The Motley Fool

3 Aktien, die ich niemals kaufen würde

Wir Fools schreiben immer sehr viel darüber, wie man richtig in Aktien investiert und welche Aktien wir für die „richtigen“ halten. Aber selten geht es darum, welchen Aktien wir nicht so viel Potenzial einräumen.

Schade eigentlich! Denn als Investoren sollten wir eher versuchen, Argumente gegen unsere Aktien zu finden. Denn nur so machen wir uns ernsthafte Gedanken darüber, ob unsere Investitionen wirklich die richtigen sind. Schönreden kann man sich schließlich alles!

Daher stelle ich dir jetzt drei Aktien vor, die ich wahrscheinlich nie im Leben kaufen werde. Ich habe mir dazu die Deutsche Bank (WKN: 514000), den Snapchat-Betreiber Snap (WKN: A2DLMS) und den Fahrdienstvermittler Uber (WKN: A2PHHG) herausgesucht. Los geht’s!

Schwache Leistung ohne Leidenschaft

Bei der Deutschen Bank läuft seit Jahren schon nichts mehr wirklich zusammen. Klar, das Unternehmen konnte 2018 erstmals seit Jahren wieder einen Gewinn ausweisen – aber der Aktienkurs spricht Bände über die langfristige Unternehmensentwicklung.

Während sich die Aktien vieler Konkurrenten auf wesentlich höheren Ständen befinden als zur Finanzkrise 2008, ist die Deutsche Bank-Aktie aktuell nur noch halb so viel wert wie auf ihrem damaligen Tiefpunkt (Stand: 07.06.2019). Aua!

Daran ist teils die Deutsche Bank schuld, die es verpasst zu haben scheint, sich rechtzeitig zukunftsfähig aufzustellen, und gleichzeitig mit haufenweise Altlasten und einem katastrophalen Image zu kämpfen hat.

Zum Teil sind es aber auch einfach die Marktgegebenheiten: Konkurrenzdruck durch Sparkassen und Genossenschaftsbanken, Nullzinsen und EU-Regulatorik sind Belastungen, mit denen die amerikanischen Konkurrenten zum Beispiel nicht zu kämpfen haben.

Wer auch immer daran schuld ist: Ich sehe bei der Deutschen Bank weder eine echte Zukunftsperspektive noch Wettbewerbsvorteile, noch ein engagiertes Management, weswegen die Aktie bei mir krachend durch alle Foolishen Checks durchrasselt.

Heute noch Snapchat … und morgen?

Als Nächstes hat es der US-Tech-Konzern Snap auf meine Liste geschafft, der Betreiber des bei Jugendlichen sehr beliebten Instant-Messaging-Dienstes Snapchat.

Das klingt zwar im ersten Moment gar nicht schlecht: Die App wird gerne und viel genutzt und im ersten Quartal 2019 nahmen die täglich aktiven Nutzer sogar um vier Millionen (2,2 %) zu.

Doch das ist in meinen Augen langfristig nichts wert: Bei den Snapchat-Nutzern handelt es sich um eine Bevölkerungsgruppe, die extrem schnell ihre Angewohnheiten wechselt – ich weiß das, ich gehöre selber dazu.

In fünf Jahren könnte schon eine ganz andere Plattform „in“ sein, die vielleicht noch lustigere Hundefilter bietet, um noch schrägere Bilder zu knipsen. Das sind keine guten Bedingungen für ein langfristiges Investment.

Nach dem IPO keine Zukunft

Als Letztes habe ich mir den Fahrdienstvermittler Uber herausgesucht. Mein Problem mit der Aktie sind gar nicht die hohen Verluste, die Uber Jahr für Jahr ausweist. Vielmehr glaube ich, dass Uber langfristig das Geschäft weggenommen werden wird – von einem anderen, recht jungen US-Unternehmen: Tesla (WKN: A1CX3T).

Die Kalifornier sind führend beim autonomen Fahren und haben vor Kurzem auf einer Investorenveranstaltung demonstriert, wie weit sie mit der Technologie schon sind. Anwesenden bot Tesla kurze Probefahrten in einem vollkommen autonom fahrenden Model 3 an und auf YouTube ist ein Clip zu sehen, wie sich ein Tesla vollkommen problemlos durch den Straßenverkehr navigiert. In einem Jahr soll es schon sicherer sein, das Auto von alleine fahren zu lassen, als das Steuer in die Hand zu nehmen.

Das Problem für Uber ist nun, dass das autonome Fahren mitnichten eine Spielerei für Tesla-Besitzer bleiben wird. Schon bald plant das Unternehmen, sein autonomes Taxinetzwerk an den Start zu bringen, das Fahrgäste zu einem Bruchteil der Kosten eines Uber-Fahrers von A nach B bringen wird.

Schon wenige Jahre nach dem IPO könnte damit die Story für Uber schon wieder vorbei sein – ein eindeutiger Grund gegen ein Investment.

Mal sehen, ob ich recht behalte

Ich möchte nicht ausschließen, dass die Aktien der genannten Unternehmen in einigen Jahren höher stehen werden als heute. Vielleicht stellt sich sogar irgendwann heraus, dass ich mich in den langfristigen Geschäftsaussichten geirrt habe. Bei allen drei Kandidaten gäbe es Möglichkeiten, wie das geschehen könnte.

Doch im Moment halte ich diese Szenarien nicht für wahrscheinlich – und das führt dazu, dass sich die drei Aktien im Moment ganz weit weg von meinem Kaufzettel befinden.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt Uber Technologies.

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