalb der vergangenen Jahre sank Aktie von einem Kursniveau von 63,08 Euro auf den derzeitigen Stand von lediglich 33,05 Euro, was letztlich bedeutet, dass sich British American Tobacco zuletzt im Börsenwert glatt halbiert hat.

Dennoch hat das auch zu einer günstigen Bewertung geführt. Beim derzeitigen Kursniveau entspricht die aktuelle Dividende in Höhe von 2,03 Pfund Sterling einer attraktiven Dividendenrendite in Höhe von 6,76 %. Eine Ausschüttung, die zudem in den vergangenen 18 Jahren stetig erhöht worden ist! Bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 2,64 Pfund Sterling beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis zudem auf lediglich 11,4, was ebenfalls historisch preiswert ist.

BAT, wie der Tabakrisiko in Kurzform auch genannt wird, scheint dennoch vor einer äußerst zweifelhaften Zukunft zu stehen. Denn einerseits sind viele Staaten immer noch dabei, ihre Restriktionen gegen die Tabakindustrie auszudehnen, was sich möglicherweise in höheren Steuern und damit verbunden höheren Zigarettenpreisen oder gar Verboten gewisser Produkte, wie beispielsweise Menthol-Zigaretten, auswirken könnte.

Andererseits existieren durchaus Chancen. So verzeichnen vor allem die E- und Dampf-Zigaretten noch immer Zuwachsraten von 30 bis 50 %, was langfristig möglicherweise ein schwächeres Zigarettengeschäft kompensieren kann. Zudem scheint British American Tobacco noch immer operativ weiterwachsen zu können, trotz der bisherigen Probleme im Zigarettenmarkt.

Hier könnte sich eine sorgfältige Abwägung der Chancen und Risiken mit einem langfristigen Horizont durchaus anbieten, auch wenn die Aktie des Zigarettenproduzenten angesichts der nicht von der Hand zu weisenden Probleme durchaus ein heißes Eisen bleibt.

2) BASF

Eine zweite interessante Aktie könnte die von BASF sein. Der Chemieriese erfährt derzeit ebenfalls einigen Gegenwind. Allerdings ist dieser eher konjunktureller sowie handelspolitischer Natur, was der Aktie von BASF jedoch ebenfalls nicht sonderlich gutgetan hat.

So sank die Aktie der Ludwigshafener alleine innerhalb der vergangenen 365 Tage von 86,63 Euro auf das derzeitige Kursniveau von lediglich 61,95 Euro. Immerhin ein Einbruch von fast 30 % im Jahresvergleich.

Doch hat auch das bei der BASF-Aktie zu einer durchaus interessanten, preisgünstigen Bewertung geführt. So schüttete die seit etlichen Jahren zumindest konstante Dividendenperle zuletzt eine Dividende in Höhe von 3,20 Euro an die Anteilseigner aus, was bei dem derzeitigen Kursniveau einer Dividendenrendite in Höhe von 5,16 % entsprechen würde. Der 2018er-Gewinn je Aktie belief sich zudem auf 5,12 Euro je Anteilsschein, wodurch sich das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis auf rund 12 beläuft.

Möglicherweise durchaus eine langfristige Chance. Denn auch wenn die derzeitige handelspolitische Lage die zyklische Chemieindustrie operativ mit voller Wucht trifft, könnte es sich hierbei lediglich um ein Ereignis handeln, dass über kurz oder lang geregelt werden dürfte.

Weder die USA noch China werden schließlich ein langfristiges Interesse daran haben, sich über Jahrzehnte handelspolitisch zu bekriegen, und im Zweifel wird auch eine US-Präsidentschaft von Trump früher oder später einmal enden, was hoffentlich zu einem beständigeren und weniger impulsiven Verhandlungspartner führen wird. Der zudem nicht an jeder Ecke versucht, einen seiner bekannten, für die USA besseren Deals einzufädeln.

Selbst wenn auch weiterhin dunkle Wolken über der Aktie von BASF schweben, könnten langfristig orientierte Investoren versuchen, durch diese hindurchzublicken. Denn gerade bei der aktuellen, günstigen Bewertung könnte die BASF-Aktie langfristig durchaus eine attraktive Chance sein, auch wenn es sich jetzt gerade nicht so anfühlt. Zumal das Management von BASF sogar für das laufende Geschäftsjahr 2019 mit einer leichten Verbesserung der Umsätze sowie der Ergebnisse rechnet.

Nährboden vorhanden – Geduld mitbringen!

Wie wir daher letztlich sehen, bieten sowohl die Aktien von British American Tobacco als auch die von BASF durch ihre günstige Bewertung und ihre hohen und stabilen Dividendenrenditen durchaus einen interessanten Nährboden für eine Comeback-Story. Nichtsdestoweniger empfiehlt es sich hierbei, sich etwas intensiver mit den jeweiligen Begebenheiten auseinanderzusetzen.

Die Gründe, weshalb die beiden Aktien derzeit abgestraft werden, sind sehr unterschiedlich, was möglicherweise auch andere, langfristige Auswirkungen hat. Je nachdem, wie sich die weitere Entwicklung innerhalb der Märkte abspielen wird.

Ein Foolisher Blick dürfte hier jedoch mit Sicherheit nicht schaden. Zumal beide Aktien durchaus über Dividenden verfügen, die tendenziell begehrenswert für alle Einkommensinvestoren sein könnten.

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Vincent besitzt Aktien von BASF und British American Tobacco. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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