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Ambarella übertrifft die Gewinnerwartungen – Aktie schießt nach oben

Foto: Getty Images

Ambarella (WKN: A1J58B) veröffentlichte am 4. Juni nach Marktschluss seine Zahlen für das erste Quartal 2020. Trotz der makroökonomischen Spannungen, die das Wachstum gefährdeten, konnte der Chiphersteller für Videobearbeitung einen überraschenden bereinigten Gewinn vorweisen. Zudem macht das Unternehmen weiter Fortschritte im Bereich „Computer Vision“.

Die Aktien sind daraufhin im nachbörslichen Handel um 15 % gestiegen. Lass uns genauer anschauen, was dahintersteckt.

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Die Ergebnisse von Ambarella: Die nackten Zahlen

Kennzahl Finanzjahr Q1 2020* Finanzjahr Q1 2019 Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal
Umsatz 47,2 Millionen USD 56,9 Millionen USD (17 %)
GAAP-Nettogewinn (Verlust) (17,3 Millionen USD) (10 Millionen USD) n. a.
GAAP-Gewinn (Verlust) je Aktie (0,53 USD) (0,30 USD) n. a.

Datenquelle: Ambarella. *Quartalsende 30.04.2019. GAAP = Generally Accepted Accounting Principles

Was ist mit Ambarella in diesem Quartal passiert?

  • Der Umsatz lag etwas über dem Mittel der Vorhersage vom März in Höhe von 47 Millionen US-Dollar plus/minus 3 %.
  • Auf bereinigter (Nicht-GAAP-)Basis, die verschiedene Positionen wie aktienbasierte Gehälter nicht erfasst, erzielte Ambarella einen Nettogewinn von 0,3 Millionen US-Dollar oder 0,01 US-Dollar je Aktie. Das ist etwas weniger als die im Vorjahr erzielten 0,13 US-Dollar pro Aktie. Aber es ist mehr als der Analystenkonsens, der von einem Verlust von 0,05 US-Dollar ausgegangen war.
  • Die bereinigte Bruttomarge fiel um 22 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 59,6 % und lag in der Vorhersagespanne zwischen 59 und 60 %.
  • Ambarella kaufte letztes Quartal keine Aktien zurück. Aber am Ende des Quartals genehmigte der Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 50 Millionen US-Dollar, das bis 30. Juni 2020 gültig ist.
  • Ambarella beendete das Quartal mit einem Bestand an Bargeld oder bargeldnahen Vermögensgegenständen in Höhe von 366,2 Millionen US-Dollar. Das ist mehr als die 358,9 Millionen US-Dollar vom letzten Quartal, aber weniger als die 414,1 Millionen US-Dollar von vor einem Jahr.

Was das Management sagte

Ambarellas CEO Fermi Wang sagte:

„Unser Team baut weiterhin an der Grundlage einer Multimilliarden-Dollar-Wachstumsgelegenheit im Markt für [künstliche Intelligenz] und Computer Vision (CV). Trotz der volatiler und unsicherer werdenden geopolitischen Lage bleibt Ambarellas Geschäft stark. Wir erwarten in diesem Quartal einen Massenmarktumsatz durch unser zweites CV-Gerät CV25. Außerdem sind mehrere CV-Geräte in Produktion, mehrere CV-Designs werden in anderen Produkten verwendet und neue Technologien und Produkte sind in Entwicklung. Dadurch sieht Ambarella drei Umsatzwellen: erstens im Markt für professionelle Sicherheitskameras, zweitens Sicherheitskameras für Privatkunden und drittens dem Automobilmarkt.“

Die Zukunft

Ambarella teilte mit, dass „Bestellrückgänge für Sicherheitskameras aus China, die durch geopolitische Faktoren ausgelöst werden, den Umsatz und die Bruttomarge beeinflussen“.  Daher erwartet das Unternehmen einen Umsatz im zweiten Quartal in Höhe von 51 bis 53 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr waren es noch 63,5 Millionen US-Dollar. Trotzdem ist das noch mehr als die Analystenerwartungen, die bei 49 Millionen US-Dollar lagen. Die Bruttomarge fällt leicht auf 57 bis 59 %.

Die Aktie von Ambarella kostet deutlich weniger als zu ihrem 52-Wochen-Höchststand. Grund dafür sind die makroökonomischen Sorgen. Aber dank des Versprechens, dass die CV-Branche Fortschritte macht, scheint es so, als ob Investoren mehr als erfreut sind über diesen Jahresstart, der über den Erwartungen liegt. Ambarellas Aktienkurs hat verständlicherweise entsprechend darauf reagiert.

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Steve Symington hält keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Ambarella.

Dieser Artikel wurde von Steve Symington auf Englisch verfasst und am 04.06.2019 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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