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3 DAX-Aktien mit geringer Ausschüttungsquote: Dividendenwachstum voraus?

Einkommensinvestoren schielen häufig vor allem auf drei Aspekte: auf die aktuelle Dividendenrendite, die gewissermaßen den relativen Anteil der Mittelrückflüsse einer Investition misst, sowie die Dividendenkonstanz und das Dividendenwachstum, die ein Indikator für die Stabilität und Nachhaltigkeit einer Ausschüttung darstellen.

Eine häufige Kennzahl, die jedoch hierbei häufig untergeht, ist die aktuelle Ausschüttungsquote. Sprich, der Teil vom Gewinn, der derzeit überhaupt für eine Dividende verwendet werden muss – und der, wenn die aktuelle Quote niedrig ist, möglicherweise auf weiteres Dividendenwachstum hinweisen kann.

Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf drei spannende DAX-Aktien mit einer geringen Ausschüttungsquote und überlegen einmal, ob hier weiteres Dividendenwachstum vorprogrammiert sein könnte.

1) Fresenius

Eine erste spannende DAX-Dividendenaktie mit einer geringen Ausschüttungsquote ist momentan die von Fresenius (WKN: 578560). Der zuletzt gezahlten Dividende in Höhe von 0,80 Euro je Aktie stand hierbei ein Gewinn je Anteilsschein in Höhe von 3,65 Euro gegenüber. Das aktuelle Ausschüttungsverhältnis beläuft sich hier somit auf lediglich knapp 22 %.

Fresenius hat zudem innerhalb der vergangenen Jahre, ja, sogar Jahrzehnte seine Dividende sehr signifikant gesteigert. Seit inzwischen 26 Jahren erhöht der Gesundheitskonzern inzwischen jährlich seine Ausschüttung – und ist somit bislang Deutschlands einziger Dividendenaristokrat.

Allein innerhalb der vergangenen zehn Jahre wuchs hierbei die Ausschüttung je Aktie von 0,23 Euro auf das aktuelle Niveau – was mehr als einer Verdreifachung innerhalb dieses Zeitraumes entsprochen hat. Die aktuelle Dividendenhöhe, die bei einem derzeitigen Kursniveau von 45,85 Euro einer Dividendenrendite von 1,74 % entspricht, könnte daher auch weiterhin bloß ein Etappenziel dieser spannenden Dividendenentwicklung sein.

2) Henkel

Eine zweite interessante DAX-Aktie mit einer momentan geringen Ausschüttungsquote ist gegenwärtig die von Henkel (WKN: 604840). Der zuletzt ausgeschütteten Dividende in Höhe von 1,85 Euro je Aktie stand hierbei ein Gewinn in Höhe von 5,32 Euro gegenüber. Das Ausschüttungsverhältnis beläuft sich hier somit auf 34,7 %.

Auch Henkel kann zudem eine spannende und vor allem wachsende Dividendenhistorie vorweisen. Allein innerhalb der vergangenen zehn Jahre stieg hier beispielsweise die Dividendensumme von 0,51 Euro auf das aktuelle Niveau von 1,85 Euro je Anteilsschein, was ebenfalls mehr als einer Verdreifachung der Ausschüttung entsprochen hat.

Henkel könnte daher mit seiner derzeitigen Dividendenrendite von 2,40 % ebenfalls ein spannender Aspirant für weiteres langfristiges Dividendenwachstum sein. Zumindest konnte der Hygienekonzern aus historischer Sicht bislang mit einem spannenden Dividendenwachstum überzeugen.

3) Beiersdorf

Zu guter Letzt – zumindest in unserem aktuellen Überblick – scheint auch Beiersdorf (WKN: 520000) gegenwärtig über eine geringe Ausschüttungsquote zu verfügen. Bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 3,21 Euro sowie einer ausgeschütteten Dividende von zuletzt 0,70 Euro beläuft sich hier das aktuelle Ausschüttungsverhältnis auf lediglich knapp 22 %. Ein ebenfalls sehr moderater Wert.

Bei Beiersdorf scheint ein weiteres Dividendenwachstum allerdings nicht vorprogrammiert zu sein. Der Nivea-Hersteller zahlt nämlich inzwischen seit neun Jahren eine lediglich konstante Dividende aus, die zudem im Vorfeld von 0,90 Euro auf das aktuelle Niveau gekürzt worden ist. Dividendenwachstum scheint daher definitiv kein Ziel des Beiersdorf-Managements zu sein.

Zwar sitzt Beiersdorf gegenwärtig auf einen gigantischen Cash-Berg von 4,4 Mrd. Euro, allerdings scheint das Unternehmen weder gewillt, die Dividende anzuheben, noch in der Lage, ein spannendes Übernahmeziel zu finden. Investoren, die hier auf eine Dividendenerhöhung spekulieren, könnten möglicherweise auch weiterhin enttäuscht werden.

Niedrige Ausschüttungsquote ist nicht immer ein Indikator

Wie wir daher letztlich sehen können, existieren in unseren heimischen Gefilden einige spannende Aktien, die derzeit über niedrige Ausschüttungsquoten verfügen. Und auch wenn einige diese nutzen, um konstant die Dividende Jahr für Jahr anzuheben, gehören leider nicht alle dazu, wie das Beispiel Beiersdorf eindrucksvoll unterstreicht.

Investoren sollten daher auch bei diesem Kriterium sehr sorgfältig analysieren. Denn letztlich kann das aktuelle Ausschüttungsverhältnis zwar ein Indikator für weiteres Dividendenwachstum sein – muss es aber nicht.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius und Henkel. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.