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Gazprom-Aktie: Warum der Chef möglicherweise geht und die Investoren jubeln

Foto: Gazprom

Wer hätte das gedacht: Die Aktie des russischen Erdgasriesen Gazprom (WKN: 903276) gehört in diesem Jahr zu den erfolgreicheren Börsengeschichten. Seit Anfang des aktuellen Börsenjahres stieg das Papier von 3,98 Euro auf das derzeitige Kursniveau von 6,22 Euro. Immerhin ein rasantes Kursplus von mehr als 56 %.

Ein wichtiger Grund für diesen sprunghaften Anstieg war mit Sicherheit die deutlich angehobene Dividende des Erdgaskonzerns. Aber auch Gerüchte bezogen auf eine wichtige Personalie dürften zu diesem Kursfeuerwerk beigetragen haben.

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Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, um wen es geht und warum Investoren hier nun möglicherweise einen Abgang feiern. Denn möglicherweise könnten sich einige Hoffnungen hier früher oder später wieder in Luft auflösen. Oder, etwas passender, in Gas.

Der Chef könnte gehen … zumindest vielleicht!

Alexej Miller heißt die betroffene Person übrigens und genau genommen handelt es sich bei dieser Führungspersönlichkeit um keinen anderen als den derzeitigen Gazprom-Chef, der 2001 von seinem Freund und Vertrauten Wladimir Putin in dieses Amt geholt wurde. Wohl um wieder mehr staatliche Zucht und Ordnung in den damals leicht ungeordneten Konzern zu bringen. So zumindest das aktuelle Hörensagen.

Wie derzeit spekuliert wird, könnte Miller allerdings nun vor seinem Ende als Gazprom-Chef stehen. So sei er inzwischen nämlich eher eine lähmende Belastung für den halben Staatskonzern, der zudem wichtige Trends wie das Flüssiggas LGN verschlafen habe, was ihm nun zum Verhängnis werden könnte.

Zudem wird derzeit spekuliert, dass ihm auch das zunehmend schlechter werdende geschäftliche Verhältnis zu Europa zur Last gelegt wird. Ein Aspekt, der allerdings auch dem ganzheitlichen politischen Auftreten Russlands seit Amtsantritt des derzeitigen Gazprom-Chefs angelastet werden kann – und definitiv nicht nur seiner Person.

Mit einem Kursplus von fast 17 % binnen weniger Stunden schienen die Investoren einen solchen Schritt nun jedoch bereits im Vorfeld zu feiern. Wobei hier offiziell eigentlich noch nichts entschieden zu sein scheint.

Ein Neuer könnte Verbesserungen mitbringen – aber werden diese auch in seiner Macht liegen?

Die Hoffnung der Marktteilnehmer scheint daher klar definiert: Es muss eine neue Persönlichkeit her, die solche gravierenden Trends nicht verschläft. Und möglicherweise wieder frischen Wind in den staatlichen Konzern bringen kann.

Die größte Frage hierbei dürfte allerdings sein, wie viel frischen Wind eine neue Persönlichkeit an der Spitze des Erdgaskonzerns denn wirklich bewirken kann. Beziehungsweise wie viel staatliche Gestaltung dem Erdgaskonzern konsequent aufgelegt wird.

Auch ein neuer Chef wird schließlich nicht viel reißen können, sofern die politischen Daumenschrauben nach dem Willen der aktuellen Machthaber stärker angezogen werden. Eine Sichtweise, die man gerade bei dem halbstaatlichen Konzern Gazprom in Erwägung ziehen sollte.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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