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adidas: Gewinner des andauernden Handelskonfliktes

Foto: Getty Images

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China bestimmt derzeit das Geschehen an den Aktienmärkten. In regelmäßigen Abständen gibt es Nachrichten von einer weiteren Zuspitzung des Konfliktes. Längst macht der Begriff „Handelskrieg“ die Runde. Wie in jedem Krieg muss es aber auch, neben den Verlierern, Gewinner geben. Eine alte Weisheit. Und zu einem dieser Gewinner kann sich die deutsche adidas (WKN: A1EWWW) entwickeln.

adidas in China etabliert

Das chinesische Geschäft macht aktuell rund 20 % des Umsatzes der deutschen adidas aus. Bislang ist der Konzern mit den drei Streifen im Reich der Mitte noch die Nummer 1 im Sportartikelsegment. Durch den sich immer weiter zuspitzenden Handelskonflikt dürfte jetzt der Abstand zum Zweitplatzierten Nike (WKN: 866993) sogar weiter ausgebaut werden.

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Nike bislang die Nummer 2 in China

Nike ist zwar Sponsor der Fußballliga „Super League“ und des Shanghai-Marathons und kann sich seit rund fünf Jahren über stetig wachsende Umsätze in China freuen. Doch damit könnte es bald zu Ende sein. Seit fünf Jahren wächst Nikes Umsatz in dem Riesenmarkt, im vergangenen Jahr gab es ein Plus von fast einem Viertel und im ersten Quartal des Jahres betrug der Zuwachs des chinesischen Marktes knapp 20 % – doch wenn jetzt die chinesische Staatsführung die Zügel im Handelsstreit mit den USA weiter anzieht, könnte es sich für Nike „ausgespurtet“ haben.

Mit Spannung blicken die amerikanischen Unternehmen auf den bevorstehenden G20-Gipfel Ende Juni in Japan. Kommt es da zu einem Durchbruch oder spitzt sich die Lage weiter zu? Denn mit deutlichen Zollanhebungen werden die Produkte teurer und damit für die Kundschaft weniger attraktiv. Doch Sportsachen werden weiter benötigt und gekauft.

adidas mit Ausbau der China-Präsenz

Und da kommen die Herzogenauracher ins Spiel: Hier drohen keine verschärften Zollmaßnahmen und die Marke mit den drei Streifen, die sich jetzt schon großer Beliebtheit erfreut, könnte sich dann auf zunehmende Umsätze und Verkäufe freuen. Und das Unternehmen hat bereits reagiert: In diesem Jahr sollen 1.000 Geschäfte alleine in China eröffnet werden. Dabei wird das Ziel verfolgt, die Präsenz in diesem Land zu erhöhen und die Produkte in 2.400 chinesischen Städten zu vertreiben. Auch der Onlinebereich soll weiter ausgebaut werden.

Wie gewinnbringend dieses Land ist, sieht man an der Entwicklung des vergangenen Jahres. Während der Umsatzzuwachs weltweit 8 % erreichte, legte er in China (Festlandchina, Hongkong und Taiwan) um nahezu ein Viertel zu. Kannst du dir vorstellen, was passieren würde, wenn jetzt noch Nike als ernst zu nehmender Konkurrent (wenn auch sicherlich nur vorübergehend) im chinesischen Reich wegbricht?

Sportliche Großereignisse

Ohnehin ist die Aktie von adidas einen Blick wert: Die bevorstehenden Sportereignisse, die Damenfußball-WM, die Olympischen Spiele, die Herren-Fußball-EM im kommenden Jahr et cetera werden für klingelnde Kassen sorgen. Und nicht nur deshalb gibt es dann bei adidas etwas zu feiern – es gibt noch einen weiteren Grund.

Zeit für Geschenke

adiadas feiert in diesem Jahr übrigens den 70. Geburtstag. Derzeit sieht es so aus, als ob sich der Sportartikelhersteller mit steigenden Umsätzen und zunehmenden Gewinnen selbst reich beschenken wird und dann ein Stück des Kuchens den Anteilseignern im Zuge von steigenden Kursen und sicherlich einer steigenden Dividende abgeben könnte. Und die Größe des Kuchens könnte durch die Handelsstreitigkeiten und das Geschäft in China maßgeblich beeinflusst werden.

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Uli Jörg Lotter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nike.

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