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Wirecard-Aktie nach Kursrücksetzer – was denn nun schon wieder?!

Foto: Getty Images

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) gehörte in den vergangenen Wochen zu denen mit den größeren Kursgewinnen. Seit Anfang Mai – also seit rund einem Monat – stieg das Papier des innovativen Zahlungsdienstleisters von 130,15 Euro auf das derzeitige Niveau von 155,65 Euro – immerhin ein rasantes Plus von fast 20 % binnen Monatsfrist.

In den vergangenen Tagen oder auch Stunden korrigierte die Wirecard-Aktie jedoch wieder vermehrt. Der Grund? Womöglich Gewinnmitnahmen. Aber auch weitere kritische Meldungen, die in eine ähnliche Richtung gehen wie die der „Financial Times“ zum Beginn des neuen Börsenjahres.

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Werfen wir daher einen Foolishen Blick auf diese neuerliche Wendung – und schauen einmal, warum das nur olle, nicht einmal halbgare Kamellen sind.

So sieht die neue Kritik aus

Wie ein Onlinebörsenmedium mit Namen „finanz-szene“ derzeit berichtet, habe eine einzige Wirecard-Tochter im vergangenen Jahr rund die Hälfte des Gewinns des innovativen Zahlungsdienstleisters erwirtschaftet. Die im Abschluss nach dem HGB aufgeführten Tochtergesellschaften hätten demnach insgesamt einen Gewinn von 408,3 Millionen Euro generiert – wovon der gigantische Anteil von 237,5 Mio. Euro auf das Unternehmen Card Systems Middle East entfalle. Ein Unternehmen mit Sitz in Dubai, für alle, die das interessiert.

Eine Meldung, die das Zeug haben könnte, für neue wilde und auch abstruse Spekulationen zu sorgen. So habe die „Financial Times“ ebenfalls die hohe Abhängigkeit Wirecards von wenigen Tochterunternehmen kritisch hinterfragt. Und zumindest teilweise die Kritik der inzwischen widerlegten Berichterstattung der renommierten Wirtschaftszeitung auf derartige Tochterunternehmen abgeladen.

Nichtsdestoweniger ist das eigentlich ein Aspekt, den viele Investoren inzwischen kennen dürften, der zudem hinlänglich diskutiert wurde – und, viel wichtiger, inzwischen eigentlich widerlegt, beziehungsweise entkräftet worden ist.

Das ist das Wesentliche, hier geht es künftig lang

Denn vor allem seitdem Wirecard im Rahmen der Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr 2018 den von den Wirtschaftsprüfern testierten Jahresabschluss vorgelegt hat, sollten die Kritiker eigentlich weitgehend verstummt sein. Klar, man kann sich natürlich weiterhin an Kleinigkeiten aufhalten. Und in der Beteiligungsstruktur des Unternehmens nach vermeintlichen Auffälligkeiten suchen.

Fest steht allerdings inzwischen, dass sowohl die örtliche Compliance-Kanzlei als auch die Wirtschaftsprüfer als unabhängige Beauftragte hier zu keinen problematischen Erkenntnissen gelangt sind. Zwei Beteiligte, wohlgemerkt, die einen deutlich tieferen Einblick hatten als irgendwelche kritischen Medien. Sowie, um fair zu bleiben, auch alle Wirecard-Befürworter.

Mit einem langfristigen Blickwinkel könnte man die Causa Wirecard als Investor daher definitiv als widerlegt abhaken. Auch wenn einzelne Meldungen, so wie jetzt, noch einmal kleinere Nachbeben auslösen könnten.

Das Wachstum im Fokus

Statt sich jedoch über solche Dinge zu ärgern, sollte man als smarter, Foolisher Investor eher die Stirn runzeln und weiterhin die langfristigen Aussichten des innovativen Zahlungsdienstleisters im Auge behalten.

710 Mrd. Euro Transaktionsvolumen, ein Umsatz in Höhe von 10 Mrd. Euro sowie ein Ergebnis von 3,3 Mrd. Euro – das sind die wichtigen Meilensteine bis 2025 und entsprechend die wichtigen Dinge, die es nun wieder vermehrt im Auge zu behalten gilt.

Und mal ganz im Ernst: In Anbetracht der derzeitigen Faktenlage sowie der langfristigen Aussichten, wen jucken da schon die Meinungen von irgendwelchen Trouble-Shootern?

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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