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Die Leute bekommen von Video-Streaming nicht genug

Immer mehr Menschen streamen mehr Videos von mehr Abonnement-Services. Das ist das eindrucksvolle Ergebnis einer neuen Umfrage von RBC Capital Markets.

RBC fand heraus, dass die US-Zuschauerquoten von Amazon (WKN:906866) Prime und Hulu, das von Disney (WKN:855686) kontrolliert wird, sehr schnell wachsen. Der Prozentsatz der Befragten, die Amazon Prime Video nutzen, stieg gegenüber der letztjährigen Umfrage um 17 Punkte, und Hulus Zuschauerzahl stieg um 18 Punkte.

Keiner von beiden hat Netflix (WKN:552484) eingeholt, das mit 63 % der Befragten nach wie vor der beliebteste Streaming-Dienst ist, und acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr verzeichnen konnte. Im Vergleich dazu nutzen 54 % Amazon und 43 % Hulu.

Wichtig ist, dass das Wachstum der Zuschauerzahlen von Amazon und Hulu sich nicht negativ auf die Zuschauerzahlen von Netflix ausgewirkt hat. Das verheißt Gutes für alle drei, denn weitere Wettbewerber stehen kurz vor dem Markteintritt.

Der Siegeszug von Video-Streaming

Netflix gelang es, seine US-Kundenbasis in den letzten 12 Monaten um 5 Mio. Haushalte zu erweitern und über 60 Mio. bezahlte Mitglieder zu erreichen. Etwa 103 Mio. amerikanische Verbraucher nutzen Amazon Prime, das sind etwa 11 % mehr als im vergangenen Jahr, so Schätzungen von Consumer Intelligence Research Partners. Hulus Zuschauerzahl ist auf 82 Mio. einmalige Nutzer gestiegen, und die Anzahl der gestreamten Stunden stieg im vergangenen Jahr um 75 %.

Da alle drei mehr Geld und Ressourcen in die Entwicklung und Förderung besserer Inhalte für ihre Streaming-Dienste investieren, kommen die Verbraucher. Millennials verbringen heute mehr Zeit damit, Netflix zu streamen, als sie im Durchschnitt traditionelles Kabelfernsehen sehen.

Am beeindruckendsten ist, dass Netflix, Amazon und Hulu es geschafft haben, die Zuschauerzahlen zu steigern, obwohl in den letzten Jahren neue Wettbewerber auf den Markt gekommen sind. Ihr First-Mover-Vorteil und ihr beträchtliches Content-Budget dürften es ihnen ermöglichen, die Zahl der Abonnenten und Zuschauer weiter zu steigern und dabei noch mehr Wettbewerb zu erzeugen.

Die Verbraucher sind bereit für mehr Streaming-Services

In den nächsten 12 Monaten werden mehrere hochkarätige Premium-Video-Streaming-Services auf den Markt kommen. AT&Ts WarnerMedia, Comcasts NBCUniversal, Disney und Apple planen alle, neue Dienste Ende 2019 oder Anfang 2020 einzuführen.

Viele Investoren befürchten, dass der Eintritt dieser neuen Wettbewerber mit großen Content- und Marketingbudges die bestehenden Wettbewerber negativ beeinflussen wird. Die Verbraucher planen nämlich bereits, Netflix für Disney+ zu kündigen.

Die Umfrageergebnisse von RBC zeigen jedoch, dass die Verbraucher zunehmend mehr Zeit für das Streamen aufwenden. Das bedeutet, dass sie wahrscheinlich weniger Zeit mit anderen Medien wie Kabelfernsehen, Heimvideos oder Kinos verbringen. Die Zunahme der Streaming-Möglichkeiten könnte diesen Trend beschleunigen. Disney+ zum Beispiel könnte einige Disney-DVD-Verkäufe ersetzen. Das heißt, die Ausgaben für neue Streaming-Dienste müssen nicht zu Lasten der bestehenden Streaming-Dienste gehen.

Allerdings werden versierte Verbraucher feststellen, dass sie nicht ständig jeden Streaming-Dienst abonnieren müssen. Es gibt schließlich nur eine begrenzte Anzahl an Stunden, um am Tag fernzusehen. Diese Verbraucher können je nach Zeitplan der Serienveröffentlichungen von Service zu Service wechseln. Das ist eigentlich ein Vorteil für die etablierten Dienste wie Netflix und Amazon, die einen stetigen Strom von neuen Inhalten haben. Die Verbraucher sind eher geneigt, diese Abonnements das ganze Jahr über zu behalten. Dienstleistungen wie HBO Now, die nur eine Handvoll hochkarätiger Serien haben, könnten höhere Saisonalität aufweisen.

Mehr Streaming-Möglichkeiten müssen nicht auf Kosten der etablierten Marktteilnehmer gehen. Das Wachstum von Amazon Prime Video und Hulu im vergangenen Jahr zeigt, dass die Verbraucher mehr Geld und Zeit für Video-Streaming ausgeben. Die Investoren sollten damit rechnen, dass sich dieser Trend fortsetzen und sich vielleicht beschleunigen wird, wenn neue Optionen auf den Markt kommen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 09.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von und empfiehlt Amazon, Apple, Netflix und Walt Disney. The Motley Fool hat die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Comcast. 

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