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Aston Martin: Sinkender Profit wegen Investitionen in die Zukunft

Der britische Sportwagenhersteller Aston Martin Lagonda (WKN:A2N6DH) verkündete am 15. Mai, dass das Ergebnis im ersten Quartal trotz eines Umsatzsprungs zurückgegangen sei. Grund dafür waren ein schwächerer Produktmix und höhere Ausgaben für zukünftige Produkte.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von Aston Martin sank gegenüber dem ersten Quartal 2018 um 35 % auf 28,3 Millionen Britische Pfund (37 Millionen US-Dollar). Die Analysten der Wall Street hatten mit einem Gewinn von durchschnittlich 31 Millionen Britischen Pfund gerechnet.

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Die nackten Zahlen

Aston Martin gibt seine Ergebnisse in Britischen Pfund aus. Zum 29. März, dem letzten Handelstag des ersten Quartals, lag 1 Britisches Pfund (GBP) bei etwa 1,31 US-Dollar.

Kennzahl Q1 2019 Veränderung ggü. Q1 2018
Umsatz 196 Millionen GBP 6 %
Ausgelieferte Fahrzeuge 1.057 10 %
Bereinigtes EBITDA 28,3 Millionen GBP (35 %)
Bereinigte EBITDA-Marge 14,4 % 9,2 Prozentpunkte weniger
Bereinigtes EBIT (2,2 Millionen GBP) 24,2 Millionen weniger
Bereinigte EBIT-Marge (1,1 %) 13 ppts lower
EBIT (3,2 Millionen GBP) 25,2 Millionen weniger
Nettoeinnahmen (Verlust) (13,9 Millionen GBP) 15,9 Millionen weniger

Quelle: Aston Martins Einnahmebericht

Highlights des Berichts von Aston Martin zum ersten Quartal

Aston Martin unterscheidet zwischen seinen „Kernprodukten“ – den regulären Modellen, die das Unternehmen auf Bestellung baut – und limitierten, sehr hochpreisigen „Specials“. Beide sind profitabel, aber die Specials sind profitabler und tragen dazu bei, die Margen von Aston zu erhöhen.

Das ist wichtig, um zu verstehen, wie das Quartal verlaufen ist. Genauer: Der Umsatz stieg, aber das Unternehmen verkaufte weniger Specials (32) als im ersten Quartal 2018 (48), während der Umsatz der Kerneinheiten um 12 % gegenüber dem Vorjahr stieg. Der durchschnittliche Gesamtverkaufspreis sank von 177.000 Britischen Pfund im Vorjahresquartal auf rund 160.000 Britische Pfund.

Allerdings waren die Verkäufe gut, da die Händler die Lagerbestände gegenüber dem hohen Niveau des vierten Quartals reduzieren konnten. Die Einzelhandelsumsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 39 %, während die Großhandelsumsätze insgesamt um 10 % stiegen, wobei die starken Zuwächse in Amerika (20 %) und im asiatisch-pazifischen Raum (30 %) die Rückgänge in Großbritannien (-9 %) und auf dem europäischen Festland (-4 %) mehr als ausgleichen konnten. (Investoren sollten sich auf den Großhandel konzentrieren, da Aston Martin Einnahmen erzielt, wenn Fahrzeuge an die Händler geliefert werden, und der große Gewinn im Einzelhandel zeigt, dass die Nachfrage stark ist.)

Doch diese Umsatzzuwächse führten nicht zu einem rein positiven Ergebnis, da auch die Ausgaben stiegen. Die bereinigten Betriebskosten stiegen um 41 % gegenüber dem Vorjahr auf 85 Millionen Britische Pfund, da das Unternehmen die Investitionen in sein kommendes SUV-Modell (genannt DBX) und eine neue Fabrik in Wales erhöhte.

Barmittel, Schulden und Einmaleffekte

Aston Martin hatte zum 31. März 717,4 Millionen Britische Pfund Verbindlichkeiten, am Jahresende waren es noch 704,1 Millionen Britische Pfund. (Am Ende des Vorjahresquartals lag der Betrag aber bei 850 Millionen Britischen Pfund.) Dagegen hatte man 127,8 Millionen Britische Pfund an liquiden Mitteln, die am Jahresende bei 144,6 Millionen Britischen Pfund lagen. Die Nettoverschuldung lag bei 589,6 Millionen Britischen Pfund.

Das Unternehmen hatte im ersten Quartal einen Sonderposten, eine nicht zahlungswirksame Belastung von rund 1 Million Britischen Pfund im Zusammenhang mit Mitarbeiterbeteiligungen, die vor dem Börsengang des Unternehmens im Oktober 2018 anfielen.

Blick nach vorne: Aston Martin hält an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest

Aston Martin hielt an der vorsichtigen Guidance vom März fest. Für das Gesamtjahr erwartet man:

  • Großhandelslieferungen von 7.100 bis 7.300 Fahrzeugen (2018: 6.441)
  • Bereinigte EBITDA-Marge von rund 24 % (2018: 22,6 %)
  • Bereinigte EBIT-Marge von rund 13 % (2018: 13,4 %)
  • Investitionen und Forschungs- und Entwicklungsausgaben in Höhe von 320 bis 340 Millionen Britischen Pfund (2018: 311 Millionen Britische Pfund).

CEO Andy Palmer sagte, dass das Unternehmen im vierten Quartal 2019 mit der Auslieferung neuer Specials beginnen will. Es wird erwartet, dass die Fixkosten-Laufrate im Laufe des Jahres sinkt und damit die zweite Jahreshälfte wahrscheinlich etwas profitabler sein wird als die erste.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. John Rosevear besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 16.5.19 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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