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Diese 3 Geschäftsteile von Amazon werden von Kartellbehörden geprüft

Foto: Amazon

Die aufsichtsrechtliche Prüfung der größten Technologieriesen hat sich in den letzten Monaten rasant verschärft, da die Sorge über Marktmacht und potenziell wettbewerbswidrige Geschäftspraktiken immer größer wird. Politiker fordern die Auflösung vieler Unternehmen, da sie glauben, dass solche drastischen Maßnahmen den Wettbewerb stärken und letztlich den Verbrauchern zugute kommen würden. Vor Kurzem hat die Federal Trade Commission (FTC) die Leitung bei der Untersuchung von Amazon.com (WKN:906866) auf mögliche Kartellrechtsverletzungen übernommen, kurz nachdem die FTC einen monumentalen Erfolg über Qualcomm erzielt hatte.

Diese drei Geschäftsteile nehmen die Regulierungsbehörden laut Vox genauer unter die Lupe.

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1. Preise von Fulfillment by Amazon

Fulfillment by Amazon (FBA) ist eines der erfolgreichsten Programme von Amazon und eine wichtige Komponente bei der Finanzierung der Prime-Versandkosten. Verkäufer, die an FBA teilnehmen, zahlen eine Vielzahl von Gebühren für die Lagerhaltung und Verpackung bis hin zum Versand und der Bearbeitung von Retouren — im Wesentlichen übernimmt Amazon alle Aspekte der Abwicklung von Kundenaufträgen.

Weniger bekannt ist, dass sich FBA auf andere E-Commerce-Plattformen von Drittanbietern erstreckt. Amazon bearbeitet sogar Händleraufträge, die im Rahmen seines Multi-Channel-Fulfillment-(MCF)-Angebots auf konkurrierenden Websites platziert werden. Das Problem ist, dass die FBA-Gebühren für die Ausführung von Bestellungen auf Webseiten Dritter in einigen Fällen viel höher sind als die FBA-Gebühren auf der Amazon-Plattform.

Amazon listet auf seiner Website mehrere Beispiele von Produkten und die damit verbundenen Gebühren auf. MCF hat verschiedene Preisstufen, die auf den Lieferzeiten basieren, und „schnell“ ist vergleichbar mit Primes kostenlosem Versand innerhalb von zwei Tagen.

Gegenstand FBA (Prime) MCF (schnell) Differenz (in %)
T-Shirt 3,68 USD pro Stück 8,30 USD pro Stück 126 %
Babybett 10,92 USD pro Stück 16,42 USD pro Stück 50 %
Computermonitor 75,78 USD pro Stück 78,30 USD pro Stück 3 %

DATENQUELLE: AMAZON.

Der Unterschied kann je nach Gegenstand stark variieren, aber in einigen Fällen ist er ziemlich extrem.

2. Wettbewerb auf einer eigenen Plattform

Amazon wurde dafür kritisiert, dass es auf seiner eigenen Plattform konkurriert. Der E-Commerce-Riese bringt weiterhin eine wachsende Zahl von Eigenmarken auf den Markt, die sich auf rund 120 belaufen. Der Interessenkonflikt ist besonders ausgeprägt, wenn man sich das boomende Werbegeschäft ansieht; Amazon wurde kürzlich dabei erwischt, seine eigenen Angebote bei Produktsuchen stark zu bewerben, und hat seine Anzeigen nach Kritik anschließend zurückgeschraubt.

„Drittverkäufer treten uns in den Erstanbieter-Hintern. Und zwar ordentlich“, schrieb CEO Jeff Bezos im letzten jährlichen Aktionärsbrief. Bezos legte sogar Daten vor, die belegen, dass der Drittumsatz im vergangenen Jahr 58 % des physischen Brutto-Warenumsatzes ausmachte — und das, obwohl Amazons First-Party-Umsatz von 1,6 Mrd. US-Dollar des Jahres 1999 auf 117 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018 gestiegen war.

Anteil Dritter am physischen Brutto-Warenverkauf. DATENQUELLE: AMAZON. DIAGRAMM: AUTOR.

Dennoch ist der Wettbewerb mit den eigenen Händlern ein Interessenkonflikt, und die FTC ist besonders besorgt, ob Amazon seinen Zugang zu Verkaufsdaten von Drittanbietern nutzt, um seine eigenen strategischen und First-Party-Produktentscheidungen zu steuern, so der Bericht.

3. Prime-Bundling könnte zu mächtig sein

Im Laufe der Jahre hat Amazon immer mehr Vorteile in sein äußerst beliebtes Prime-Mitglieder-Programm gepackt, das 120 US-Dollar pro Jahr kostet und jetzt Video-Streaming, Musik-Streaming, Rabatte bei Whole Foods, frühen Zugang zu Lightning-Angeboten, Cloud-Fotospeicherung, Versand innerhalb von zwei Tagen und mehr beinhaltet. Das Unternehmen bestätigte im vergangenen Jahr, dass es weltweit nun mehr als 100 Mio. Prime-Mitglieder hat.

Der Wettbewerb mit Prime in einem der unzähligen Bereiche, in denen es Vorteile bietet, ist ein gewaltiges Unterfangen, insbesondere für Unternehmen, die nur einen einzigen Service bieten. Amazon hat eine einzigartige Bereitschaft, fast unbegrenzt auf Gewinne zu verzichten, und Prime könnte es möglicherweise zulassen, dass es Konkurrenten unterbietet und damit den Wettbewerb untergräbt.

Es ist unklar, ob die FTC tatsächlich eine formelle Untersuchung eingeleitet hat, aber die Agentur beginnt definitiv Fragen zu stellen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochter, ist Mitglied im Vorstand von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und am 05.06.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.

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