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Tesla: Dieses Unternehmen könnte Elon Musks Robotaxi-Traum zerstören

Foto: The Motley Fool.

Teslas (WKN:A1CX3T) CEO Elon Musk machte auf dem Autonomy Day im April einen großartigen Eindruck und sagte den Investoren, dass sie irgendwann im nächsten Jahr mit einer Million selbstfahrender Taxis auf der Straße rechnen könnten. Das ist wirklich ehrgeizig, selbst für Musks Verhältnisse.

Tesla sollte bis 2017 ein vollständig selbstfahrendes Auto auf die Straße bringen. Das Unternehmen hat diesen Termin versäumt. Du solltest dich nicht wundern, wenn es auch den nächsten Termin nicht einhalten wird – der Plan von Musk, innerhalb von nur achtzehn Monaten so viele Robotaxen auf die Straße zu bringen, wird an den gesetzlichen Hürden scheitern. Außerdem gibt es Konkurrenz von Waymo, dem Tochterunternehmen von Alphabet (WKN:A14Y6F) (WKN:A14Y6H), das langsame, jedoch stetige Schritte zum Ausbau des eigenen Taxigeschäfts unternimmt.

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Waymo macht tatsächlich Fortschritte, während Tesla weiterhin Nachrichtenzirkus betreibt

Die Sparte für selbstfahrende Autos Waymo von Alphabet ist seit Jahren führend im Bereich des autonomen Fahrens. Die Autos haben Millionen von Kilometern auf öffentlichen Straßen zurückgelegt und die anderen Hersteller weit hinter sich gelassen.

So war es für Waymo logisch, den selbstfahrenden Service Ende letzten Jahres im Großraum Phoenix kommerziell einzuführen. Die Markteinführung des selbstfahrenden Taxidienstes Waymo One war jedoch mit gewissen Einschränkungen verbunden, wie z. B. der Anforderung, dass ein Testfahrer anwesend und der Einsatz auf einen festen Radius beschränkt sein muss.

Obwohl Waymo einen massiven technologischen Vorsprung vor den Konkurrenten hatte, beschloss Waymo, am Anfang auf Nummer sicher zu gehen. Aus diesem Grund scheint die Überzeugung von Musk, dass Teslas nächstes Jahr autonom fahren werden– was den Autobesitzern helfen sollte, bis zu 30.000 US-Dollar pro Jahr zu verdienen, indem sie ihre Fahrzeuge vermieten – scheint weit hergeholt.

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) sagt, dass vollautomatische Sicherheitsfunktionen in Autos erst nach 2025 zu erwarten sind. Das erscheint logisch, da selbstfahrende Autos umfangreichen Tests unterzogen werden müssen, bevor sie für autonomes Fahren geeignet sind. Schließlich geht es um das Leben von Menschen, wenn Autos anfangen, selbstständig zu fahren.

Doch Tesla hat die selbstfahrenden Autos noch nicht umfassend getestet, so wie es Waymo getan hat. Die Tesla-Autos haben auch keine einwandfreie Sicherheit: Die Autos waren an tödlichen Unfällen beteiligt, selbst wenn das Autopilotsystem aktiviert war.

Deshalb ist es wahrscheinlich nichts anderes als ein Wunschtraum, dass Tesla von den Regulierungsbehörden grünes Licht erhält, um bis zum nächsten Jahr eine Million Robotertaxen auf die Straße zu bringen. Doch wir können nicht dasselbe über Waymo sagen – das Tochterunternehmen von Alphabet scheint nun dank der jüngsten Partnerschaft auf Kurs zu sein, das Robotaxi-Geschäft auszubauen.

Alphabet macht einen weiteren Schritt in Richtung Monetarisierung der autonomen Technologie

Waymo hat das selbstfahrende Taxi-Angebot in Phoenix erweitert, indem das Unternehmen sich mit Lyft zusammengetan hat. Die Kunden des Mitfahrunternehmens können mithilfe der App von Lyft ein selbstfahrendes Waymo-Auto anfordern, obwohl es hinter dem Steuer dieser Autos Sicherheitsfahrer geben wird.

Der Service ist vorerst begrenzt, da nur 10 Waymo-Fahrzeuge für Lyft-Kunden in ausgewählten Städten im Raum Phoenix zur Verfügung stehen. Doch trotz des begrenzten Umfangs ist das ein großartiger Schritt nach vorn, denn es zeigt uns die Zukunft der selbstfahrenden Industrie.

Eine der größten Herausforderungen, vor denen Unternehmen wie Lyft und Uber stehen, ist es, ihre Fahrer glücklich zu machen. Uber hat kürzlich die Vergütung der Fahrer um 25 % gekürzt und angeblich die Konten der Fahrer blockiert. Da Uber Berichten zufolge bei jeder Fahrt durchschnittlich 58 Cent verliert, ist das Unternehmen wahrscheinlich gezwungen, Maßnahmen zur Kostensenkung zu ergreifen.

Die Reduzierung der Fahrergehälter ist eine Möglichkeit, wie diese Fahrgemeinschaften das erreichen können. Doch ein solcher Zug wird zwangsläufig auf Widerstand stoßen, wie der jüngste Fahrerstreik zeigt.

Hier kommt Waymo mit den selbstfahrenden Taxis ins Spiel. Das Unternehmen kann sich mit mehreren Fahrgemeinschaften zusammenschließen und sie mit autonomen Fahrzeugen versorgen, die alleine fahren und das menschliche Element aus der Gleichung nehmen könnten.

Kein Wunder, dass Waymo jetzt ein Werk in Detroit einrichten will, um selbstfahrende Autos herzustellen, die als Vorläufer für eine breitere Einführung des Robotaxi-Services angesehen werden könnten.

Tesla hingegen hat einen viel einfacheren Plan – ein Software-Update an die eigenen Autos zu senden, um sie mit Selbstfahrfunktionen auszustatten. Musk glaubt, dass er so die anderen in der autonomen Fahrtechnik überholen kann. Doch sei nicht überrascht, wenn Waymo, mit dem langsamen und stetigen Ansatz, als Gewinner hervorgeht, indem das Unternehmen sich mit genau den Firmen zusammenschließt, gegen die Musk konkurrieren will.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan auf Englisch verfasst und am 04.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A shares), Alphabet (C shares) und Tesla. The Motley Fool empfiehlt Uber Technologies.

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