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„Investoren, beachtet mich!“ – Warum die BASF-Aktie nicht der einzig spannende DAX-Chemieriese ist

Foto: Getty Images

Auch wenn unser heimischer Börsenindex, der DAX, ganzheitlich gesehen viele eher bekannte Namen in sich vereint, existieren innerhalb der einzelnen 30 Indexvertreter doch so einige Unterschiede. Einige genießen so beispielsweise mehr Interesse der Investorenschar, andere hingegen deutlich weniger.

So möglicherweise auch im Fall von BASF (WKN: BASF11) und Covestro (WKN: 606214). Denn auch wenn sich ein Großteil der Berichterstattung stets m BASF dreht, könnte auch die zweite DAX-Chemieaktie durchaus über ein paar interessante Ansatzpunkte verfügen.

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Lass uns daher im Folgenden einmal einen Blick auf die Covestro-Aktie werfen und sehen, was sie denn so kann. Sowie vielleicht auch ein ums andere Mal einen vergleichenden Blick auf den größeren DAX-Bruder BASF werfen.

So fundamental günstig ist die Covestro-Aktie momentan

Eine ganz wesentlicher Aspekt, mit dem die Covestro-Aktie gegenwärtig aufwarten kann, ist eine vergleichsweise preiswerte fundamentale Bewertung. So kam die DAX-Aktie im vergangenen Jahr auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 9,46 Euro, was bei einem derzeitigen Kursniveau von 41,33 Euro lediglich einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 4,4 entsprechen würde. Durchaus preiswert, nicht wahr?

Allerdings handelt es sich bei diesem Wert (leider!) derzeit nur um die halbe Wahrheit. Bereits in diesem Jahr sowie im kommenden Geschäftsjahr 2020 rechnet Covestro nämlich wieder mit niedrigeren Gewinnen je Aktie. Unterm Strich soll innerhalb des aktuellen Zwölfmonatszyklus so beispielsweise ein Gewinn je Aktie in Höhe von 4,21 Euro sowie im kommenden Jahr ein Wert von 4,58 Euro übrig bleiben. Zumindest sofern man gängigen Prognosen glauben darf.

Das würde jedoch immer noch bedeuten, dass die Covestro-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von jeweils unter 10 für diese beiden Jahre gehandelt würde, bei dem man immer noch vortrefflich darüber streiten könnte, ob das nicht preiswert ist. Die BASF-Aktie kommt derzeit jedenfalls bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 5,12 Euro sowie einem Kursniveau von 61,26 Euro auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 12, was im Vergleich zu Covestro definitiv teurer ist.

So spannend ist die Dividendengeschichte

Aus der Sicht der Dividende könnte hierbei übrigens der Vergleich mit dem großen Bruder BASF ebenfalls  lohnen. Denn auch wenn BASF innerhalb der vergangenen Jahre die eigene Ausschüttung stetig moderat angehoben hat und per hauseigener Dividendenpolitik vorsieht, zumindest stets eine konstante Dividende auszuzahlen, kann Covestro hier bislang durchaus solide mithalten.

Covestro plant nämlich ebenfalls gemäß der hauseigenen Dividendenpolitik, stets eine Dividende auszuschütten, die jeweils über oder zumindest auf dem Niveau des Vorjahres sein soll. Übersetzt hieße das ebenfalls, dass hier zumindest konstante Dividenden lauern dürften.

In diesem Sinne kann der kleinere Chemieriese nun jedenfalls bereits auf vier Erhöhungen in seiner bisherigen kurzen Dividendenhistorie zurückblicken, was möglicherweise ein interessanter Vorgeschmack für die weitere Ausschüttungsrichtung sein könnte.

Zudem schüttete Covestro im vergangenen Jahr eine Dividende in Höhe von 2,40 Euro aus, was bei dem derzeitigen Kursniveau einer Dividendenrendite von 5,80 % entsprechen würde. BASF kommt bei einer 2018er-Dividende in Höhe von 3,20 Euro und dem oben genannten Kursniveau übrigens auf eine geringere Dividendenrendite von 5,22 %. Auch aus dem Blickwinkel eines Einkommensinvestors könnten sich hier daher weitere Recherchen durchaus anbieten.

Der Teufel könnte im Detail liegen, aber …

Wie wir daher unterm Strich sehen können, ist die Covestro-Aktie zumindest unter diesem kurzen, doch recht oberflächlichen Blickwinkel definitiv ein spannendes und vergleichsweise günstiges Papier, das aus Dividendensicht der Aktie von BASF durchaus Konkurrenz machen kann.

Wobei man natürlich bedenken sollte, dass eine Dividende und eine rein objektiv günstigere kennzahlenbasierte Bewertung natürlich kein vollkommenes Bild abgeben dürften und der Teufel hier selbstverständlich im Detail stecken könnte.

Nichtsdestoweniger könnte auch die Covestro-Aktie daher durchaus einen näheren Blick verdient haben. Und ebenso einen Teil der Aufmerksamkeit, der bislang eher der BASF-Aktie zuteil wird.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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