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Warum Generikahersteller im Mai bis zu 43,2 % verloren haben

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Was bisher geschah

Der letzte Monat war für die Generikaindustrie einer zum Vergessen, denn sie wurde frontal von einer ausgedehnten Klage von Dutzenden von Staaten getroffen, die behaupten, es habe illegale Preisabsprachen zur Festsetzung von Arzneimittelpreisen gegeben. Die Aktien fast aller Unternehmen, die mit der Herstellung oder dem Vertrieb von Generika verbunden sind, sanken angesichts dieser Nachricht.

Die Aktie von Teva Pharmaceutical (WKN:883035) führte das Feld an mit einem Rückgang von 43,2 %, gefolgt von einem 41,4 %-Rückgang der Aktien von Amneal Pharmaceuticals (WKN:A2JLMD), nach Daten von S&P Global Market Intelligence. Die Nachrichtenplattform zeigt auch, dass die Aktien von Lannett (WKN:882871) 31,6 % und die Aktien von Mylan NV (WKN:14NYH) 37,8 % verloren.

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Was nun?

Die Ereignisse, die im Mai auf die Wall Street übergegriffen haben, reichen bis in den Sommer 2014 zurück. Zu diesem Zeitpunkt kamen die ersten Vorladungen vom State of Connecticut Office of the Attorney General, als es begann, ungewöhnliche Preisanomalien in der Branche zu untersuchen. Im Dezember 2016 wurde dann eine Klage gegen Generikahersteller eingereicht. Jetzt ist die neueste Klage größer und detaillierter als das Original und an ihr sind 44 Staatsanwälte und mindestens ein Dutzend Generikahersteller beteiligt.

Die Analysten und Investoren haben recht mit ihren Sorgen. Obwohl die Branche mit hohen Bußgeldern und Zahlungen beigelegt werden konnte, wird sie wahrscheinlich auch zu einer stärkeren Regulierung der Generikaindustrie führen. Die Wall Street ist vorerst mehr mit Ersterem beschäftigt.

So verlor Lannett beispielsweise einen lukrativen Vertrag mit Jerome Stevens Pharmaceuticals (JSP), der im Geschäftsjahr 2018 37 % des Gesamtumsatzes erwirtschaftete. Dazu gehörte das Produkt Levothyroxin mit vielversprechendem Wachstumspotenzial. Das Unternehmen hat seitdem Fortschritte beim Wachstum und der Diversifizierung der Umsätze gemacht, steht aber dennoch vor einem Problem. Daher hat die branchenweite Klage für das Small-Cap-Unternehmen schlimmere Folgen als für seine größeren Konkurrenten.

Amneal Pharmaceuticals, das Lannett aus dem Vertrag mit JSP herausboxte, teilte mit, es habe Briefe von zwei Staaten erhalten, die beabsichtigten, Ansprüche gegen das Unternehmen geltend zu machen. Der jüngste vierteljährliche SEC-Auszug enthält sieben vollständige Seiten, in denen acht verschiedenen Klagen beschrieben werden, die sich über Generikakartellverfahren erstrecken. Dieses Muster wiederholt sich in den SEC-Meldungen von Teva Pharmaceutical und Mylan.

Die Wall Street ist zunehmend beunruhigt über die wachsende Unsicherheit, mit der Teva Pharmaceutical konfrontiert ist. Das Unternehmen wird nicht nur als führendes Unternehmen bei der Verschwörung zur Festsetzung von Generikapreisen bezeichnet, sondern ist auch von Klagen wegen seiner Rolle in der Opioidkrise betroffen. Es stimmte vor Kurzem einer Vergleichszahlung in Höhe von 85 Mio. US-Dollar zu, um zu vermeiden, dass es im Staat Oklahoma vor Gericht gestellt wird.

Das ist zwar ein relativ kleiner Betrag, aber UBS-Analyst Navin Jacob warnte davor, dass er größer sei als erwartet. Da größere Klagen anhängig sind, erhöhte der Analyst die Schätzung für die gesamten Vergleichszahlungen von 1 Mrd. US-Dollar auf über 4 Mrd. US-Dollar. Teva Pharmaceutical beendete den März mit 2 Mrd. US-Dollar in bar.

Und jetzt?

Um ganz offen zu sein, die Tatsache, dass 44 Staaten die Generikaindustrie im Visier haben, ist eine schreckliche Nachricht für die betroffenen Aktien. Einzelanleger können mit hohen Bußgeldern und Vergleichszahlungen rechnen, obwohl eine strengere Aufsicht und Regulierung nicht ausgeschlossen ist. Es könnte besser sein, diese Unsicherheit ganz zu meiden.

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Dieser Artikel wurde von Maxx Chatsko auf Englisch verfasst und am 04.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Mylan.

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