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Die Hulu-Strategie von Disney kommt langsam heraus

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Als Walt Disney (WKN:855686) die meisten Aktien von 21st Century Fox in einem riesigen Deal erwarb, war sofort klar, dass das Streaming im Mittelpunkt des Geschäfts stand.

Mit den umfangreichen Vermögenswerten von Fox zusätzlich zur eigenen beeindruckenden Sammlung ist Disney bereit, Netflix (WKN:552484) mit einem völlig neuen Video-on-Demand (SVOD)-Abo-Service herauszufordern. Dieser Streaming-Service, wie wir mittlerweile gelernt haben, ist Disney+.

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Durch die Übernahmen von Disney geriet das Unternehmen jedoch auch in eine etwas unangenehme Lage in Bezug auf Hulu, den ältesten Konkurrenten von Netflix. Hulu begann als Joint Venture, mit einer Aufteilung der Anteile auf Disney, 21st Century Fox, Comcast (WKN:157484) und AT&T. Es sah so aus, als ob Disney+ zu einem de facto-Konkurrenten für Hulu werden könnte, und das Ganze fing an, etwas chaotisch zu wirken.

Einige Fragen bleiben offen, doch die Streaming-Strategie von Disney beginnt sich zu entwickeln – und die Art und Weise, wie das Unternehmen mit der Hulu-Disney+-Frage umgeht, ist ermutigend.

Kaufkraft

Es ist eine Sache, zwei ähnlich positionierte Dienste in einem Markt zu haben. Es ist eine andere, 1,6 zu haben. Disneys seltsame Position existierte zum Teil, weil das Unternehmen Hulu kontrollierte, jedoch nicht allein. Solange das so war, wäre Disney+ vermutlich der Favorit, umso mehr Grund für Hulus andere Besitzer, Content-Geschäften mit „ihrer“ Plattform ablehnen gegenüber zu stehen.

Doch Disney kümmert sich um diese Situation, indem das Unternehmen seine Anteile an Hulu konsolidiert. Laut Gerüchten, dass AT&T seinen Anteil am Streaming-Service veräußern würde, tat das Unternehmen genau das und verkaufte seine Anteile an die gemeinsam gehaltene Hulu LLC zurück. Jetzt hat auch Comcast zugestimmt zu verkaufen, trotz früherer gegenteiliger Aussagen. Disneys Vereinbarung mit Comcast bedeutet, dass der Verkauf Jahre später stattfinden wird, doch das Wichtigste ist, dass Disney Hulu exklusiv besitzen wird. Das macht die Streaming-Prioritäten von Disney sehr einfach.

Differenzierung und Synergien

Disney sagt seit einiger Zeit dasselbe über den Unterschied zwischen Disney+ und Hulu. Das Erstere ist familienfreundlicher, während das Letztere eine größere Auswahl an Inhalten für Erwachsene hat.

Es gibt einige Gründe, bei diesem Ansatz etwas skeptisch zu sein – Netflix teilt seine Angebote nicht auf diese Weise auf, und einige von Disneys Produktionen, wie z. B.  Marvel Studios-Filme mit der FSK-Altersfreigabe ab 13 Jahren könnten vielleicht noch in die „familienfreundliche“ Kategorie passen – doch die Probleme sollten angesichts von Disneys Preisgestaltung nicht so schlimm werden. Hulu hat kürzlich den Preis für den On-Demand-Service gesenkt, und Disney+ unterbietet Netflix deutlich (Disney+ wird über eine viel größere Bibliothek verfügen als das, was Netflix anbietet). Die beiden Abonnements zusammen kosten nur etwa so viel wie das, was die Abonnenten derzeit für den meistgenutzten Tarif von Netflix bezahlen.

Abgesehen von den unterschiedlichen Markennamen sieht die Strategie von Disney wie ein Preismodell à la carte aus und könnte als ein zweitköpfiger Wettbewerber von Netflix betrachtet werden.

Hulus Inhalte und verbleibende Fragen

Es gibt noch ein weiteres ermutigendes Zeichen, dass Disney die Hulu ernst nimmt: Hulu bekommt etwas von Disneys wertvollem geistigen Eigentum. Disney kommt dem früheren Versprechen nach, stark in den Service zu investieren, und plant einige neue Serien, von denen zwei davon  die wertvolle Marke Marvel nutzen: Ghost Rider und Helstrom.

Die Kehrseite ist jedoch, dass die anderen Inhaltsanbieter von Hulu nicht mehr an dem Service interessiert sein könnten. Disney kauft den Anteil von Comcast auf, was für alle Beteiligten sinnvoll ist. Doch das liegt zum Teil daran, dass Comcast einen eigenen Streaming-Service startet. Das im Besitz der Comcast-Unternehmen befindliche NBC wird wahrscheinlich die Serien wie The Office von Netflix so schnell wie möglich herausnehmen, und es wäre naiv anzunehmen, dass es einem Post-Comcast Hulu viel anders gehen würde.

In einem Markt, in dem die Studios den Streaming-Diensten der Mutterunternehmen treu bleiben, müssen die eigenen Angebote von Disney beide Abonnementangebote führen. CEO Bob Iger hat gesagt, dass die Erhaltung der inhaltlichen Beziehungen eine Priorität bei jedem Hulu-Deal wäre. Ob das tatsächlich funktionieren wird, bleibt abzuwarten. Die Tatsache, dass die Übernahme den Ausstieg von Comcast verschiebt, kann Disneys Chancen erhöhen, einige NBC-Inhalte zu erhalten.

Hulus Position ist nicht perfekt. Der Streaming-Dienst sieht immer noch eher wie ein Disney+-Konkurrent aus. Doch diese neue Strategie sollte die Bedenken ausräumen, dass das Unternehmen Gefahr läuft, seine Kundenanzahl zu verringern. Mit enorm beliebten Inhalten, wettbewerbsfähigen Preisen und zumindest einem Anschein der Differenzierung zwischen den beiden Diensten tut Disney alles Mögliche, um das Beste aus einem leistungsstarken und weitreichenden Streaming-Angebot herauszuholen.

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Dieser Artikel wurde von Stephen Lovely auf Englisch verfasst und am 23.05.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix und Walt Disney. The Motley Fool empfiehlt Comcast.

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