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50 % Kursverlust in einem Jahr: Bei diesen 2 DAX-Aktien wartet man auf einen Turnaround

Für viele Investoren ist er der wichtigste deutsche Index und sein Punktestand ist jeden Tag in der Presse, im Fernsehen und auf den entsprechenden Webseiten im Internet präsent. Die Rede ist natürlich von unserem DAX-Performance-Index.

Er gilt als Kursbarometer und Indikator für das Börsengeschehen. Und auch die Fondsmanager, die fast vorwiegend DAX-Aktien in ihrem Portfolio halten, müssen sich mit ihm messen. Aber ein Index kann immer nur einen Durchschnitt widerspiegeln und nicht alle in ihm enthaltenen Aktien weisen somit dieselbe Performance auf wie der Index selbst.

Schön ist es natürlich für den Anleger, wenn er Werte im Depot hat, die sich besser als der jeweilige Vergleichsindex entwickelt haben. Aber es gibt eben auch Ausreißer nach unten. Und während sich der DAX in den letzten zwölf Monaten mit einem Minus von 8,22 % noch relativ moderat gehalten hat, gibt es leider zwei DAX-Werte, die in diesem Zeitraum ganze 50 % an Wert eingebüßt haben.

Wir schauen einmal auf diese beiden Aktien und versuchen herauszufinden, ob hier demnächst ein Turnaround zu erwarten ist oder die Schwierigkeiten noch anhalten.

Covestro

Aktionäre von Covestro (WKN:606214) waren die letzten Monate wirklich nicht zu beneiden. Die Kursentwicklung der Covestro-Aktie war in den letzten zwölf Monaten niederschmetternd. Am 01.06.2018 schloss sie im Xetra-Handel noch bei 79,00 Euro. Heute notiert sie mit 39,23 Euro (31.05.2019) stolze 50,13 % darunter.

Erst 2015 war Covestro von der Firma Bayer (WKN:BAY001) abgespalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht worden. Danach erlebte der Kurs einen regelrechten Hype, um dann aber ab dem Jahr 2018 massiv den Rückwärtsgang einzulegen.

Einerseits war zwar 2018 die Nachfrage gestiegen, doch durch einen Rückgang der Verkaufspreise hatte Covestro mit sinkenden Margen zu kämpfen. Im vierten Quartal wurde das Marktumfeld dann noch einmal deutlich herausfordernder. Und aufgrund des niedrigen Rheinpegels kamen auch noch höhere Logistikkosten dazu.

Und die schlechten Nachrichten gingen weiter. Im ersten Quartal 2019 sind die Verkaufspreise nochmals gesunken. Aber auch die abgesetzten Mengen gingen im Kerngeschäft zurück. Und so sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache.

Es verwundert nicht, dass der Konzernumsatz im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 16 % auf 3,18 Mrd. Euro zurückging. Noch schlimmer sah es beim EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) aus. Es sank um 58,4 % auf nur noch 442 Mio. Euro.

Covestro legt deshalb den Fokus jetzt auf effiziente Produktion und Prozesse sowie auf gezielte Investitionen. Ganze 900 Mio. Euro sind in diesem Jahr für Investitionen eingeplant. Mittelfristig will man außerdem pro Jahr 350 Mio. Euro an Kosten einsparen.

Die schlechten Nachrichten sollten jetzt weitgehend im Kurs eingepreist sein. Mit einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von gerade noch 9,97 ist die Aktie von Covestro äußerst moderat bewertet. Es ist aber schwer einzuschätzen, wie es mit der Covestro-Aktie weitergeht. Sollten die eingeleiteten Maßnahmen greifen, könnte zumindest der Abwärtstrend gestoppt werden. Aber die Aktie bleibt in meinen Augen weiter sehr risikobehaftet.

ThyssenKrupp

Noch einen Tick schlechter sieht es für die Investoren bei ThyssenKrupp (WKN:750000) aus. Der Schlusskurs der Aktie im Xetra-Handel am 01.06.2018 lag noch bei 23,12 Euro. Am 31.05.2019 notierte er mit 11,34 Euro ganze 50,95 % darunter.

Auch bei ThyssenKrupp hat die Aktie schon Anfang 2018 einen Abwärtstrend begonnen, der im Moment noch kein Ende erkennen lässt. Obwohl es Mitte Mai schon mal den Anschein hatte. Das Unternehmen hatte damals bekannt gegeben, dass man sich neu ordnen wolle, und in diesem Zusammenhang auch die geplante Stahlfusion mit Tata Steel (WKN:A0DQQE) nicht zustande kommen wird.

Doch diese Meldung hatte nur kurz positiven Einfluss auf den Kurs der ThyssenKrupp-Aktie. Die Impulse haben leider nicht ausgereicht, um eine nachhaltige Trendwende beim Aktienkurs einzuleiten. Man traut dem Unternehmen hier wahrscheinlich noch nicht zu, dass die geplante Neuausrichtung allzu schnell Früchte trägt.

Denn die Halbjahreszahlen, die am 14.05.2019 veröffentlicht wurden, waren kein Grund zur Freude. Der Umsatz ist zwar um 2 % gestiegen und auch der Auftragseingang verbesserte sich um 4 %, aber andere Kennzahlen waren deutlich negativ.

So ging das bereinigte EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) um 27,36 % und der Periodenüberschuss sogar um stolze 82,80 % zurück. Ich könnte mir vorstellen, dass natürlich auch die Prognose des Konzerns für das laufende Geschäftsjahr den Kurs der Aktie derzeit signifikant belastet. Denn ThyssenKrupp erwartet aufgrund von geplanten Rückstellungen und Aufwendungen für Restrukturierung beim Jahresüberschuss ein negatives Ergebnis.

Auch die ThyssenKrupp-Aktie birgt derzeit ein hohes Risiko. Es liegt jetzt erst einmal viel Arbeit vor dem Management. Und ob die Neuausrichtung des Konzerns schnell eine positive Wende herbeiführen kann, ist nicht abzusehen. Die ThyssenKrupp-Aktie ist äußerst spekulativ und eignet sich deshalb meiner Meinung nach nur für sehr risikobereite Investoren.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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