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ETFs, Fonds und Co.: So viel Geld wird jetzt aus den Märkten genommen!

Foto: Getty Images

Die weltweiten Börsen neigen derzeit wieder vermehrt dazu, zu korrigieren. Vor allem der weiterhin eskalierende Handelskonflikt zwischen China und den USA belastet gängige globale Indizes. Die ganze Welt von Aktien und Börse scheint momentan vollkommen im Bann dieser Thematik zu stehen.

Eine Entwicklung, die auch viele ETF- und Fondsbesitzer verunsichert. Zumindest wurden innerhalb der vergangenen Tage große Geldberge regelrecht aus diesen Wertpapieren abgezogen.

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Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, welche Dimensionen das angenommen hat und was das für uns als Investoren möglicherweise bedeuten könnte.

Über zehn Milliarden US-Dollar binnen Wochenfrist

Wie gegenwärtig das „Handelsblatt“ berichtet, sei eine astronomisch hohe Summe innerhalb von lediglich fünf Handelstagen via Fonds und ETFs aus den Börsen abgezogen worden. Genau genommen belaufe sich die Summe sogar auf 10,3 Mrd. US-Dollar, was in etwa der Marktkapitalisierung des DAX-Konzerns Merck (WKN: 659990) entspricht. Definitiv eine beeindruckende Summe also.

Alleine auf den US-Aktienmarkt entfiel hierbei die Summe von sage und schreibe 8,4 Mrd. US-Dollar, was im Vergleich zu anderen Regionen natürlich eine bemerkenswerte Randnotiz ist. Circa 80 % des abgezogenen Kapitals entfiel somit alleine auf alle US-Aktien.

Ebenfalls bemerkenswerterweise konnte eine andere Gattung auf Fondsebene weiter zulegen. Anleihefonds seien demnach innerhalb dieser Frist um 6,9 Mrd. US-Dollar gestiegen. Das sei inzwischen zudem sogar die 21. Woche gewesen, in der diese doch sehr speziellen Fonds Mittelzuflüsse vorweisen konnten.

Durchaus ein paar spannende Zahlen, die darauf hinweisen, dass viele Investoren angesichts der schwelenden Unsicherheiten vermehrt versuchen, auf sichere Häfen zu setzen und sich von ihren Aktien zu trennen. Foolishe, langfristig orientierte Investoren sollte das natürlich allen Grund zum Nachdenken geben.

Was das für uns bedeutet

Man kann natürlich einerseits durchaus pessimistisch auf solche Sachverhalte blicken und ETFs möglicherweise eine Mitschuld an der derzeitigen Börsenmisere geben. Gerade die Passivfonds standen schließlich schon häufiger im Verdacht, bei Abschwüngen eine weitere Abwärtsdynamik zu kreieren. Eine Sichtweise, die nicht unbedingt falsch sein muss.

Zwar nicht falsch, aber auch nicht sonderlich zielführend für langfristig orientierte Investoren. Denn auch wenn viele eher passiv angehauchte Investoren sich möglicherweise nicht sonderlich intensiv mit den Chancen und Risiken eines diversifizierten Investmentansatzes auseinandergesetzt haben und wieder das Weite suchen, könnte es sich für langfristig orientierte Investoren anbieten, dies genau nicht zu tun. Ein klassischer Buy-and-Hold-Ansatz, auch über schwierige Zeiten hinweg, hat sich nämlich für die allermeisten Anleger regelmäßig am ehesten ausgezahlt. Daran werden auch diese Zahlen nichts ändern.

Zudem könnte es sich möglicherweise anbieten, mit einem langen zeitlichen Horizont gerade jetzt mutig zu sein und bei dieser kleineren Panik gerade zu kaufen. Egal ob passiv oder einzelne Aktien, viele Wertpapiere werden nämlich inzwischen wieder deutlich günstiger gehandelt, was langfristig möglicherweise eine bessere Rendite ermöglicht.

Lass dich nicht von solchen Zahlen blenden!

Auch wenn solche Zahlen daher definitiv bemerkenswert sind und die Größendimensionen für uns Otto-Normal-Investoren vielleicht nie ganz nachvollziehbar sein werden, sollten wir uns lieber nicht davon blenden lassen, sondern weiterhin unsere finanziellen Pläne verfolgen.

Gerade in Krisenzeiten wird sich schließlich zeigen, wer das Fundament für einen langfristigen Vermögensaufbau legen und sich daran halten kann. Der Masse zu folgen und dich von solchen Zahlen beeinflussen zu lassen, könnte daher kein kluger Schachzug sein.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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