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Netflix: Was bei der neuen Kennzahl fehlt

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Netflix (WKN:552484) genießt dank seiner Hits einen guten Ruf. Aber es hat auch den Ruf, vorsichtig zu sein, was die Größe dieser Hits angeht. Wir wissen immer noch nicht genau, wie viele Leute zum Beispiel Bandersnatch gesehen haben, und wir wissen, dass Netflix‘ Zahlen für Bird Box auf einer sehr spezifischen Methodik beruhen.

So kam es zu einer kleinen Überraschung, als Netflix ankündigte, dass es Top-10-Listen veröffentlichen würde. Aber bitte nicht zu früh freuen: das ist ein Testprogramm, und im Moment läuft es nur in Großbritannien.

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So funktioniert das neue Ranking-Programm von Netflix

Das neue Programm von Netflix sieht nach einer tollen Möglichkeit aus, die Popularität von Inhalten zu verfolgen, aber es sieht nicht unbedingt so aus, als würde es dabei die genauesten Zahlen liefern. Laut Netflix‘ offiziellem Twitter-Account in Großbritannien und Irland: „Eine kurze Info: Um diese Listen zusammenzustellen, schauen wir uns die meistgesehene einzelne Staffel einer Show, eines Films oder Specials an (unabhängig davon, wann sie gestartet wurde). „Gesehen“ bedeutet, dass Mitglieder mindestens 70% einer Episode zu Ende angesehen haben.“

Mit anderen Worten, die Nutzer müssen nicht einmal eine komplette Episode einer bestimmten Staffel einer Serie ansehen. Es wird auch nicht unterschieden zwischen einem Binge-Watching-Mega-Hit und einer Show, wo viele nach drei Vierteln der Laufzeit der Pilotfolge schon wieder abspringen.

Die Aufteilung nach Staffeln schadet auch lang laufenden Programmen. Zum Beispiel haben externe Analysten die US-Version von The Office als die meistgesehene Show auf Netflix in den USA bezeichnet (Netflix hat keine eigenen Zahlen veröffentlicht).

Aber nach Netflix‘ gerade angekündigter Methodik würden alle diese The Office-Superfans neun verschiedene Staffeln schauen, nicht eine Serie. Außerdem würde ein Nutzer, der die erste Staffel immer wieder vollständig gesehen hat, genauso viel zählen wie ein Nutzer, der 75 % einer Episode von z. B. Our Planet gesehen hat, das im April auf Netflix‘ Liste für Großbritannien zu den besten Dokumentarfilmen gehörte.

Netflix  hat in einem Tweet gesagt, dass das „ein Test ist, da wir sicherstellen wollen, dass diese Informationen nützlich sind. Daher können wir es in den kommenden Wochen optimieren. z. B. schließen wir im Moment keine Kindersendungen ein und wenn die Leute es nicht nützlich finden, werden wir damit aufhören.“

Dennoch sollte man sich fragen, ob es einen Grund gibt, warum Netflix sich entschieden hat, so zu zählen.

Netflix‘ unbequeme Position bei lizenzierten Inhalten

Netflix‘ Entscheidung, jetzt einige Nutzergewohnheiten offenzulegen, ist angesichts der drohenden Krise mit lizenzierten Inhalten besonders interessant. Dank einem großen Zufluss an neuen Streaming-Services von großen Medienunternehmen steht das Unternehmen davor, viele Shows zu verlieren: The Office (USA) zum Beispiel ist eine NBC-Show, und die Muttergesellschaft von NBC, Comcast, plant für 2020 einen eigenen Streaming-Service. Dieser geplante Service wird mit ziemlicher Sicherheit das neue Zuhause der Serie sein.

Die Eigenproduktionen von Netflix, die früher einmal ein kostensparender Luxus waren, scheinen heute überlebensnotwendig. Wenn NBC, Disney und andere mit ihren eigenen Titeln durchstarten, werden Eigenproduktionen praktisch alles sein, was Netflix noch übrig hat. Das ist nicht gut für Netflix, wo die Nutzer immer noch viele lizenzierte Inhalte ansehen. Warum sollte Netflix also jetzt Daten über die Nutzergewohnheiten veröffentlichen wollen?

Eine Möglichkeit: Die Methodik von Netflix lässt die Dinge  rosiger aussehen, als sie wirklich sind. Der britische Netflix-Katalog ist viel kleiner als der amerikanische Katalog, was bedeutet, dass Netflix-Originale ein gutes Prozent des ganzen Geschäftes ausmachen – umso besser, um eine Top-10-Liste zu dominieren.

Beachte, dass Netflix-Originale sieben der zehn Plätze in der meistgesehenen Serienliste Großbritanniens belegen.

Mehr ungenaue Zahlen von Netflix

Es mag spannend sein, von neuen Kennzahlen von Netflix zu hören, aber die Realität ist, dass das Unternehmen immer noch geizig mit den Zahlen ist. Die Zahlen aus Großbritannien sagen uns wenig darüber, was tatsächlich auf Netflix passiert. Soweit diese Zahlen etwas bedeuten, deuten sie darauf hin, dass vernünftigere Kennzahlen etwas Unangenehmes über die Position von Netflix im größeren Markt in den USA aussagen würden, während es sich auf einen möglicherweise katastrophalen Verlust von lizenzierten Inhalten vorbereitet.

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Dieser Artikel wurde von Stephen Lovely auf Englisch verfasst und am 26.05.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Walt Disney. The Motley Fool empfiehlt Comcast.

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