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Tesla mit „neuem“ Geschäftsmodell – kann das die Pleite abwenden?

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Die Aktie von Tesla (WKN: A1CX3T) hat in diesem Jahr einen langsamen, aber insgesamt doch recht kräftigen „Bautz“ hingelegt. Allein seit Beginn des Börsenjahres sank die Aktie des Elektroautopioniers von einem Kursniveau von 271 Euro auf das derzeitige Niveau von ca. 171 Euro, was einem Einbruch von rund 37 % entspricht.

Die gute Nachricht in diesem Kontext ist jedoch, dass die Aktie von Tesla innerhalb der vergangenen Tage wieder ein kleines Lebenszeichen von sich gegeben hat. Denn immerhin verteuerte sich das Papier allein seit vergangenem Dienstag von ca. 160 Euro auf das derzeitige Niveau, was definitiv beeindruckend ist.

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Genauso wie der Grund, weshalb die Aktie nun wieder steigen konnte. Lass uns im Folgenden einmal schauen, wieso dieser mit einem eigentlich neuen Geschäftsmodell zusammenhängen könnte und mit neuer Zeit, die Tesla nun wohl gewonnen hat.

Tesla verkauft Umweltzertifikate

Wie bekannt geworden ist, verfügt der Elektroautoproduzent über eine weitere milliardenschwere Einnahmequelle, die vielen Investoren bislang noch nicht aufgefallen ist: den Verkauf von US-Emissionsrechten.

Demnach kaufte eine ganze Reihe verschiedener Automobilproduzenten bei Tesla Emissionsrechte, darunter Fiat Chrysler oder auch General Motors. Beide hätten demnach Schwierigkeiten beim Einhalten der immer strenger werdenden Emissionsregeln trotz immer neuerer, umweltfreundlicher Modelle, was diesen Schritt nun erforderlich werden ließ.

Tesla, das aufgrund der Fokussierung auf E-Automobile und noch immer geringen Produktionszahlen wenig Probleme mit den derzeitigen gesetzlichen Regularien zu haben scheint, ließ sich diese Zertifikate fürstlich bezahlen. Seit dem Jahr 2010 habe der Autopionier bereits 2 Mrd. US-Dollar mit dem Verkauf solcher Umweltzertifikate eingenommen, was nicht unerheblich ist. Und gerade jetzt ein überlebenswichtiges Puzzleteil sein könnte.

Bei Tesla ist Zeit nicht Geld, sondern Geld Zeit

Für Tesla bedeutet dieses Geschäftsmodell nämlich vor allem eins: ein kleines finanzielles Polster sowie Geld, das eigentlich eher für Zeit einstehen dürfte. Derzeit wird nämlich bereits darüber spekuliert, wie lange sich der Autobauer noch seine bisherigen Cash-Burn-Ratios leisten kann, bzw. ob über Tesla nicht über kurz oder lang ein ernstzunehmender Pleitegeier schweben könnte. Trotz seiner innovativen Produkte, trotz seines Pionierstatus.

Auch Tesla-Chef Elon Musk hat wohl inzwischen davor gewarnt, dass der Elektroautoproduzent pleitegehen könnten, wobei er diesen Satz natürlich letztlich mit wichtigen Neuigkeiten verknüpft hat, um möglicherweise unter den bisherigen Fans (und Noch-Nicht-Kunden) ein wenig Dramatik zu verbreiten.

Nichtsdestoweniger scheint ein solches Szenario nicht mehr gänzlich von der Hand zu weisen, wodurch solch kleinere Finanzspritzen natürlich umso wichtiger werden, um mehr Zeit zu bekommen, damit Tesla an sich, seinen Absatzzahlen und der Produktion feilen kann. Und ab irgendeinem Zeitpunkt das Ruder herumreißen kann und endlich nachhaltig in die schwarzen Zahlen rutscht.

Die Verkäufe solcher Zertifikate könnten daher ein wichtiges Mosaikteilchen in der aktuellen Überlebensstrategie sein. Wobei langfristig natürlich immer noch das eigentliche Geschäftsmodell und profitable Automobile im Fokus der Investoren stehen sollten. Denn ohne wesentliche Verbesserungen werden solche Maßnahmen langfristig nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein.

Investoren können beruhigt sein, aber …

Wie wir daher insgesamt sehen können, dürften die Investoren insgesamt beruhigt sein. Tesla kann durch solche Maßnahmen wieder ein wenig Liquidität gewinnen, was eine Pleite zumindest kurzfristig abwenden kann. Das verschafft der Musk-Truppe gegenwärtig wichtige Zeit.

Zeit, die sie in den Ausbau und die Verbesserung der Produktion investieren sollte. Denn langfristig werden Umweltzertifikate den Autobauer auch nicht retten können.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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