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Apple setzt auf den App Store

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Die regulatorische Prüfung des App Stores von Apple (WKN:865985) hat sich in den letzten Monaten intensiviert, auch aufgrund einer formellen Beschwerde des Konkurrenten Spotify an die europäischen Regulierungsbehörden Anfang des Jahres, in der behauptet wird, dass Apple wettbewerbswidriges Verhalten an den Tag lege. Die niederländischen Regulierungsbehörden haben nun eine Kartelluntersuchung eingeleitet, um die Vorwürfe zu untersuchen. Die grundsätzliche Kritik – dass Apple unfaire Vorteile daraus ziehe, dass das Unternehmen auf seiner eigenen Plattform in Konkurrenz mit anderen trete, während es den Wettbewerb unterbieten könne, weil es 15 bis 30 % der Umsätze von Drittanbietern kassiere – ist nicht gerade neu.

Vielmehr ist der Chor der verärgerten Drittanbieter, die mit Apple konkurrieren, mit der Zeit nur noch lauter geworden. Mit der Einführung von immer mehr Diensten durch Apple wird auch die Liste der Entwickler, die zu Konkurrenten werden, immer länger. In einer bedeutenden Entscheidung Anfang dieses Monats urteilte der Oberste Gerichtshof der USA, dass Verbraucher Apple wegen Kartellverstößen verklagen können. Der Mac-Macher geht nun in die Defensive.

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Nur weil es einen Wettbewerb gibt, bedeutet das nicht, dass er fair ist

Apple hat nun eine Webseite über die „Prinzipien und Praktiken“ des App Stores eingerichtet, um zu begründen, nach welchen Prinzipien Apple das digitale Schaufenster betreibt. Der Tech-Riese aus Cupertino stellt fest, dass der Vertrieb von Apps ausschließlich über den App Store es  ermöglicht, hohe Standards für Datenschutz, Sicherheit und Inhalte einzuhalten. Was die Aspekte der Sicherheit mobiler Apps betrifft, so liegt Apple vor Android und seinem Google Play Store, wo regelmäßig bösartige Malware-Anwendungen entdeckt werden, was das Vertrauen in die mobile Plattform der Tochtergesellschaft Alphabet untergräbt.

Apple verweist auch auf die massive App-Wirtschaft, die das Unternehmen mit aufgebaut hat, indem es seit der Eröffnung des App Store im Jahr 2008 insgesamt 120 Mrd. US-Dollar an Entwickler ausgezahlt hat. Es gibt inzwischen 20 Mio. registrierte Apple-Entwickler und das Unternehmen sagt, dass die App-Industrie über 1,5 Mio. Arbeitsplätze in den USA und rund 1,6 Mio. Arbeitsplätze in Europa geschaffen habe.

„Wir glauben, dass Wettbewerb alles besser macht und zu den besten Apps für unsere Kunden führt“, sagt Apple und verweist auf zahlreiche Kategorien, in denen Drittanbieter-Entwickler mit Apps von Apple konkurrieren. Das vereinfacht jedoch die Kontroverse zu sehr.

Es besteht kein Zweifel daran, dass es einen Wettbewerb gibt. Die Frage ist, wie Apple mit Drittanbietern konkurriert und ob die Wettbewerbsbedingungen gleich sind oder nicht. Die Apps und Dienste von Apple genießen eine tiefere Integration in iOS und Angebote von Drittanbietern können in der Regel nicht zur Standard-App für eine bestimmte Funktion gemacht werden. Apple verstößt regelmäßig gegen verschiedene Richtlinien, die von Drittanbietern einzuhalten sind, und wird nicht dadurch belastet, 15 bis 30 % an einen Vermittler zahlen zu müssen.

Apples „vollständige und beispiellose Macht“

Unabhängig davon setzte sich Philip Shoemaker, der ehemalige Leiter der Abteilung für Genehmigungen beim App Store, mit Bloombergs Mark Gurman zusammen, um die Kontroverse zu besprechen. Shoemaker war verantwortlich für das Team, das von 2009 bis 2016 Apps überprüfte und genehmigte und er äußerte Bedenken, dass Apple den Wettbewerb tatsächlich untergrub. „Es gibt jetzt einen Konflikt, wenn Apple in diese Bereiche geht, die reif für den Wettbewerb sind“, sagte Shoemaker in dem Gespräch. „Ich mache mir wirklich Sorgen um die Konkurrenz.“

Shoemaker hatte zuvor im März einen Medium-Blogbeitrag verfasst, nachdem Spotify seine Beschwerde eingereicht hatte, in dem verschiedene politische Vorschläge gemacht wurden, wie Apple die Kritikpunkte angehen könnte. „Da der App Store die einzige Möglichkeit ist, Apps auf einem iPhone und iPad zu installieren, hat Apple eine vollständige und beispiellose Macht über die Geräte seiner Kunden“, schrieb Shoemaker. „Die Entscheidungen, die sie in Bezug auf Drittanbieter-Apps treffen, müssen einwandfrei sein und sind es derzeit nicht.“

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 29.05.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aplhabet und Google. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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